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Reitmarken werden Pflicht

Döberitzer Heide Reitmarken werden Pflicht

Ab Januar 2016 gilt die Reitmarkenpflicht in der Döberitzer Heide. Von den Einnahmen finanziert der Natur- und Tourismusverein Döberitzer Heide künftig die Pflege der Reitwege in der Heide.

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Während des Leonardiritts des Natur- und Tourismusvereins in der Heide im September 2014.

Quelle: Foto: Andreas Krüger

Dallgow-Döberitz. Wer ab Januar die Döberitzer Heide auf dem Rücken eines Pferdes erkunden will, muss vorher ein Reitmarke für 30 Euro Jahresgebühr kaufen. Diese muss sichtbar am Zaumzeug des Tieres angebracht werden. Außerdem gilt nach wie vor: „Die Reiter dürfen die ausgeschilderten Wege nicht verlassen und sie sind auf eigene Gefahr unterwegs“, erklärt Brigitte Block vom Vorstand des Natur- und Tourismusvereins Vereins Döberitzer Heide.

Gemeinsam mit der Vereinsvorsitzenden Jürgen Ruddies und dem Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung Michael Beier hat sie am Freitag in Dallgow einen Nutzungsvertrag für die Reitwege in der Heide unterzeichnet. „Das, was wir bisher ehrenamtlich getan haben, ist jetzt endlich rechtlich abgesichert worden“, so Block.

Der Natur- und Tourismusverein wird sich um die Pflege der naturbelassenen Wege kümmern. Dazu gehören das Mähern, das Ausschneiden von Ästen, das Beseitigen von umgeknickten Bäumen, die Reparatur oder den Austausch von Hinweisschildern sowie für Abgrenzungen zu den Wanderwegen oder zu umliegenden Forstflächen. Das dafür nötige Geld stellt die Sielmann Stiftung aus den Einnahmen mit den Reitmarken zur Verfügung. „Die Verhandlungen haben sich leider über zwei Jahre hingezogen, weil die Haftungsfragen und die Verkehrssicherungspflicht geklärt werden mussten. Wo genau die Reitmarken zu kaufen sein werden, legen wir noch fest“, sagte Michael Beier.

Zwölf Kilometer Reitwege stehen in der Döberitzer Heide derzeit zur Verfügung. Die sind ganzjährig nutzbar, weil die Oberfläche mit Schotter oder Rasen versehen ist. Vor zwei Jahren wurde mit dem Reitweg von Dallgow nach Rohrbeck der jüngste Abschnitt der Reitwegestrecke eröffnet.

„In der Region gibt es 16 Reiterhöfe und etwa 500 Pferde. Und diese zahlt steigt weiter an“, weiß Elke Groß-Picker von Natur- und Tourismusverein. Für den 27. November lädt der Verein zur Information für Reiterhöfe und Reiter über die einzuhaltenden Regeln in der Heide ein. Der genaue Ort und Zeitpunkt stehen noch nicht fest.

Derweil hat die Sielmann Stiftung bereits ein weiteres touristisches Projekt in der Döberitzer Heide im Blick, wie Michael Beier verriet. „Ähnlich wie in der Kyritz-Ruppiner Heide bereits praktiziert, wollen wir auch hier Kutschfahrten durch die Heide anbieten.“ Auf einem 13 Kilometer langen Kurs soll das erfolgen. Für Leute, die nicht lange laufen oder Radfahren können, sei es eine mögliche Alternative, die Schönheit der Landschaft zu erleben. „Allein während der gerade zu Ende gegangenen Heideblüte haben wir in der Kyritz-Ruppiner Heide 2500 Kutschentouristen gefahren. Mittlerweile sind dort vier Fuhr-Unternehmen aktiv. Warum soll das hier im Havelland nicht auch möglich sein“, sagt Beier. Ein entsprechender Antrag der Sielmann Stiftung liege bereits bei der Kreisverwaltung Havelland. Er werde derzeit geprüft.

Von Jens Wegener

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