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Rathenower und Flüchtlinge machen Räder fit

Völkerverständigung am Ventil Rathenower und Flüchtlinge machen Räder fit

Seit Monaten kümmert sich Karl-Reinhold Granzow um eine in Rathenow untergebrachte Asylbewerberfamilie aus Tschetschenien. Unter anderem hilft er den Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft, ihre Fahrräder auf Vordermann zu bringen. Jetzt war Granzow, selbst begeisterter Radfahrer, wieder da. Und hatte einen tatkräftigen Helfer mitgebracht.

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Rathenow. Seit mehreren Monaten kümmert sich Karl-Reinhold Granzow um eine im Grünauer Weg untergebrachte Asylbewerberfamilie aus Tschetschenien. Im Herbst letzten Jahres half der Stadtverordnete gemeinsam mit Andy Neumann erstmals Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft, ihre Fahrräder auf Vordermann zu bringen. Jetzt brachte Karl-Reinhold Granzow, selbst begeisterter Radfahrer, seine kleine „mobile Werkstatt“ noch einmal mit. Der Rathenower Hans-Joachim Scholz half beiden dieses Mal.

Zeit ist genug da, um sich zu engagieren

Als gelernter Heizungs- und Sanitärmonteur ist der Ruheständler handwerklich erfahren und hat Zeit sich zu engagieren. „Der Bedarf ist größer geworden“, sagt Granzow. So gab es viel zu tun. Neben der Reparatur von Schläuchen wurden Bremsen sowie Lenker und Sattel neu eingestellt. Teilweise wurde aus zwei Rädern ein funktionierendes gemacht. Der Ortsverband der Linken hatte 50 Euro zum Kauf kleiner Ersatzteile gespendet. Werkzeug und einige Verbrauchsteile wie Schläuche, Ventile oder Teile von Bremsen hat Granzow immer zuhause. „Ich habe auch schon vier, fünf gebrauchte Räder mitgebracht“, so Karl-Reinhold Granzow weiter.

„Heute habe ich ein fast neues 24er Kinder-Mountainbike dabei. Familie Promny aus Rathenow-West hatte es gespendet.“ Der achtjährige Jawad aus Syrien war ganz stolz auf sein neues Rad, mit dem er jetzt täglich in die Scholl-Schule fahren kann. „Zuhause hatte er auch schon ein Rad“, sagte sein älterer Bruder. Beide sind seit sechs Monaten im Grünauer Weg untergebracht.

 Nach getaner Arbeit

Nach getaner Arbeit.

Quelle: Uwe Hoffmann

Insgesamt rund ein Dutzend Räder wurde in den drei Stunden repariert und fahrtüchtig gemacht. „Die Verständigung mit Händen und Füßen hat funktioniert. Die Asylbewerber haben fleißig mitgeholfen“, sagt Karl-Reinhold Granzow. „Vor Herbstbeginn werden wir Fahrräder von Asylbewerbern noch einmal vor allem bezüglich Licht für die dunkle Jahreszeit tauglich machen.“ Und die Asylbewerber lobten seinen Sachverstand.

Von Uwe Hoffmann

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