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Reiten nur noch mit Marke

Plaketten für die Döberitzer Heide Reiten nur noch mit Marke

Bislang übernahm der Natur- und Tourismusverein Döberitzer Heide die Instandhaltung der Reitwege in der Döberitzer Heide ehrenamtlich. Ab Januar muss jeder, der die Heide zu Pferd erkunden will, eine Reitmarke der Sielmann-Stiftung für 30 Euro Jahresgebühr kaufen. Mit den Einnahmen kann der Verein seine Kosten decken.

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Brigitte Block vom Natur- und Tourismusverein.

Quelle: Laura Sander

Dallgow-Döberitz. Herrliche Galoppstrecken, naturbelassene Wege und eine vielseitige Landschaft – die Döberitzer Heide ist beliebt bei vielen Freizeitreitern und wird gerne für ausgedehnte Ausritte genutzt. Damit die Wege frei von Hindernissen, wie umgeknickten Ästen oder Bäumen, bleiben, muss die Strecke regelmäßig kontrolliert und beräumt werden. Hinweisschilder müssen ausgetauscht und die Reitstrecken von Wanderwegen und Forstflächen abgetrennt werden. Bislang erledigte das der Natur- und Tourismusverein Döberitzer Heide ehrenamtlich. In ihrer Freizeit und mit privaten Fahrzeugen kümmerten sich die zehn Mitglieder um die Wege, die sie auch selbst regelmäßig nutzen. „Ich reite etwa drei Mal in der Woche aus, wenn das Wetter mitspielt. Vor allem wenn der Ginster blüht ist es einfach herrlich“, so Brigitte Block vom Vorstand. Auch in Zukunft ist der Verein für die Wege verantwortlich, erhält dabei jedoch finanzielle Unterstützung.

Ab Januar muss jeder, der die Heide zu Pferd erkunden will, eine Reitmarke der Sielmann-Stiftung für 30 Euro Jahresgebühr kaufen und sichtbar am Zaumzeug seines Tieres anbringen. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Marken stellt die Stiftung dann dem Tourismusverein zur Verfügung. „50 bis 100 Marken müssten verkauft werden, um unsere Kosten zu decken. Wir vertrauen auf die Ehrlichkeit der Reiter“, sagt Block, die froh ist, dass ihr bislang ehrenamtliches Engagement nun auch rechtlich abgesichert ist. Die Unterzeichnung des Nutzungsvertrags mit der Sielmann-Stiftung fand im Oktober statt.

Ab sofort können die Reitmarken beim Natur- und Tourismusvereins angefordert werden. „Reiterhöfe können die Marken gesammelt bei uns bestellen und wir bringen sie dann vorbei“, informiert Brigitte Block. 16 Reiterhöfe und etwa 500 Pferde gebe es in der Region und die Tendenz sei steigend, weiß Blocks Vereinskollegin Elke Groß-Picker. „Bei der Infoveranstaltung im November waren allein 20 Interessierte und die ersten Anfragen von Reitern hat es auch schon gegeben“, so Block. Gezielte Kontrollen der Reitmarken, ähnlich einer Mausefalle, wird es wohl nicht geben. „Die Mitarbeiter der Döberitzer Heide werden jedoch verstärkt auf Reiter achten und gegebenenfalls Verwarnungen aussprechen. Sollte ein Reiter häufiger ohne Marke erwischt werden, droht ihm ein Bußgeld“, so Brigitte Block.

Rund zwölf Kilometer Reitwege stehen in der Döberitzer Heide derzeit ganzjährig zur Verfügung. Der jüngste Abschnitt von Dallgow nach Rohrbeck wurde erst vor zwei Jahren eröffnet. Davon die ausgeschilderten Wege zu verlassen oder alleine auszureiten, wird abgeraten. „Die Gefahr ist groß, dass abseits der Strecke etwas passiert“, weiß Block. „Einmal ist es schon vorgekommen, dass ein Reiter den Weg verlassen hat, sein Pferd im Boden stecken geblieben und aus eigener Kraft nicht mehr herausgekommen ist. Es wurde zwar befreit, musste jedoch später eingeschläfert werden.“ Wildwechsel in der naturbelassenen Heide und eventuelle Überbleibsel aus Militärzeiten sind für Reiter fernab der Wege zusätzliche Risiken.

Von Laura Sander

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