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Havelland Reiter schlagen eigene Pferde-Spur im Wald vor
Lokales Havelland Reiter schlagen eigene Pferde-Spur im Wald vor
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18:30 18.03.2016
Pferde und ihre Hinterlassenschaften sind in Schönwalde seit längerem ein Streitthema. Quelle: Tanja M. Marotzke
Schönwalde-Glien

Gleich zu Anfang gab es die erste Enttäuschung. „Da wollen wir über Pferde sprechen und die Beteiligten kommen alle mit dem Auto“, bemerkte einer der Anwesenden beim Ortstermin in Schönwalde-Dorf. Zu dem hatten der Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt und der Landesverband Pferdesport Berlin-Brandenburg eingeladen hatten, um zwischen Reitern und verärgerten Anwohnern zu schlichten und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.

Vor allem im Dorf sind die Pferdesportler einigen Bürgern ein Dorn im Auge; sie klagen über zerrittene Waldwege und mangelnde Rücksichtnahme. Die Reiter wiederum sind empört über die Idee der Gemeinde eine Pferdesteuer einzuführen, die aus ihrer Sicht der falsche Weg ist, um die Konflikte zu lösen – auch weil eine solche Entscheidung die örtliche Wirtschaft schwächen würde. „Wer glaubt, das Problem mit der Einführung einer Pferdesteuer in den Griff zu bekommen, der irrt“, meint Norbert Westdickenberg vom Gestüt Krämerwald in Wansdorf. „Jetzt müssen konkrete Vorschläge her, damit wir wieder zu einem vertrauensvollen Miteinander gelangen.“

Erste Ideen liegen bereits vor. Beispielsweise könnte es bald farbige Markierungen und Nummern an den Pferden geben, um unvernünftige Reiter in Zukunft schneller identifizieren zu können. In Schönwaldes Nachbargemeinde Bötzow wird es bereits seit längerem so gehandhabt.

Ein großes Problem bleibt der Zustand der Wege in den Schönwalder Wäldern. Früher habe man dort sogar freihändig radeln können, so ein Anwohner – mittlerweile ist der Boden durch die Pferde jedoch vielerorts derart malträtiert worden, dass selbst spazieren gehen keine Freude ist. Die Hufe würden das Bodengefüge noch stärker auflockern als schwere Maschinen, erklärte Revierförster Christoph Holstein.

Sperren kann man die Wege für Reiter allerdings nicht – das verbietet das Brandenburger Waldgesetz. Erwogen wird stattdessen nun das Aufstellen von Hinweisschildern, um die Pferdebesitzer dazu zu bringen, nur noch in der Mitte des Weges zu reiten. Christoph Holstein hat signalisiert, dass das Berliner Landesforstamt, dem der betreffende Wald gehört, eine solche Lösung wohl genehmigen würde. Allerdings müsste auch der Landesbetrieb Forst Brandenburg damit einverstanden sein.

Förster Christoph Holstein brachte aber noch eine andere Möglichkeit ins Gespräch: intelligente Reiterlenkung. „Man könnte auf einigen Wegen einen Untergrund verwenden, den Pferde nicht mögen“, sagt er. Eine solche Maßnahme sei jedoch mit hohen Kosten verbunden. Mit den Einnahmen einer möglichen Pferdesteuer könnten die Berliner Forsten sie nicht finanzieren – diese würden an die Gemeinde fließen. Für die Instandsetzung der Wege ist aber der jeweilige Waldbesitzer verantwortlich.

Von der Gemeinde war niemand erschienen. Es habe jedoch im Vorfeld bereits erste Gespräche gegeben, so Martina Schünemann, Vizepräsidentin des Pferdesportverbands. Zunächst wollen sich nun die Reiter noch einmal zusammensetzen, um bald konkrete Vorschläge zu unterbreiten. „Wir brauchen einen Modus Vivendi“, sagte Ingeborg Schwenger-Holst vom Schlossgut Schönwalde. Eine für beide Seite akzeptable Lösung.

Von Philip Häfner

Gabriele Vogel in Garlitz sammelt seit fast 30 Jahren Mokkatassen. Dabei trinkt sie selber gar keinen Mokka. Und noch auf etwas anderes legt sie Wert: Die Tassen müssen einige Kriterien erfüllen, damit sie bei ihr in die Vitrine kommen.

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