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Rathenower wollen die Premnitz-Umgehung

Verkehr Rathenower wollen die Premnitz-Umgehung

Nachdem der Bau einer B-102-Ortsumgehung für Premnitz, Döberitz und Mögelin in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde, ist in der Stadt ein Streit entbrannt. Gegner und Befürworter des Vorhabens sammeln Unterschriften. Verwaltung und viele Unternehmen von Rathenow sind für die Umgehung, weil sie einen schnelleren Weg zur Autobahn bringt.

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Rathenower würden Zeit sparen, wenn sie nicht mehr durch Premnitz fahren müssten.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow/Premnitz. Nachdem der im März veröffentlichte Bundesverkehrswegeplan für die Zeit bis 2030 eine B-102-Ortsumgehung für Premnitz, Döberitz und Mögelin enthält, ist in der Stadt eine Auseinandersetzung entbrannt. Eine Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen den Bau der Ortsumgehung und eine Gruppe von Anwohnern der viel befahrenen Straßen sammelt Unterschriften dafür. Doch ist der Rahmen so viel zu eng gesteckt, wenn das Verkehrsproblem korrekt beschrieben werden soll. Die Ortsumgehung ist ja nur ein Bestandteil einer verbesserten Autobahnanbindung des ganzen Westhavellandes an die A 2, die schon seit vielen Jahren gefordert wird. Der Sinn der Ortsumfahrung von Premnitz, Döberitz und Mögelin kann nur verstanden werden, wenn der Verkehr von Rathenow nach Brandenburg/H. und umgekehrt betrachtet wird.

„Die schnellere A 2-Anbindung wird schon seit vielen Jahren von der Wirtschaft unserer Stadt gefordert“, sagt der Rathenower Pressesprecher Jörg Zietemann, „und damit ist der Bau einer Ortsumgehung für Premnitz eng verknüpft.“ Die Stadt Rathenow halte es für eine vernünftige Entscheidung, dass die Ortsumgehung jetzt in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden sei. Die Verwirklichung des Projektes sei wünschenswert, weil das einen Vorteil für die Unternehmen ergibt. Ein schnellerer Weg zur Autobahn würde auch für die Bürgerinnen und Bürger positiv sein. Besonders die Fielmann AG und die Maschinen- und Apparatebau Produktions GmbH (MAP) forderten immer wieder eine bessere Autobahnanbindung.

Rathenower Unternehmerverein: in der Summe „etwas Notwendiges“

Der Rathenower Bauunternehmer Ulrich Opitz entwirft als Vorsitzender der Vereins „Unternehmer für Rathenow“ ein differenziertes Bild. Für die Unternehmen, die auf kürzestem Wege zu ihren Kunden oder Partnern müssten, und die Berufspendler würde die Ortsumfahrung „wichtig und hilfreich“ sein, sagt er. Zu beachten sei aber auch, dass der normale Personenverkehr das Innere der Städte belebe. Vor- und Nachteile seien abzuwägen, aber in der Summe sei das „etwas Notwendiges“. Der Verein Unternehmer für Rathenow werde sich jetzt im Vorstand und bei einer Mitgliederversammlung zur Ortsumgehung Premnitz einen Standpunkt erarbeiten. Nicht zu vergessen sei bei dieser Diskussion, betont Ulrich Opitz, dass die Rathenower Unternehmen auch eine verbesserte Verkehrsanbindung über die B 188 und B 5 bis nach Nauen brauchen.

Der Bundesverkehrswegeplan enthält rund 1000 Vorhaben zum Bau von Straßen, Schienen- und Wasserwegen. Die Phase der sechswöchigen Öffentlichkeitsbeteiligung geht jetzt zu Ende. Im Herbst soll der Bundestag den Plan beschließen.

Von Bernd Geske

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