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Havelland Repowering wird weiter heiß diskutiert
Lokales Havelland Repowering wird weiter heiß diskutiert
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07:30 21.06.2016
Windräder, die auf der Nauener Platte stehen. Quelle: Andreas Kaatz
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Nauen

Das geplante Repowering für den Windpark „Nauen I“ sorgt weiter für Diskussionen – in der Bevölkerung und bei Stadtverordneten. So stellte im jüngsten Bauausschuss Steffen Glagow (Frischer Wind) die Frage: „Was hat Nauen davon?“, bekam jedoch keine zufriedenstellende Antwort. Wie es seitens der Stadtverwaltung hieß, erhalte zwar das Land Brandenburg vom Investor eine Ausgleichszahlung für den Eingriff ins Landschaftsbild, nur eben nicht die Kommune. Auch die Fraktion LWN+Bauern will diese Frage erst geklärt haben, bevor sie der Erhöhung der Windkraftanlagen von maximal 150 auf 234 Meter in dem betreffenden Gebiet zwischen Markee und Neukammer zustimmt. „Wir halten uns deshalb noch zurück“, sagte Manuel Meger und enthielt sich der Stimme, als es um die Abwägungsbeschlüsse zur Änderung des B-Planes und des Flächennutzungsplanes ging. Die endgültige Entscheidung trifft die Stadtverordnetenversammlung.

Der Investor will im Windpark „Nauen I“ die 17 dort stehenden Windkraftanlagen gegen acht neue Anlagen ersetzen, die mit 234 Meter Gesamthöhe deutlich höher sind. Sowohl das Schattenwurf- als auch das Schallschutzgutachten sind in Arbeit und werden im Zuge des Genehmigungsverfahrens den Fachbehörden vorgelegt.

In einer ersten Runde hatten unter anderem die Bewohner der angrenzenden Orte Gelegenheit, Anregungen und Kritik zu äußern. So wurden Befürchtungen geäußert, dass die höheren Windkraftanlagen negativen Einfluss auf die Grundstückspreise in der Umgebung haben könnten. Zudem sieht man die zu erwartenden Lärmemissionen und den Schattenwurf der Rotorblätter kritisch. Der Landkreis weist außerdem darauf hin, dass auch die visuelle Wirkung auf den Baudenkmalbestand in der Umgebung, insbesondere auf die Altstadt Nauen, untersucht werden soll. So könnte etwa der Blick auf die Sankt-Jacobi-Kirche durch Rotorblätter im Hintergrund beeinträchtigt werden.

Die Stadtverwaltung sieht hierbei jedoch keine Gefahr. Hinsichtlich des Schallschutzes weist Gunther App vom Bauamt darauf hin, dass der von den Windkraftanlagen ausgehende Lärm in Neukammer und Markee laut Berechnungen um etwa fünf Dezibel zurück gehen soll, in Schwanebeck hingegen jedoch in etwa so hoch bleiben wird wie heute. Markees Ortsvorsteher Ralph Bluhm wies darauf hin, dass einige Dinge noch erklärungsbedürftig sind. So habe er festgestellt, dass die Werte zur Lärmvorbelastung der Gebiete jetzt als viel geringer dargestellt sind als noch 2004, „obwohl seither noch viele Windkraftanlagen hinzugekommen sind“. Seitens des Investors hieß es darauf jedoch, dass entscheidend sei, was man nach Errichtung der neuen Anlagen haben wird.

Wie Horst-Jürgen Gaßmann (Die Linke) meint, sollte man aber gar nicht erst damit anfangen, die Höhenbegrenzung von 150 auf 234 Meter zu verändern. „Sonst wird es anderen Investoren auch noch schmackhaft gemacht.“

Im Bauausschuss wurde aber auch deutlich, dass die Stadt die Windeignungsflächen im Flächennutzungsplan ohnehin an die im neuen Regional- und im Landesentwicklungsplan anpassen muss. Die Windeignungsflächen würden dabei sogar um 62 Prozent gegenüber heute reduziert. In den übrigen B-Plan-Gebieten wird es bei einer Höhenbegrenzung von 150 Meter bleiben. Für den Fall, dass ein Investor auch dort höhere Anlagen errichten will, müssten die Stadtverordneten jedes Mal eine Entscheidung dazu treffen. „Bei den Anlagen, die in Bereichen stehen, für die es keine B-Pläne gibt, bleibt es ebenfalls bei den 150 Metern“, sagte Gunther App.

Von Andreas Kaatz

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