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Reaktionen auf die Landratswahl im Havelland

Stichwahl in zwei Wochen Reaktionen auf die Landratswahl im Havelland

Die Kandidaten von CDU und SPD haben die erste Runde der Landratswahlen im Havelland für sich entschieden. Da jedoch niemand mehr als 50 Prozent der Stimmen erreichte, müssen Roger Lewandowski (CDU) und Martin Gorholt (SPD) am 24. April in die Stichwahl. Das Ergebnis ruft verschiedene Reaktionen hervor. Eine Übersicht.

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Ab 18 Uhr sind im Havelland die Stimmen ausgezählt worden.

Quelle: Philip Häfner

Havelland. Gegen 19 Uhr kam Roger Lewandowski (CDU) noch einmal kurzzeitig ins Schwitzen. Das hatte jedoch eher mit der gut gewürzten Chili Con Carne zu tun, die bei der CDU-Wahlparty in einem Nauener Steakhaus aufgetischt wurde, und weniger mit den Ergebnissen der Landratswahl, die nach und nach eintrudelten. Zu diesem Zeitpunkt lag Lewandowski bereits deutlich in Führung vor seinem ärgsten Kontrahenten Martin Gorholt (SPD).

Roger Lewandowski freut sich über seinen Wahlerfolg

Roger Lewandowski freut sich über seinen Wahlerfolg

Quelle: Häfner

Eine Dreiviertelstunde später stand das vorläufige amtliche Endergebnis fest: Lewandowski erhielt gut 30 Prozent der Stimmen, Gorholt rund 27 Prozent. In zwei Wochen, am 24. April, werden diese beiden Männer in der Stichwahl gegeneinander antreten. „Wir haben einen sehr engagierten Wahlkampf gemacht. Dass wir jetzt fast 3,5 Prozent vorne liegen, ist ein tolles Ergebnis“, sagte Lewandowski. „Jetzt müssen wir die Ärmel hochkrempeln und die nächsten 14 Tage noch einmal ackern.“

– So lief der Wahlabend im Havelland – der MAZ-Ticker.

Schon früh die Becker-Faust geballt

Als Lewandowski gegen halb sieben erstmals in Führung gegangen war, hatte der 51-Jährige zunächst noch verstohlen die Becker-Faust geballt. Später kannte der Jubel bei der CDU keine Grenzen. Michael Koch, der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, sagte: „Wir haben den richtigen Kandidaten gehabt. Es hat sich gezeigt, dass sich Erfahrung eben doch auszahlt.“ Roger Lewandowski war bereits elf Jahre Vize-Landrat.

Martin Gorholt (SPD) mit seiner Frau Birgit

Martin Gorholt (SPD) mit seiner Frau Birgit.

Quelle: Bernd Geske

Der unterlegene Martin Gorholt war nicht zufrieden mit seinem Ergebnis. „Ich hätte mir gewünscht, dass der Abstand zwischen Roger Lewandowski und mir etwas knapper ist“, sagte er. Er sehe für sich aber noch Chancen im zweiten Wahlgang. „Man muss jetzt mal schauen, wohin die Stimmen der Kandidaten gehen, die nicht in der Stichwahl sind.“

AfD-Überraschung bleibt aus

Die ganz große Überraschung bezüglich des Abschneidens der AfD ist derweil ausgeblieben. Trotzdem gab es Jubel am Abend in der AfD-Zentrale in der Potsdamer Straße in Falkensee. „Wir haben Zeichen gesetzt und sind zum Sprachrohr vieler Havelländer geworden“, resümierte ein zufriedener AfD-Kandidat Kai Gersch. Man sei jetzt die drittstärkste Kraft und das als Neuling.“ Gersch freute sich über das Gesamtergebnis und darüber, dass er in Nauen hinter dem SPD-Kandidaten sogar auf dem zweiten Platz landete. „Ich möchte nochmals betonen, dass wir mit der NPD nichts zu tun haben. Wir stehen für eine demokratische Grundordnung und verurteilen solche Anschläge wie die Turnhalle in Nauen aufs Schärfste“, so Gersch.

Grüne glauben an taktische Wahl

Freude herrschte auch bei den Grünen, die mit knapp sieben Prozent auf dem fünften Platz landeten. „Wir wollten grüne Themen in die Öffentlichkeit bringen, das ist uns gelungen“, sagte die grüne Landratskandidatin Petra Budke. Sie glaubt, dass viele taktisch gewählt haben, um ein besseres Ergebnis der AfD zu verhindern.

Ob es ein Fehler war, sich nicht mit den Linken auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt zu haben, verneinte sie. Das allerdings sieht Linke-Kandidat Harald Petzold ganz anders, obwohl im Linke-Begegnungszentrum in der Bahnhofstraße in Falkensee von mieser Stimmung nicht die Rede sein konnte. „Gehofft habe ich natürlich auf die Stichwahl. Mit den Grünen zusammen, wären wir stärker gewesen. Aber das zweistellige Ergebnis ist in Ordnung.“

Zu möglichen Wahlempfehlungen für die Stichwahl am 24. April wollte sich am Sonntagabend noch keiner der Unterlegenen äußern.

Von Philip Häfner und Jens Wegener

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