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Rathenower Skatmarathon vor dem aus

Nur 32 Teilnehmer Rathenower Skatmarathon vor dem aus

Zu besten Zeiten kamen über 100 Skatspieler nach Rathenow, um beim Skatmarathon der „Rathenower Asse“ zu reizen und zu spielen. Bei der 18. Auflage kamen nun nur noch 32 Teilnehmer. Die Veranstalter sind ratlos und die Zukunft der Veranstaltung ist ungewiss.

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Vom Verein „Rathenower Asse“ spielte auch der stellvertretende Vereinsvorsitzende Karlheinz Bembe beim Halbmarathonskat mit.

Quelle: Norbert Stein

Rathenow. Zum 18. Mal hatten die „Rathenower Asse“ am Samstag zum Skatturnier eingeladen. Es war voraussichtlich das letzte Mal. „Es lohnt sich einfach nicht mehr“, sagte der Vereinsvorsitzende Guido Gericke enttäuscht auf die Teilnehmerliste blickend. Lediglich 32 Spieler waren zu dem Preisskat im Kulturzentrum am Märkischen Platz gekommen. 2015 kamen wenigstens noch 45 Skatspieler. Die Jahre in denen über 100 Skatfreunde nach Rathenow kamen und das Turnier noch als Marathonskat mit zwölf Serien über 24 Stunden ausgetragen wurde liegen ohnehin schon acht bis zehn Jahre zurück. Warum die Teilnehmerzahl rückläufig ist, kann bei den „Rathenower Assen“ niemand erklären.

„Werbung, Vorbereitung und Organisation stimmen. Daran kann es jedenfalls nicht liegen“, meint Gericke. Eine Ursache sieht er darin, dass Skat vor allem nur noch in kleinen Vereins- und Gesellschaftsrunden gespielt wird. Zunehmende Arbeitsbelastungen könnten auch eine Rolle spielen an Wochenenden nicht mehr zu größeren Turnieren zu fahren. Das moderne Kommunikationszeitalter spielt zudem eine Rolle. „Skat wird zunehmend mehr im Internet gespielt“, erklärt der Vorsitzende des zehn Mitglieder zählenden Vereins „Rathenower Asse“. Für ihn selbst ist das Internet keine Skat-Alternative. Man müsse beim Skat ein Blatt in der Hand halten, Spiele schön ausreizen und den Mitspielern in die Augen schauen können, sagte der Vereinsvorsitze am Samstag im Organisationsraum für den Rathenow Preisakt. „Skat ist Unterhaltung“, fügte sein Stellvertreter Karlheinz Bembe hinzu. Seit über 20 Jahren ist er Mitglied der „Rathenower Asse“. Der Vereinsvize spielte auch am Samstag im Blauen Saal beim Preisskat mit und konnte sich in der Endabrechnung über einen fünften Platz freuen. Gespielt wurde ein Halbmarathon, vier Serien jeweils 48 Spiele. Als Einsatz zahlte jeder Teilnehmer 50 Euro.

Ergebnisse und Platzierungen

Sieger des Rathenower Halbmarathonskats war Gero Girod aus Falkensee mit 5443 Punkten. Er konnte einen Pokal und 350 Euro Siegprämie mit nach Hause nehmen.

Platz 2 belegte Peter Orsszesek aus Berlin mit 5053 Punkten.

Als Drittbester beendete Walter Freudenthaler aus Berlin das Turnier mit 4825 Punkten.

Vier Mitglieder des Vereins „Rathenower Asse“ spielten das Turnier. Karlheinz Bembe belegte mit 4630 Punkten Rang fünf und damit von den Rathenower Vereinsspielern die beste Platzierung. Ralf Thutewohl kam auf Platz 8. Er erreichte in der Endabrechnung 4463 Punkte.

Etwa ein Drittel der Skatspieler waren aus Rathenow und Umgebung gekommen. An den Tischen saßen und reizten zudem Spieler aus Stendal, Potsdam, Berlin, Brandenburg an der Havel und anderen Städten. Mit 275 Kilometer den weitesten Anfahrtsweg hatte René Schönrock aus dem schleswig-holsteinischen Quickborn. Gereizt, gewonnen und auch mal verloren wurden Spiele an elf Tischen. Die Atmosphäre im Saal war eine Mischung aus Lockerheit und dennoch gewisser Anspannung, vor allem bei den Spielern die sich Hoffnungen auf eine vordere Platzierung mit Preisgeld machen konnten. Um 10 Uhr hatte der Vereinsvorsitzende das Turnier eröffnet. Gegen 21 Uhr wurden die letzten Karten gemischt.

Von Norbert Stein

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