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Relux nach Großbrand wieder auf vollen Touren

Industriepark Premnitz Relux nach Großbrand wieder auf vollen Touren

Nach einem Großbrand Ende Mai in der Firma Relux Recycling im Industriepark Premnitz, bei dem 200 Feuerwehrleute im Einsatz waren, stand der Betrieb still. Gerade einmal vier Monate später laufen dort die Anlagen wieder auf vollen Touren. In der vergangenen Woche ist letzte der drei Produktionslinien wieder angefahren worden.

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Diese Kunststoffaufbereitungsanlage ist neu und hat über eine Million Euro gekostet.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Ende Mai ist das Unternehmen Relux Recycling im Industriepark Premnitz von einer Katastrophe heimgesucht worden. In einer Produktions- und Lagerhalle brach ein Großbrand aus, bei dessen Bekämpfung 200 Feuerwehrleute zum Einsatz kamen. Erst nach mehreren Tagen war der Brand niedergerungen. Alle Anlagen standen still. Nur vier Monate später ist erfahren, dass bei Relux Recycling alle Produktionslinien wieder laufen. Die Versicherung ist eingetreten und hat einige Schäden bereits reguliert. Die beschädigten Anlagen sind repariert oder durch neue ersetzt worden.

Gesamtschaden bei mehreren Millionen Euro

Die genaue Höhe des Schadens sei noch nicht festgestellt, sagt Betriebsleiter Frank Spiwek. Die Zusammenstellung von reinen Sachschäden und Produktionsausfall sei noch nicht abgeschlossen. Sicher sei aber schon jetzt, dass der Gesamtbetrag mehrere Millionen Euro erreichen wird. Die Ursache des Feuers sei noch nicht ermittelt. Die Experten hätten aber bestätigt, dass die Brandschutzanlage der Firma vorschriftsmäßig funktioniert habe. Die Feuerwehrleute hätten hervorragende Arbeit geleistet und im Unternehmen sei man froh, dass Beschäftigte nicht zu Schaden gekommen seien.

Die Firma Relux Recycling spielt eine wichtige Rolle im Verbund mehrerer Unternehmen in ihrem Umfeld, weil sie diese mit Rohstoffen beliefert, die sie durch Aufbereitung von heizwertreichen Abfallbestandteilen gewinnt. Bereits nach zehn Tagen, berichtet Frank Spiwek, sei die Produktion wieder teilweise aufgenommen worden, um das Kraftwerk EEW Energy from Waste zu beliefern. Nur drei Tage später sei die zweite Linie wieder angefahren worden, mit der die Firma Vogt Plastic versorgt werde. Bei der dritten und letzten Produktionslinie habe in der vergangenen Woche das Anfahren begonnen. Das sei die Relux-eigene Kunststoffrecyclinglinie, die vom Brand am stärksten betroffen gewesen sei. Die Anlage selbst habe komplett neu geplant, gekauft und installiert werden müssen.

Gleiche Produktionsmengen wie vor dem Brand

Somit ist Relux Recycling jetzt wieder in der Lage, die gleichen Produktionsmengen wie vor dem Brand zu erreichen. Das sind bis zu 80.000 Tonnen Brennstoff im Jahr für EEW, bis zu 30.000 Tonnen Recyclingmaterial für Vogt Plastic und bis zu 20.000 Tonen für den eigenen Recyclingbereich. Während der ganzen Zeit habe es bei Relux keine Entlassungen und keine Kurzarbeit gegeben, berichtet Frank Spiwek. Die Zahl der Beschäftigten sei sogar um drei neue Mitarbeiter auf nunmehr insgesamt 34 erhöht worden. Für die Produktion würden noch Leute gesucht, sagt der Betriebsleiter. Der Großbrand sei ein einschneidendes Ereignis gewesen, schaut er zurück. Aber jetzt sei Relux Recycling auf der Zielgeraden und man könne zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Von Bernd Geske

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