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Retzower Arztpraxis ist endlich wieder besetzt

Havelland Retzower Arztpraxis ist endlich wieder besetzt

Seit Anfang April ist die Arztpraxis im Pessiner Weg in Retzow (Havelland) wieder besetzt. Matthias Redsch, angestellt bei der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe, praktiziert dort einmal in der Woche. Auch die Gemeinde begrüßt es, dass im Dorf wieder ein Allgemeinmediziner ansässig ist, nachdem der Vorgänger im Herbst aufgehört hatte.

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Bürgermeister Heinrich Stumpp (2.v.l.) im Gespräch mit Matthias Redsch und den Schwestern Viviane (l.) und Christiane.

Quelle: Andreas Kaatz

Retzow. „Jetzt muss ich früh immer aufpassen, dass ich auf dem Weg zur Arbeit richtig abbiege“, scherzte Matthias Redsch. Der Allgemeinmediziner fährt jetzt nämlich nicht mehr nur in die beiden Praxen nach Wachow und Groß Behnitz, sondern einmal in der Woche auch nach Retzow. Dort übernahm der bei den Havelland Kliniken angestellte Arzt Anfang April die seit Herbst verwaiste Praxis im Ärztehaus.

„Es ist schön, dass es geklappt hat“, sagt Redsch. „Ich habe auch schon viele bekannte Gesichter gesehen. Manche der Patienten, die nach Wachow kommen, wohnen hier in der Gegend“, sagt er. Aber es gebe auch viele andere, die froh sind, dass es hier wieder einen Arzt gibt. Wer ein Anliegen hat, muss aber nicht unbedingt jedes Mal warten, bis es wieder Mittwoch ist und Redsch nach Retzow kommt, sondern er kann auch die Sprechstunden in Wachow oder Groß Behnitz besuchen.

Am ersten Tag wurden Matthias Redsch und seine Schwestern Christiane Günther und Viviane Schneider mit einem Blumenstrauß von Retzows Bürgermeister Heinrich Stumpp begrüßt. „Ich bin froh, dass er es macht,“ sagt Stumpp bei einer erneuten Stippvisite.Er hatte sich dafür eingesetzt, dass die Arztpraxis wieder mit Leben erfüllt wird, nachdem der bisherige Allgemeinarzt Robby Jörg Zschoyan seine Tätigkeit dort beendet hat. „Viele Leute meinten damals, dass es sehr schade ist“, sagt er.

Das Interesse an einer Nachbesetzung war jedenfalls groß.„Beim Maifest am vergangenen Wochenende waren rund 300 Besucher gekommen und jeder Fünfte hat mich gefragt, ob der neue Arzt schon da ist“, erzählt Stumpp. Damit in der Gegend jeder weiß, dass die Praxis wieder besetzt ist, hatte der Bürgermeister in Nachbarorten Informationsmaterial ausgehangen.

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Seit 2010 arbeitet Matthias Redsch als Allgemeinmediziner in Wachow und Groß Behnitz.

Seine Sprechstunden sind folgende:

Retzow: Mi. 8 bis 11.30 Uhr, von 11.30 bis 12.30 Uhr Telefonsprechstunde;

Groß Behnitz: Mo. 15 bis 18 Uhr; Do. 8 bis 11.30 Uhr, 11.30 bis 12.30 Uhr Telefonsprechstunde.

Wachow: Mo./Di. 8 bis 11.30 Uhr, 11.30 bis 12.30 Uhr Telefonsprechstunde; Do. 15 bis 18 Uhr; Fr. 8 bis 11 Uhr, 11 bis 12 Uhr Telefonsprechstunde.

Dadurch, dass jetzt die Havelland Kliniken hinter der Praxis in Retzow stehen, hofft Heinrich Stumpp in Zukunft auf mehr Kontinuität. Das kann Praxiskoordinatorin Katarzyna Zerbe zusichern. „Dank der Unternehmensgruppe besteht die Möglichkeit, einen Vertretungsarzt nach Retzow zu schicken, wenn Dr. Redsch mal im Urlaub ist oder aber krank sein sollte“, sagt sie. Dann würde ein Kollege aus der Medizinischen Dienstleistungsgesellschaft (MDZ) bei den Sprechstunden für ihn einspringen.

Bevor Matthias Redsch in Retzow angefangen hat, mussten die Havelland Kliniken die Räume mit Möbeln und Technik ausstatten, so dass die Arbeitsbedingungen genauso gut sind wie in Groß Behnitz und Wachow. Die mobilen Geräte wie Lungenfunktionsgerät, Elektrokardiogramm (EKG) oder Langzeitblutdruckmessgeräte hat der Mediziner auch an seinem neuen Arbeitsort immer dabei. Nur die Tiefenwärmebestrahlung ist lediglich in Wachow möglich. In Retzow hat Redsch auch auf die elektronischen Patientenakten per Computer Zugriff.

„Von den Räumlichkeiten her ist es hier sehr praktisch“, lobt der Mediziner. Zudem sei das Haus dank des behindertengerechten Zugangs barrierefrei. Auch die gute Zusammenarbeit mit Physiotherapeutin Wencke Klimpel-Reibe im gleichen Haus klappe gut. „Sie ist sehr freundlich und offen“, sagt Redsch. Man helfe sich gegenseitig.

Dass der Arzt mit seinem Team beste Bedingungen hat, daran ist Heinrich Stumpp sehr interessiert. So organisierte er, dass demnächst Waschbecken installiert werden können. Schließlich wünschte er Redsch alles Gute. „Sollte was sein, dann meldet euch bei mir.“

Von Andreas Kaatz

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