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Reusendiebe schlagen immer wieder zu

Mit leisen Booten Reusendiebe schlagen immer wieder zu

Es ist nicht das erste Mal, dass Harald Troike bestohlen wurde. Der Fischer, der seinen Fang auf dem Rhin aus dem Wasser holt, beklagt den Verlust seiner kleineren Reusen. In den Jahren zuvor wurde sogar der Fisch aus den Reusen gestohlen. Troike hofft, dass die Langfinger nun bald von der Polizei gestellt werden.

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Fischer Harald Troike aus Kietz - ihm wurden Reusen im Wert von 6000 Euro gestohlen

Quelle: Norbert Stein

Kietz. Harald Troike kann seinen Ärger nicht verbergen. „Eine Sauerei ist das“, sagt der Fischer aus Kietz. Sechs Reusen wurden ihm gestohlen. Gestellt hatte er die Reusen zum Fischfang im unteren Rhin. Als er nun auf dem Flussabschnitt seinen Fang einholen wollte, waren die Reusen weg. „In der Nacht vom Sonntag zum Montag wurden die Reusen gestohlen“, erzählt der Fischer.

Viel Geld für einen kleinen Fischereibetrieb

Den Diebstahl hat er bei der Polizei angezeigt. Den Schaden beziffert er mit 6000 Euro. „Für einen Fischer ein großer Batzen Geld.“, sagt Troike. Anzeige erstattet habe er in der Hoffnung, dass die Diebe gestellt werden und er seine Reusen wiederbekommt. Vor allem möchte der Fischer aber, dass die Langfinger bestraft werden.

In der Nacht mit einem leisen Boot

Die Diebe seien in der Nacht in einem Boot mit leisem Elektromotor auf dem Rhin gewesen, vermutet der Fischer. Geklaut haben sie ihm acht Meter lange Reusen. Die 20 Meter langen und damit weitaus größeren Reusen haben sie stehen gelassen. Harald Troike schlussfolgert: „Die Diebe waren nicht das erste Mal auf Beutezug. Es müssen Profis gewesen sein“. Ihnen sei offensichtlich bewusst gewesen, dass sie die großen Reusen nicht so ohne weiteres ins Boot bekommen, erklärt der Fischer. Die kleinen Reusen mit Fischen einzuholen dürfte ihnen hingegen keine Probleme bereitet haben. So konnten sie wahrscheinlich in kurzer Zeit auch wieder verschwinden.

Ab sofort verstärkte Reusenkontrollen

Dem Fischer fehlt aber nicht nur sein Arbeitszeug , auch die geklauten Fische. Für den Fischer schmerzlich, weil er auf Grund des derzeitigen niedrigen Wasserstandes ohnehin relativ wenig Fisch in den Reusen hat. Die verbliebenen Reusen wird der Fischer nun öfters kontrollieren und genauer hinschauen, wer in seinem Fischgebiet mit einem Boot unterwegs ist.

Nachbarn und Einwohner aus dem Dorf werden ihn dabei unterstützen. „Aber man kann auch nicht die ganze Nacht wachen“, sagt Troike zu einem immer verbleibenden Restrisiko. Er weiß, wovon er spricht. Langfinger haben ihm schon des Öfteren zugesetzt.

Seit dem Jahr 1992 Fischer in Kietz

Harald Troike ist seit 1992 Fischer in Kietz. Die ersten Jahre konnte er sein Handwerk noch beruhigt ausüben. Doch die Zeit ist längst vorüber. 2015 zu Pfingsten wurden ihm aus einem Fischkasten Aale, Hechte und Karpfen im Wert von 800 Euro gekaut, 2013 waren es 10 Kilogramm Aale und in den Jahren zuvor ein Bootsmotor und Reusen im Wert von 5000 Euro.

Fischer ist und bleibt Troike dennoch mit ganzem Herzen. „Ich mache weiter, auch wenn es schwerfällt“ , sagt er in der Hoffnung das diesmal die Diebe geschnappt werden.

Von Norbert Stein

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