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Renaturierungs-Kurs für Landschaftsführer

Strodehne Renaturierungs-Kurs für Landschaftsführer

Die untere Havel wird umgebaut, sie soll wieder in ihrem natürlich gewachsenen Bett fließen. An diesem Projekt, das der Nabu koordiniert steigt das Interesse. Die Natur- und Landschaftsführer aus der Region sollen nun Touren anbieten.

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Die Naturparkverwaltung Westhavelland organisierte für Natur- und Landschaftsführer auf dem Gahlberg bei Strodehne eine Weiterbildungsveranstaltung zur Vorstellung des Projekts Renaturierung Untere Havel.

Quelle: Norbert Stein

Strodehne. Die Untere Havel verändert ihr Gesicht. Sie wird auf einer Länge von 90 Kilometern renaturiert. Die Planungen und ersten Arbeiten haben vor einigen Jahren begonnen und werden noch bis 2025 andauern. Die Renaturierung soll der Havel im unteren Verlauf helfen, ihre Natürlichkeit und Naturvielfalt zurück zu erobern.

Altarme werden angeschlossen

Dafür werden 15 Altarme ertüchtigt, über 70 Deckwerke auf 29 Kilometer Länge beseitigt, einige Deiche beseitigt, Flutrinnen aktiviert und Auenwälder angelegt. Die ersten Teilprojekte sind bereits realisiert, wie zum Beispiel in Vehlgast der Anschluss der Dorfhavel an den Hauptfluss und auf der Insel Hühnemörder bei Gülpe. Der Nabu als Projektträger realisiert mit dem Gesamtvorhaben zwischen Qitzöbel und Pritzerbe das größte Flussrenaturierungsprojekt in Mitteleuropa.

Interesse wird immer größer

Das Vorhaben beflügelt zunehmend nationales und internationales Interesse. Bei Rocco Buchta, dem Leiter des Nabu-Instituts für Fluss- und Auenökologie, geben sich in- und ausländische Fachgruppen, Experten und weitere Besucher sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Das Nabu-Institut ist verantwortlich für die Renaturierung der Unteren Havel und verzeichnet auch in der Region ein zunehmendes Informationsinteresse der Menschen für das Vorhaben.

Ein wichtiger Termin

Die Havelrenaturierung wirkt sich auch auf eigene Weise auf den Naturtourismus aus. Das erfreuliche Interesse bereitet Rocco Buchta aber Probleme, weil das Nabu-Institut für Besucherführungen kein Personal hat. Deshalb war ihm auch ein Termin bei Fischer Wolfgang Schröder auf dem Gahlberg bei Strodehne wichtig.

Naturführer sollen übernehmen

Dorthin hatte die Naturparkverwaltung Westhavelland die regionalen Natur- und Landschaftsführer zu einer Weiterbildung eingeladen. Ihnen stellte Buchta das Renaturierungsvorhaben vor und zeigte anschließend bei einer Bootstour auf der Havel bereits realisierte Teilprojekte.

Bootstouren auf der Havel

Er ermutigte die Natur- und Landschaftsführer zukünftig gemeinsam mit touristischen Bootsanbietern solche Touren zu organisieren, um Besuchergruppen die Havelrenaturierung zu erläutern und zu zeigen. „Bootstouren von Strodehne nach Quitzöbel und von Strodehne nach Grütz bieten sich dafür an“, erklärte Buchta den Natur- und Landschaftsführern, weil in diesen Abschnitten schon erste Renaturierungsmaßnahmen gut zu sehen sind.

Naturpark bietet Unterstützung

Die Entscheidung, solche Führungen anzubieten, obliegt jeden Natur- und Landschaftsführer selbst. Die Naturparkverwaltung würde ihnen in der Startphase unterstützend zur Seite stehen. „Wir können zum Beispiel Kontakte mit Bootsanbietern knüpfen“, sagte die Leiterin der Naturparkverwaltung Ilona Langgemach bei der Weiterbildungsveranstaltung. Besuchergruppen, die sich beim Nabu-Institut melden, werden von Rocco Buchta oder von seinen Mitarbeitern an die Natur- und Landschaftsführer weitervermittelt.

Von Norbert Stein

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