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Rettungshund findet Vermissten

Rathenow Rettungshund findet Vermissten

Für Rettungshund Laila war es das ganz normale Tagesgeschäft, für die anderen Beteiligten ging der 2. Januar aufregend zu Ende. Ein Demenzkranker wurde vermisst. Die Polizei forderte einen Rettungssuchhund aus Brandenburg an der Havel an – der nahm schnell Witterung auf.

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Rettungshund Laila – hier beim Training mit Hundeführer Andreas Jugel, spürte den Vermissten auf.

Quelle: Tobias Wagner

Rathenow. Streicheleinheiten und ein Leckerli hat sich Laila im neuen Jahr bereits verdient. Der Australian Shepard ist darauf ausgebildet, Vermisste zu finden. Und das meisterte Laila am Dienstag bei einer Suche nach einem Demenzkranken in Rathenow.

Alarm am Abend

Es war genau 18.20 Uhr, als die Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes Brandenburg an der Havel zur Vermisstensuche nach Rathenow gerufen wurde. Staffelleiter Andreas Jugel machte sich gemeinsam mit seiner Rettungshündin Laila und vier weiteren Helfern auf die Suche nach einem 78 jährigen Demenzkranken, der vermisst gemeldet worden war.

Im Seniorenheim

Der Vermisste war in einem Seniorenheim untergebracht. Das Pflegepersonal, so ließ Polizeisprecherin Juliane Mutschischik wissen, stellte am Dienstagvormittag fest, dass er verschwunden war. Daraufhin begann eine fieberhafte Suche. Denn der Mann war auf Medikamente und einen Rollstuhl angewiesen. Zunächst, so die Sprecherin der Polizei, habe man vor Ort und in der näheren Umgebung mit Polizeibeamten gesucht.

Fieberhafte Suche

Später wurden ein Hubschrauber und die Rettungshundestaffel herbeigeholt. Zunächst suchten Laila und ihr Begleiter im Stadtgebiet. Allerdings hatten sie hier keinen Erfolg und fanden den Vermissten nicht. Daraufhin entschieden sich die Helfer der Rettungshundestaffel dazu, sowohl den Außenbereich des Gebäudes, in dem er lebt, als auch das Gebäude selbst noch einmal zu durchsuchen.

Gute Entscheidung

Wie sich herausstellte, war das eine gute Entscheidung. Bereits 20 Minuten später wurde der Mann im Keller des Gebäudes gefunden. Die Helfer der Rettungshundestaffel – allesamt Sanitäter – kümmerten sich um die Versorgung des Mannes. Offenbar, so Juliane Mutschischik, war der Mann in dem Keller hingefallen und hatte sich dabei eine Platzwunde am Kopf zugezogen. Inzwischen war der Rettungsdienst verständigt, der den Mann in ein Krankenhaus brachte.

Starkes Team

Laila ist Teil eines starken Teams. Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes in Brandenburg an der Havel hat derzeit fünf Hunde im Einsatz. Zwei sind auf das so genannte „Mantrailing“ ausgebildet. Das Mantrailing ist ein Spezialgebiet des Rettungshundewesens. Hier folgt der Hund dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen anhand eines Geruchsträgers von der vermissten Person.

Intensive Ausbildung

Die anderen Rettungshunde sind für die Suche in der Fläche vorbereitet. Die Mitglieder der Hundestaffel arbeiten auch ehrenamtlich im Sanitätsdienst des Katastrophenschutzes mit. Das bedeutet für die Hundeführer, dass sie sich zeitaufwändigen Ausbildungs- und Trainingsprogrammen stellen müssen.

Das sind die anderen

Die Rettungshunde sind Eigentum des Rettungshundeführers, mit denen sie das Team bilden. Zu Laila gehören auch der Australian Shepard Neele und die beiden Labrador Retriever Balou und Crispy.

Nah vor Ort

Der DRK Kreisverband Brandenburg an der Havel wurde deshalb verständigt, weil diese Rettungshundeteams am schnellsten vor Ort in Rathenow sein konnten. Für Hund und Helfer endete der zweite Tag des neuen Jahre gut. Die vermisste Person war gefunden und am Leben.

Von Joachim Wilisch

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