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Havelland Rekord-Donut aus Ketzin
Lokales Havelland Rekord-Donut aus Ketzin
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00:44 23.08.2014
Lassen sich bejubeln: René Dost (r.) und Jumbo Schreiner sind stolz auf den Riesen-Donut. Quelle: Wolfgang Balzer
Ketzin

René Dost klappte den Zollstock auf und legte ihn quer über das Riesenteil, der Zollstock war zu kurz. Da griff Jumbo Schreiner ein, vom Fernsehsender Pro 7 bekannt mit seinen Tests verschiedener XXL-großer Speisen: Er schob das Messgerät weiter und landete bei genau 2,50 Metern bei einem Gewicht von rund 100 Kilogramm.

Ein Glückwunsch für den Rekordbäcker folgte, dessen Experiment fürs Fernsehen aufgezeichnet wurde. Schreiner und Dost kennen sich schon länger. „Mein Freund Jumbo hat mich angerufen und meinte, wir müssten wieder mal was gemeinsam machen“, erzählte der Ketziner Gastwirt. Einen Riesen-Donut zu backen erschien passend, da es die bevorzugte Speise der Zeichentrickfilmfigur Homer Simpson ist. Der Privatsender strahlt ab 1. September die 25. Staffel der US-amerikanischen Serie aus. Kurz zuvor soll die Ketziner Rekord-Backaktion gezeigt werden, hieß es.

Am Dienstag schien es lange nicht sicher, ob das Kunststück gelingt. Man hatte Teigklumpen, die jeweils mehrere Kilogramm wogen, nach und nach in Schichten aus- und übereinander gerollt. Plötzlich begann es zu tröpfeln. Regen ist aber Gift für den Hefeteig. Mit Tüchern zugedeckt wurde dem Gemisch dann erst mal Ruhe zum Gehen gelassen.

Dann wurde wieder ausgerollt, erst mit normalen Kuchenrollen, später mit einer folienumhüllten Eisenstange. Dost und Jumbo schafften sich, bis der Teig mit seinen mehr als zwei Metern Durchmesser endlich flach wie der Tisch und nach rund zwei Stunden reif für die Pfanne war. Darin schlierten knapp 100 Liter Frittierfett, aufgeheizt von acht Propankochern. Der Riesenkrapfen wurde hineingegeben.

Der Teig wollte immer wieder gerollt werden. Quelle: Wolfgang Balzer

Die Zuschauer mussten aus Sicherheitsgründen einige Meter zurücktreten. Der Teig blieb allerdings nicht so lange unten, wie er sollte. Acht kräftigen Männern gelang es nicht, die potenzielle Leckerei mit Hilfsmitteln unter der Oberfläche zu halten. Erst zehn Gehwegplatten mit je 30 Kilogramm lösten das Problem. „Es gibt heute auch frittierte Gehwegplatten zu verkosten“, frotzelte Jumbo Schreiner daraufhin.

Minuten Backzeit gab der Ketziner Bäckermeister René Reuter dem, was ein Donut werden sollte.

Zuvor hatte er dafür über Stunden 80 Kilogramm Mehl, 300 Eier, zwei Kilogramm Hefe, zwei Kilogramm Butter und sechs frische Vanilleschote mit zehn Litern Wasser vermengt, geknetet, ruhen lassen und wieder geknetet, bis die Masse reif zum Eintauchen in die Pfanne war. Die hatte drei Meter Durchmesser und diente vor einigen Jahren schon zum Pufferbacken für das Guinnessbuch der Rekorde. Schließlich wurde der Rekord-Donut aus dem brodelnden Fett gehoben. Als er endlich da lag – goldbraun, an die acht Zentimeter hoch und dem obligatorischen Loch in der Mitte – herrschte einen Moment andächtige Ruhe. Dann die Erlösung, Dost und Jumbo umarmten sich, die Umstehenden klatschten.

Das Gebäck

Donut ist eigentlich ein handtellergroßer amerikanischer Krapfen mit einem Loch in der Mitte.
Hergestellt wird der Donut aus einem speziellen Teig und in Fett ausgebacken.

Nach dem Ausbacken erhalten Donuts verschiedene Glasuren wie Schokoladenkuvertüre oder Glasuren aus einer Fett-Zucker-Mischung. Oft kommen noch bunte Streusel drauf.

Bevor verkostet wurde, rückten Helfer mit Eimern an. Schokoladenmasse, eine Zucker-Fett-Mischung und mehrere Kilogramm bunte Streusel und Smarties wurden auf dem Prachtstück verteilt. Zum Anschnitt hievte Jumbo Schreiner die kleine Mira (5) aus Potsdam auf den Tisch. „Und, schmeckt’s?“, fragte er. Eifriges Kopfnicken bei vollem Mund war die Antwort.

Nun durften auch alle anderen Zuschauer probieren, sie hatten dem Spektakel fast dreieinhalb Stunden zugesehen. Die Kostprobe fiel fast immer XXL aus. Vesper, Abendbrot und Frühstück in einem, frotzelte jemand. „Schmeckt ganz wunderbar“, urteilte Verkosterin Heike Leuchtenberger. „Auf jeden Fall lecker und groß, das Warten hat sich gelohnt“, fand Julia Neumann.

Von Wolfgang Balzer

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