Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Rettung für den Geschichtspark Falkensee
Lokales Havelland Rettung für den Geschichtspark Falkensee
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 18.10.2015
Staatssekretär Martin Gorholt (roter Schirm) und Bürgermeister Heiko Müller (blauer Schirm) besichtigten die Baracke. Quelle: Tanja M. Marotzke
Anzeige
Falkensee

Wenn es noch eines Beweis bedurft hätte, dass im Geschichtspark Falkensee etwas getan werden muss, dann lieferte ihn am Mittwoch der Wettergott. Es regnete in Strömen, als sich Falkensees Bürgermeister Heiko Müller mit Martin Gorholt (beide SPD), dem Staatssekretär im Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, sowie Vertretern des Falkenseer Museums vor Ort ein Bild von der Lage machte. Die Wände im Inneren waren feucht, an einigen Stellen tropfte es durch das marode Dach.

Seit Jahren wird überlegt, wie man das Gelände an der Hamburger Straße aufwerten kann – passiert ist bislang wenig. Das soll sich nun ändern. „Aber jetzt packen wir es wirklich an“, versprach Martin Gorholt. Falkensee war ein großes und bedeutendes Außenlager des Konzentrationslagers in Sachsenhausen, „da sollte das Wenige, was an authentischen Gebäuden noch vorhanden ist, auch erhalten bleiben“, so Gorholt.

Von den historischen Anlagen ist nur eine einzige Baracke noch vollständig erhalten, befindet sich aber in einem schlimmen Zustand. Vor allem das Dach bereitet Probleme. „Das ist ein ganz zentraler Aspekt“, sagte Bürgermeister Heiko Müller, der für die bevorstehende Sanierung um finanzielle Hilfen des Landes und des Bundes warb. „Es ist nicht bloß ein ein Baudenkmal, sondern auch ein politisches Denkmal. Da erwarte ich entsprechende Unterstützung.“

Verschiedene Varianten seien denkbar, so Müller. Man könnte die Baracke umzäunen und in ihrem jetzigen Zustand belassen, bis irgendwann das Dach von allein herunterfällt – als zwar maroder, aber dafür authentischer Erinnerungsort. Denkbar sei aber auch eine vollständige Sanierung, inklusive Dach, so dass das Gebäude perspektivisch als Ausstellungsort genutzt werden könnte. Diese Variante sei allerdings sehr aufwendig und entsprechend teuer, sagte der Bürgermeister. Die Verwaltung bevorzugt deshalb einen Mittelweg: eine Stabilisierung des jetzigen Gebäudes, so dass es zumindest von außen betrachtet werden kann. Das ist aktuell wegen der Absperrungen nicht möglich. „Der gesamte Park ist öffentlich zugänglich, deshalb haben wir ganz andere Anforderungen an die Sicherung“, sagte Müller.

„Wir werden das angehen“, sagte Martin Gorholt. Zum Termin und zur Höhe der Zuschüsse machte er keine Angaben. Für die Maßnahme gibt es bislang lediglich Kostenschätzungen, sie gehen von einem sechsstelligen Betrag aus, der für die Rettung der Baracke nötig sein wird. Allerdings ist es damit noch nicht getan: Heiko Müller forderte außerdem ein Begleitkonzept für den Geschichtspark, „um den Standort insgesamt erlebbarer zu machen.“ Bislang vermitteln Zeitzeugen dort ihre Erlebnisse. „Das wird aber bald nicht mehr möglich sein“, so Müller.

Von Philip Häfner

Havelland Ausstellung über Falkenseer Gärten entsteht - Mit Dahlien und Datschen

Villengärten, Nutzgärten, Datschengärten – die Gartenvielfalt in Falkensee ist im Laufe der Geschichte groß geworden. Zwei Falkenseer Frauen sammeln Material über das grüne Kapitel der Stadt und bereiten eine Ausstellung vor.

18.10.2015
Havelland Statue aus Elstal abtransportiert - Die Elstal-Löwin ist an einem geheimem Ort

Seit fast 80 Jahren stand die eiserne Löwin auf dem Gelände der Kasernen an der B 5 bei Elstal. Jetzt wurde sie aus Sicherheitsgründen und zum Schutz vor Vandalismus abtransportiert. Doch wo sie künftig in Ruhe leben kann, bleibt geheim.

14.10.2015
Havelland Mit verkaufsoffenem Sonntag und Tombola - Rathenower feiern 16. Weinfest

Auf dem Märkischen Platz und entlang der Berliner Straße wird am Sonntag, 18. Oktober, ab 13 Uhr das 16. Weinfest in Rathenow gefeiert. Den Fassanstich übernimmt traditionell Weingott Bacchus. Neben dem leckeren Wein können sich die Besucher auf ein musikalisches Programm und einen verkaufsoffenen Sonntag freuen.

14.10.2015
Anzeige