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Rathenower laden Heimkinder ein

Gäste aus Rumänien im Westhavelland Rathenower laden Heimkinder ein

Im Herbst 2014 machte die Rathenowerin Manuela Neubüser einen Traum wahr, als sie 17 Kinder aus einem Heim im rumänischen Dorf Zsobok zum einwöchigen Erholungsaufenthalt ins Westhavelland holte. Viele Spender und Helfer hatten es möglich gemacht. Im September dieses Jahres soll nun wieder eine Kindergruppe kommen.

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Heimkinder aus Zsobok an der Begrüßungs-Kaffeetafel auf dem Luckehof im September 2014.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Manuela Neubüser aus Rathenow will noch einmal das gewaltige Vorhaben stemmen, eine Gruppe aus dem Kinderheim im rumänischen Dorf Zsobok für einen einwöchigen Erholungsaufenthalt ins Westhavelland zu holen. Seit 1991 fährt die in freier Niederlassung tätige Hebamme mehrmals pro Jahr privat nach Zsobok, um Hilfsgüter für Heim und Dorf abzugeben. Im September/Oktober 2014 war es ihr erstmals gelungen, ihren langjährigen Traum zu verwirklichen und 17 Kinder und Jugendliche von dort ins Westhavelland zu holen. Zielgerichtete Spenden und ein wachsender Unterstützerkreis hatten es möglich gemacht. Für September dieses Jahres ist nun erneut eine Gruppe eingeladen – 18 andere Kinder und Jugendliche aus dem Heim sollen eine erlebnisreiche Woche im Westhavelland verbringen. Erneut werden Geldgeber für die Reise, zahlreiche Sachspenden und viele weitere Helfer gesucht.

Eingeladen sind sechs Mädchen und zwölf Jungs von 9 bis 18 Jahre

„Wir laden 18 Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 18 Jahre ein“, sagt Manuela Neubüser. „Es sind sechs Mädchen und zwölf Jungs.“ Mit „Wir“ meint sie zuerst die Gesamtschule Bruno H. Bürgel und die Göttliner Kita Spatzennest, die Patenschaftsverträge mit der Schule bzw. der Kita in Zsobok haben, und die anderen Mitglieder ihres Unterstützerkreises. Es sei ausdrücklich vorgesehen, andere Mädchen und Jungs als beim letzten Mal zu holen, damit möglichst viele einmal in den Genuss der Reise kommen. Allein für die Dokumente seien 685 Euro aufzubringen. Der Bus, der in Rumänien geordert wird, werde rund 2000 Euro kosten. Dazu kommen Ausgaben für Unterkunft, Verpflegung und Aktivitäten. „Wir haben das Ziel, Spenden in Höhe von 6000 Euro aufzutreiben“, teilt Manuela Neubüser mit und verrät: „Die Bürgelschule hat schon angefangen zu sammeln.“

Es können nur Mädchen und Jungen nach Deutschland reisen, deren Eltern erreichbar sind, denn ihre Unterschriften werden für die Reisedokumente gebraucht. Nicht wenige Mütter und Väter der 55 Kinder und Jugendlichen, die gegenwärtig im Heim leben, sind gar nicht aufzufinden. Nur einmal im Jahr steht jedem Mädchen und Jungen dort ein dreitägiger Urlaub außerhalb des Heimes zu. Sonst sind sie immer dort.

Am Sonntag, dem 11. September, soll die Reisegruppe eintreffen

Am Sonntag, dem 11. September, soll die Reisegruppe am Nachmittag oder frühen Abend eintreffen. Ihre Unterkunft soll wieder der Luckehof in Premnitz sein. Montag und Dienstag nehmen sie teil am Unterricht in Rathenower Schulen. Ansonsten steht ein buntes Programm auf dem Plan: Sie machen einen Stadtbummel durch Rathenow, besuchen den Optikpark und die Sank-Marien-Andreas-Kirche, reiten und essen Eis in Steckelsdorf, fahren ins Lilienthal-Zentrum Stölln und zum Straußenhof nach Großderschau. Es gibt eine Paddeltour und eine Schiffsfahrt auf der Havel. Das Kinder- und Jugendheim in Steckelsdorf-Ausbau wird besucht und zum Schluss gibt es ein Fest mit den Sponsoren. Am 18. September geht es auf die Rückreise.

Eine Woche im September

Die Reisegruppe aus dem rumänischen Dorf Zsobok trifft am 11. September ein und fährt am 18. September wieder ab.

Ihre Unterkunft wird wie schon beim ersten Mal der Luckehof in Premnitz ein.

Erwartet werden 18 Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 18 Jahren.

Manuela Neubüser ist zu erreichen unter 0171/ 23 67 048.

Spenden können eingezahlt werden auf das Konto des Vereins Kleeblatt. IBAN: DE 29 1207 0024 0370 8849 01. Stichwort: „Rumänienkinder“.

Neben den Geldspenden werden auch Sachspenden für die Verpflegung gesucht und Menschen, die Personentransporte übernehmen würden. Küchenhelfer werden gebraucht und Ungarisch-Dolmetscher. Es werden auch Leute gesucht, die Kleidung für jeweils eines der genau benannten Kinder spenden und es gibt den Plan, allen Gästen Kopfkissen, Decke und Bettwäsche zu schenken. Durch die äußerst vielgestaltige und nicht leicht überschaubare Aufgabe lässt sich Manuela Neubüser nicht aus der Ruhe bringen. „Beim letzten Mal hat alles funktioniert“, sagt sie, „die Hilfsbereitschaft war großartig, das wünschen wir uns wieder.“

Von Bernd Geske

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