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Havelland Mord in Kellerwohnung: Mann drohen 15 Jahre Haft
Lokales Havelland Mord in Kellerwohnung: Mann drohen 15 Jahre Haft
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15:24 21.02.2018
Im Zimmer hinter diesem Fenster unten links einer Kellerwohnung in der Fontanestraße 5 von Rathenow hat der Tote gelegen. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Ein 39-jähriger Rathenower muss sich wegen Mordverdachts seit Dienstag vor dem Landgericht Potsdam verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im Mai 2017 den damals 38-jährigen Inhaber einer Kellerwohnung in der Fontantestraße 5 in Rathenow getötet zu haben.

Im Zuge einer körperlichen Auseinandersetzung soll er den stark alkoholisierten und am Boden liegenden Mann durch Schläge und Tritte auf Körper und Kopf so schwer verletzt haben, dass dieser an den Folgen verstarb.

Die Tatzeit war nicht genau feststellbar. Sie wird vom Landgericht mit einem Abend an den Tagen vom 8. bis 12. Mai des vergangenen Jahres angegeben. Am 15. Mai war die Leiche gefunden worden. Ein Bekannter des Opfers war aufmerksam geworden, weil die Wohnung längere Zeit verschlossen war.

Durch Stiche mit Küchenmesser in der Bauch verletzt

Der Angeklagte sieht sich auch noch zwei weiteren Tatvorwürfen gegenüber. In der gleichen Wohnung soll er am 11. November 2016 einen anderen Mann durch Stiche mit einem Küchenmesser in den Bauch verletzt zu haben. Der Geschädigte habe eine Schnittwunde erlitten.

Außerdem soll er am 5. Februar 2017 noch einmal einen anderen Geschädigten in dessen Wohnung nach einem Alkoholgelage zusammengeschlagen haben. Das Opfer soll dadurch schwerwiegende Verletzungen erlitten haben. Bei allen drei Taten sollen der Angeklagte und die Opfer unter Alkoholeinfluss gestanden haben.

Wie Sabine Dießelhorst, Pressesprecherin des Landgerichts Potsdam, sagt, hat der Angeklagte im Vorfeld der Verhandlung alle ihm zur Last gelegten Taten bestritten. Eine Anklage lautet auf Mord, bei den beiden anderen geht es um schwere Körperverletzung. Der Rathenower, der bereits kurz nach der Tat im Mai von der Polizei festgenommen worden war, ist nicht einschlägig vorbestraft. Weil die drei Taten zeitlich verhältnismäßig nahe beieinander liegen, werden sie jetzt zusammen verhandelt.

Für alle drei Taten gibt es Zeugen

Wie von der Pressesprecherin des Gerichts zu erfahren ist, gibt es Zeugen für alle drei Taten. Beim mutmaßlichen Mord war eine Frau dabei. Bei der Verletzung eines Mannes mit dem Küchenmesser war ein dritter Mann dabei. Das zusammengeschlagene Opfer der dritten Tat ist selbst als Zeuge geladen. Zur Klärung aller Sachverhalte hat das Landgericht zunächst acht Verhandlungstage angesetzt. Der bislang letzte Tag wäre der 23. März.

Zu vernehmen sind die Zeugen. Gehört werden auch medizinische Sachverständige und mit dem Fall befasste Polizeibeamte. Sollte das Gericht den Angeklagten für des Mordes schuldig sprechen, sieht das Gesetz eine lebenslange Freiheitsstrafe vor. Das würden in diesem Fall 15 Jahre sein.

Der Angeklagte, der alkoholabhängig ist, hat in der Untersuchungshaft einen sogenannten trockenen Entzug gemacht.

Feuerwehr brach ein Fenster und dann von innen die Wohnungstür auf

Der Tote in der Kellerwohnung war entdeckt worden, nachdem dessen Bekannter Polizei und Rettungskräfte alarmiert hatte. Die Feuerwehr brach ein Fenster zur Straße auf und öffnete dann von innen die Wohnungstür. Der Tote soll in einer Blutlache gelegen haben. Als Ursache wird stumpfe Gewalt angesehen.

Anwohner hatten berichtet, dass es in früheren Zeiten immer mal wieder ruhestörenden Lärm in der Wohnung gegeben hatte, so dass die Polizei gerufen wurde. Der getötete Bewohner sei krank gewesen und keiner geregelten Arbeit nachgegangen. Der mutmaßliche Täter habe nicht in dem Haus gewohnt.

Von Bernd Geske

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