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Rathenows Jugend sucht neues Zuhause

Jugendkultur Rathenows Jugend sucht neues Zuhause

Die Stadt braucht eine neue Sport- und Freizeitanlage, da sind sich Sozialarbeiter und Jugendliche einig. Nur wo diese stehen soll und darf, das ist die große Frage. Gemeinsam werden nun Ideen gesammelt und mögliche Objekte besichtigt. Dabei hat die Jugend ein nicht ganz unbekanntes Gelände im Visier.

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Bereits vor vier Jahren sammelte Matthias Bölle Ideen für die Errichtung eines Freizeitplatzes am Körgraben. Vielleicht klappt es ja dieses Mal.
 

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Ein halbes Jahr ist es her, das André Neidt, Mitarbeiter der Kreissportjugend Havelland, die Schlüssel für die Halle auf der Magazininsel abgab. Die Folgen spürt nicht nur Neidt, der für den Bereich Sportorientierte mobile Jugendarbeit zuständig ist. Auch Streetworkerin Kathrin Wittek oder Schulsozialarbeiter Matthias Bölle merken den Verlust der Halle. Es fehlt ein Treffpunkt für die Jugend, ein Ort, an dem sie ihren sportlichen Hobbys nachgehen können oder einfach nur gemeinsam Zeit verbringen.

Nun steht Rathenows Jugend wieder ohne zentralen Anlaufpunkt da. Keine Möglichkeit sich legal auszutoben, abzuhängen, zu spielen oder kreativ zu sein. Es fehlt ein zentraler Treffpunkt für junge Menschen. Die fahren nun mit ihren Skateboards, Scootern oder Fahrrädern durch die Innenstadt, nutzen Treppen und Geländer als Rampen und ernten dafür nicht selten böse Blick und Kopf schütteln. Wer weniger aktiv ist, verbringt die Nachmittage auf öffentlichen Plätzen. Auch das kommt nicht gut an.

Reitplatz wieder im Gespräch

Weil sich die Rathenower Jugend nach der Schließung der „Halle“ nach einer neuen Sport- und Freizeitanlage sehnt, berief André Neidt in dieser Woche ein Treffen ein. Dabei ging es in erster Linie darum, Ideen zu sammeln. Etwa 20 Gäste waren der Einladung gefolgt, darunter vor allem Jugendliche, aber auch Jugendarbeiter und ein Lehrer. Diskutiert wurden unter anderem folgende Fragen: Welche Plätze kommen in Betracht? Was soll die neue Anlage bieten? Und für wen ist sie gedacht?

Ganz hoch im Kurs stand in der Diskussion um einen neuen Standort der ehemalige Reitplatz am Körgraben, den Jugendliche schon 2012 zu einem Freizeitplatz ausbauen wollten. Die Stadt nahm die Idee damals positiv auf, war sogar bereit das rund 12 000 Quadratmeter große Areal kostenlos zur Verfügung zu stellen. Am Ende scheiterte es an bürokratischen Hürden. „Wenn wir diesen Platz wollen, müssen wir einen genauen Plan für die gesamte Fläche erstellen. Dafür brauchen wir die Unterstützung eines Bauzeichners. Anschließend muss der Bebauungsplan durch viele Instanzen, was langwierig sein kann“, wies Matthias Bölle auf mögliche Schwierigkeiten hin.

Jetzt werden mögliche Objekte besichtigt

Auch im Gespräch waren die alte Brauerei, das alte Betonwerk und die ehemalige Go-Kartbahn. Vorteil dieser Standorte: sie sind bereits bebaut. Es müsse aber nicht unbedingt eine Halle sein, waren sich alle einig. Eine Überdachung käme als Alternative in Frage. André Neidt will sich nun gemeinsam mit weiteren Mitstreitern verschiedene Objekte anschauen und auf Machbarkeit prüfen. In einem nächsten Treff soll dann die weitere Planung vorangetrieben werden. Geht es nach Neidt erfolgt noch in diesem Jahr der erste Spatenstich. „Die Kreissportjugend Havelland setzt alles daran, den Wunsch nach einer neuen Sport- und Freizeitanlage umzusetzen.“

Von Christin Schmidt

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