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Rathenower sind auf die Scheibe gekommen

Darts-Fieber in Rathenow Rathenower sind auf die Scheibe gekommen

Eine Scheibe und drei Pfeile, mehr braucht es nicht um Spaß zu haben, finden Lukas Bock, André Neidt und Chris Ike Thomys. Sie sind drei von rund 20 Darts-Begeisterten, die sich regelmäßig treffen, um gegeneinander anzutreten. Jetzt wollen sie sich unter dem Dach eines Vereins organisieren und sind auf der Suche nach Räumlichkeiten und weiteren Mitstreitern.

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André Neidt vor seiner Dartscheibe. Sein Wunsch, ein Dartraum in Rathenow, wo mindestens 20 Sportler trainieren können.

Quelle: privat

Rathenow. Der Präzisionssport, der vermutlich aus England stammt, hat es ihnen angetan. Ihr Ziel: Das Feld mit der dreifachen 20 so oft wie möglich zu treffen, um die Punktzahl mit wenigen Würfen auf null zu reduzieren. Beim Darts geht es also nicht darum Punkte zu sammeln, sondern sie loszuwerden. Jeder Spieler beginnt mit 301 oder 501 Punkten. Abwechselnd wirft jeder drei Pfeile auf die Scheibe. Trifft er dreimal die „Triple 20“ reduziert sich die Punktezahl um dreimal 60 Punkte. Wer zuerst exakt null Punkte erreicht, gewinnt.

„Es ist ein Sport, bei dem man sich extrem konzentrieren muss“, erklärt Neidt. Besonders gut lasse es sich in absoluter Stille spielen, wenn wenig Leute da sind. Seit Dezember haben die drei jungen Männer im wahrsten Sinne des Wortes eine Scheibe. André Neidt hat sich ein WM-taugliches Exemplar ins Wohnzimmer gehangen, wo sich nun der Freundeskreis trifft. Sie sind aber längst nicht die einzigen in Rathenow mit einer Scheibe.

Basketballer nehmen Darts-Freunde auf

Mindestens 20 Darts-Verrückte gehören zu ihrem Kreis. Viele spielen in den eigenen vier Wänden. Auf Dauer ist das aber keine Lösung. Deshalb haben sie sich entschlossen, geeignete Räume zu suchen und sich unter dem Dach eines Vereins als eigenständige Sportgruppe zu organisieren. Die Basketballer vom Verein Red Eagles Rathenow sind bereit die Darts-Truppe aufzunehmen. Das hat der Vorstand kürzlich in einer Sitzung beschlossen.

Bisher gibt es einen Darts-Verein im Havelland mit Sitz in Falkensee, ansonsten wird der Sport nur als privates Hobby betrieben. Dementsprechend gibt es in der Region auch noch keine Liga. „Um sich zu messen, müsste man nach Berlin fahren“, sagt Lukas Bock. Er erinnert sich noch wie das Darts-Fieber vor vier, fünf Jahren in Rathenow langsam um sich griff. „Die Darts-Weltmeisterschaft war plötzlich in aller Munde, die Einschaltquoten schossen in die Höhe und wir haben vor dem Fernseher mit den Profis mitgefiebert.“

Vereinsraum gesucht

Während der letzten WM, die wie jedes Jahr Ende Dezember im Alexandra Palace, auch „Ally Pally“ genannt, in London stattfand, verfolgten die drei Freunde jedes Spiel. Dabei fiel auch der Entschluss, nicht länger nur zuzugucken. Jetzt suchen sie nach Räumlichkeiten um ihrem Hobby regelmäßig zu frönen. Der Raum sollte Platz für mindestens zehn bis 15 Dartsscheiben bieten und zugleich als Vereinsraum genutzt werden können. Die Scheiben müssen auf einer Höhe von 1,73 Meter hängen, die Spieler stehen exakt 2,37 Meter von der Wand entfernt. Von dort aus werfen sie die kleinen Pfeile, die zwischen 15 und 30 Gramm wiegen. Die meisten Spieler bevorzugen 20 bis 25 Gramm-Pfeile. „Umso leichter der Darts, umso schwerer wirft er sich“, erklärt Neidt. Er selbst hat sich 24-Gramm-Pfeile ausgesucht. „Ich probiere noch aus, das Ganze steckt ja bei uns noch in den Kinderschuhen.“

Wer mitspielen oder es einfach nur mal ausprobieren möchte, meldet sich bei André Neidt, E-Mail: andre.neidt@ksb-havelland.de oder  01 52/27 53 54 21.

Darts – der Geschicklichkeits- und Präzisionssport

Das Mutterland des Darts ist vermuten England. Aufzeichnungen darüber gibt es nicht. Der Name jedoch stammt aus dem Französischen.

Die Franzosen pflegten bei Schlachten kleine speerähnliche Wurfpfeile – Darts genannt – als Waffen einzusetzen.

Der Sport entstand wahrscheinlich zwischen 1860 und 1898. Bekannt ist, das 1898 ein Amerikaner die Papier-Flights (Flügel am Ende des Schaftes) patentieren ließ.

Erste sportliche Wettbewerbe wurden Anfang des 20. Jahrhunderts in Großbritannien ausgetragen.

Von Christin Schmidt

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