Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Rathenows Jugend will „Laut und Bunt“ retten
Lokales Havelland Rathenows Jugend will „Laut und Bunt“ retten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:15 11.02.2017
Julian, Jenny, Malin, Gavin und Marcel gehören zum elfköpfigen Organisationsteam des Laut und Bunt Festivals. Quelle: Christin Schmidt
Anzeige
Rathenow

Seit mittlerweile zehn Jahren hat Rathenows Jugend ein eigenes Festival. Dessen Name – „Laut und Bunt“ – steht für Toleranz, Weltoffenheit und Vielfältigkeit. Dass das Festival längst über die Grenzen des Havellandes hinaus bekannt ist, beweisen die Bewerbungen von Bands aus verschiedenen Teilen des Landes, die derzeit beim neu gegründeten Organisationsteam eintrudeln. Auch Bands aus der Region wollen auf dem Rathenower Festival spielen. Allerdings wissen die jungen Organisatoren derzeit nicht, wie sie die Veranstaltung finanzieren sollen.

„Wir sind gerade intensiv auf der Suche nach Sponsoren, leider bisher nicht sehr erfolgreich“, erzählt Marcel Jaedecke. Er gehört zum elfköpfigen Team, dass sich in den letzten Monaten zusammengefunden hat. „Nachdem das alte ,Laut und Bunt’-Team vergangenen Sommer verkündete, die Verantwortung abgeben zu wollen weil sie inzwischen alle nicht mehr in Rathenow leben, hatten wir beschlossen zu übernehmen. Wir wollen das Festival unbedingt erhalten. Leider haben wir durch unsere Unerfahrenheit schon einiges an Zeit verloren“, so Jaedecke.

Regionale Bands und freier Eintritt

Das Konzept für die Veranstaltung steht inzwischen. Marcel Jaedecke und seine Mitstreiter haben sich entschlossen an Altbewährtem festzuhalten und den Charakter des Festivals nicht zu verändern. „Laut und Bunt“ soll weiterhin eine Veranstaltung mit politischem Charakter von jungen Menschen für junge Menschen sein. „Gern können sich die Jugendorganisationen der etablierten demokratischen Parteien auf dem Festival präsentieren, auch Vereine und Institutionen sind eingeladen dabei zu sein“, so Jaedecke. Zudem soll die Bundestagswahl ein Thema sein.

Auf Eintrittsgelder will die Gruppe ebenfalls verzichten, so dass jeder teilnehmen kann. Eine kleine Veränderung wird es aber in Sachen Bühnenprogramm geben. Das Team will den Fokus in diesem Jahr noch stärker auf Bands aus der Region legen. Nach dem Motto „Support your local heros“ – „Unterstütze deine lokalen Helden“ – werden in erster Linie Bands aus dem Havelland spielen.

Die Stadt will das Festival unterstützen

Der Termin für die neunte Auflage des Festival steht auch. Laut Marcel Jaedecke hat die Geschäftsführung des Optikparks bereits den 22. Juli für die Veranstaltung geblockt. Nun liegt es an Rathenows Jugend die nötigen Sponsoren und Fördermittelgeber zu überzeugen und die entsprechenden Anträge zu schreiben. Etwa 6000 Euro sind nötig, um die neunte Auflage zu realisieren. Im vergangenen Jahr hatte unter anderem die Stadt Rathenow das Festival mit 2500 Euro aus dem Topf für den Bereich Jugend-, Kultur- und Sportinitiativen unterstützt. „Aus unserer Sicht ist das ein wichtiges Festival für die Stadt und wir sind gern bereit auch in diesem Jahr nach Fördermöglichkeiten zu schauen“, bekräftigte Rathenows Stadtsprecher Jörg Zietemann auf MAZ-Anfrage.

In Aussicht stehen außerdem Mittel aus dem lokalen Aktions-Fonds der Partnerschaft für Demokratie Westhavelland und Nauen. Wie dessen Koordinator Mike Stampehl bestätigte, würde das Festival durchaus zu den Förderzielen der Partnerschaft passen. Nun gilt es die Mittel zu beantragen und Unternehmen mit ins Boot zu holen.

Einen guten Grund die Veranstaltung zu unterstützen, kennt Marcel Jaedecke: „Viele Jugendliche wünschen sich, dass ,Laut und Bunt’ weiterhin stattfindet, denn es gibt schon jetzt nur wenige Veranstaltungen für junge Leute in Rathenow.“

Von Christin Schmidt

In diesen Tagen kann man die manchmal nach hunderten Tieren zählenden Chöre in der Landschaft wieder hören. Singschwäne aus Osteuropa sind als Wintergäste im Westhavelland zu Besuch und singen selbst bei Eis und Schnee stundenlang aus vollem Hals. Das sind die Vorboten ihres Balzverhaltens. Ende Februar fliegen sie wieder in ihre Brutgebiete ab.

17.04.2018

Seit 2014 koordiniert der Humanistische Freidenkerbund Havelland die Jugendarbeit in der Gemeinde Wustermark. Vor allem den Wustermarker Jugendklub besuchen viele junge Leute. Ein Renner sind die „Aktivnächte“, wo über ein vorher ausgewähltes Thema diskutiert wird.

10.02.2017
Havelland Ekelvorwürfe im Schwimmbad - Viele Rathenower sind nicht ganz sauber

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, sich vor dem Sprung ins Becken gründlich zu duschen. Doch in der Rathenower Schwimmhalle missachten immer mehr Menschen diese Regel. Abgesehen davon, dass das unhygienisch ist, werden dadurch auch noch die Energiekosten für den Hallenbetreiber in die Höhe getrieben.

10.02.2017
Anzeige