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Rathenows Jugend will aufklären

Jugendinitiative Rathenows Jugend will aufklären

Auf der einen Seite stehen Menschen, die Flüchtlinge willkommen heißen, auf der anderen Seite rufen Anhänger des asylkritischen Bürgerbündnisses Havelland „Wir sind das Volk“ und fordern Neuwahlen. Angesichts dieser offenkundigen Spaltung seiner Stadt, will der 25-jährige Maximilian Vogt mit einer eigenen Initiative zu einem neuen Miteinander beitragen.

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Maximilian Vogt hat die „Jugendinitiative Rathenow“ ins Leben gerufen.

Quelle: Foto: Ch. Schmidt

Rathenow. Seit mehreren Wochen macht das asylkritische Bürgerbündnis Havelland in Rathenow mobil und lockt mehrere hundert Menschen zu seinen Veranstaltungen. Darauf reagiert das Aktionsbündnis „Rathenow zeigt Flagge“ mit Veranstaltungen, die für Toleranz und ein friedliches Miteinander werben. Angesichts dieser offenkundigen Spaltung seiner Stadt, macht sich der 25-jährige Maximilian Vogt Sorgen.

Er ist Mitglied im Kinder- und Jugendparlament und hatte sich bisher für das Aktionsbündnis engagiert. Nun hat Maximilian Vogt seine eigene Initiative gegründet, die den Weg zu einem Dialog bereiten könnte. „Ich dachte mir, der Politik glaubt kaum noch jemand, vielleicht haben die Menschen ja mehr Vertrauen in die Jugend“, so Vogt.

Antworten auf alle Fragen finden

Mit der „Jugendinitiative Rathenow“ will er gemeinsam mit weiteren jungen Menschen zur Aufklärung von Gerüchten beitragen und Fragen aller Bürger zur Flüchtlingsthematik beantworten. „Wir sind noch eine kleine Gruppe ehrenamtlicher Jugendlicher, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, möglichst zeitnah Fragen, die die Menschen gerade bewegen zu beantworten. Außerdem wollen wir die verschiedenen Gerüchte, die derzeit kursieren, aufzuklären“, so der junge Mann.

Die Gerüchte seien auch ausschlaggebend für die Gründung der Initiative gewesen. Wichtig sei, dass persönliche Meinungen zur aktuellen Situation in der Stadt, keinen Einfluss auf die Berichterstattung haben. „Wir werden versuchen, auf alle Fragen, die an uns gerichtet werden, eine Antwort zu finden. Dazu werden wir stets die Quellen unserer Recherche angeben, so kann jeder selbst nachfragen, falls Zweifel an der Wahrheit bestehen sollten.“

Das erste Gerücht ist aufgeklärt

Sowohl das Bürgerbündnis, als auch das Aktionsbündnis will Vogt mit seiner Initiative kritisch beleuchten. Zum Beispiel stellt er die Frage, warum das Aktionsbündnis das Motto „Mit Herz statt Hetze“ gewählt hat. Vom Bürgerbündnis möchte er wissen, warum dessen Mitglieder gegen die Islamisierung des Abendlandes sind und nicht für etwas stehen.

Das erste Gerücht, dass Vogt aufklären möchte: Angeblich habe der Bürgermeister angeordnet, Mitarbeiter der Stadtverwaltung müssen an den Veranstaltungen des Aktionsbündnisses teilnehmen. „Ich war bei der Organisation der Veranstaltung dabei. Mitarbeiter der Stadt haben sich auf Nachfrage des Bürgermeisters freiwillig gemeldet und die Betreuung des Getränkestandes übernommen“, erklärt Vogt.

Um möglichst effizient arbeiten zu können, sucht der 25-Järhige noch Mitstreiter, die sich auf die Suche nach Antworten begeben und Interviews mit Stadtverordneten, Politikern, Zeitzeugen und Bürgern führen. Vogt hofft auf rege Anteilnahme an seinem Projekt und vor allem wünscht er sich, dass alle respektvoll miteinander umgehen. Auf www.facebook.com/JugendinitiativeRathenow und über die E-Mailadresse jugend.rathenow@aol.com kann jeder, Fragen an die Jugendlichen stellen.

Von Christin Schmidt

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