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Havelland Reichlich Zuwachs für die Feuerwehr
Lokales Havelland Reichlich Zuwachs für die Feuerwehr
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16:38 06.03.2018
Marco Robitzsch (l.) überreichte auch Dirk Müller und Anna Böttcher die Aufnahmeurkunde. Sie sind jetzt Feuerwehr-Anwärter. Quelle: Julian Stähle
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Brieselang

So manche Feuerwehr wird neidisch auf die Brieselanger Wehr schauen. Denn dort ist es gelungen, seit Mai zwölf neue Kameraden für die aktive Einsatzabteilung zu gewinnen. Am Freitag wurden sie im Rahmen eines kleinen Festaktes am Gerätehaus offiziell aufgenommen.

Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) sprach von einem „Ereignis, das in der Geschichte der Brieselanger Wehr seinesgleichen sucht“. Möglich wurde dies durch aktive Werbung per Plakat in Läden sowie im Amtsblatt. Aber auch die Mund-zu-Mund-Propaganda spielte eine große Rolle, wie Gemeindewehrführer Marco Robitzsch weiß. „Die Kameraden haben Werbung im Bekanntenkreis gemacht.“ Mit den beiden weiteren Feuerwehrleuten, die aus der Jugendfeuerwehr zu den „Großen“ gestoßen sind, gibt es jetzt in Brieselang und Bredow 67 aktive Kameraden.

Zu denen, die jetzt auch mit dabei sind, gehört Anna Böttcher, die bereits als Soldatin tätig war. „Nach der Dienstzeit hatte mir die Kameradschaft gefehlt. Die finde ich hier. Eigentlich wollte ich zur Berufsfeuerwehr gehen. In die Brieselanger Wehr reinzuschnuppern war die beste Entscheidung. Ich konnte nicht nur neue Eindrücke sammeln, sondern auch neue Freunde fürs Leben finden. Außerdem möchte ich Menschenleben retten“, begründet die 22-Jährige ihr Engagement. Dirk Müllers Interesse für die Wehr wurde in Gesprächen mit Feuerwehrleuten geweckt: „Ich bin jemand, der packt gerne mit an. Jetzt sind die Kinder größer, da habe ich etwas mehr Zeit. Sonst wäre ich schon früher zur Feuerwehr gegangen. Ich wurde gut aufgenommen.“

Freuen sich über das neue Tanklöschfahrzeug (v.l.): Marcel Bauszus, Nico Schneider und Jens Witte. Quelle: Julian Stähle

Aber es gab am Freitag noch einen weiteren Anlass zum Feiern, denn im Gerätehaus steht jetzt ein nagelneues Tanklöschfahrzeug. Rund 280 000 Euro hat die Gemeinde sich das Auto kosten lassen. Es hat 5000 Liter Wasser an Bord und 500 Liter Schaummittel. „Außerdem verfügt es über eine umfangreiche Ausstattung“ sagt Marco Robitzsch. Dazu gehören unter anderem Langzeitpressluftatmer, Wärmebildkamera, Hochdrucklüfter und Schaumwerfer auf dem Dach.

Der Neuzugang ersetzt das alte Fahrzeug von 1994. „Es hat keine Sicherheitseinrichtungen wie etwa ABS“, sagt Robitzsch. Zudem verfügte das Auto nur über 40 Liter Schaumbildner, was gerade einmal für einen Pkw-Brand gereicht hat. Zuletzt verschlang es immer mehr Geld für Reparaturen, mehrere tausend Euro im Jahr. „In den vergangenen vier Wochen fuhr es gar nicht mehr, sprang nicht mehr an, verlor Wasser. Es hat wohl gemerkt, dass es ausgemustert wird“, schmunzelte Robitzsch. Ansonsten habe es aber immer gute Dienste geleistet.

Robitzsch ist froh, dass die Gemeinde so viel Geld locker gemacht hat. Doch damit ist es noch lange nicht vorbei. Zwei weitere neue Fahrzeuge im Gesamtwert von 380 000 Euro sollen bald ebenfalls in Dienst gestellt werden. In zwei Monaten kommt ein Mannschaftstransportwagen, den die Einsatzkräfte, aber auch die Jugendfeuerwehr nutzen werden. Und ein Löschgruppenfahrzeug, das ursprünglich schon 2015 auf dem Hof stehen sollte, ist für Ende 2016/Anfang 2017 angekündigt, ersetzt das jetzige Auto von 1992.

Von Andreas Kaatz

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