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Havelland Rhinow: Adliger baut auf DDR-Brache
Lokales Havelland Rhinow: Adliger baut auf DDR-Brache
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00:17 28.03.2016
Johannes Wolf von Goddenthow und Frau Anna besichtigten mit Bürgermeister Stefan Schneider das ehemalige ZBO-Gelände. Quelle: Stein
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Rhinow

Dem Grundstück am Rhinower Ortsausgang in Richtung Kietz, auf dem bis zur Wende die ehemalige Zwischenbetriebliche Bauorganisation (ZBO) wirtschaftete, steht eine neue Zukunft bevor. Dafür sorgen möchten Johannes Wolf von Goddenthow und seine Frau Anna. Sie haben das Grundstück von einem Geschäftsmann aus Rhinow erworben.

Johannes Wolf von Goddenthow ist Nachfahre eines Pommerschen Uradels. Das Adelsgeschlecht fand 1284 in Pommern zum ersten Mal urkundliche Erwähnung, ab etwa 1700 war es auch in Westpreußen und in Ostpreußen ansässig. Einen stocksteifen älteren Adligen wie im Klischee wird man aber in Rhinow nicht begegnen können. Johannes Wolf von Goddenthow ist 29 Jahre alt und von Wesen ein eher legerer Typ. So war auch das Gespräch locker, zu dem sich Johannes und Anna Wolf von Goddenthow mit dem Rhinower Bürgermeister Stefan Schneider in dessen Büro zum ersten gegenseitigen Kennenlernen trafen.

Von Heidelberg nach Rhinow

Das junge Paar lebt derzeit noch in Heidelberg. Rhinow soll ihr zukünftiger Wohn- und Lebensmittelpunkt sein. Er arbeitet als Ingenieur in der Luft- und Raumfahrtbrache, sie ist Archäologin, kann sich aber vorstellen, in Rhinow einmal als Lehrerin zu arbeiten. Auch Johannes Wolf von Goddenthow möchte nach dem erfolgten Umzug in der Region beruflich tätig sein.

Wie sie auf Rhinow gekommen sind, wollte der Bürgermeister gerne wissen von dem jungen Paar. „Wir schätzen Brandenburg als Kulturlandschaft“, antwortete Johannes Wolf von Goddenthow. „Deshalb ist es unser Wunsch, in die Region zu ziehen“, fügt seine Frau hinzu, deren Opa in Rathenow geboren wurde. Ihre Eltern leben in Sachsen-Anhalt.

Stadtverordnete stehen hinter dem Projekt

Den zukünftigen Rhinowern bei ihrer Ansiedlungsabsicht zu unterstützen und dafür die städtebaulichen Planungsvoraussetzungen zu schaffen, hat die Stadtverordnetenversammlung bereits einstimmig beschlossen.

Das Grundstück in Rhinow entspräche genau ihren Vorstellungen, erfuhr der Bürgermeister weiter von seinen Gästen. Zum Kauf gefunden, hätten sie es im Internet. Nutzen wird das Ehepaar das 1,2 Hektar große Grundstück an der „Kietzer Chaussee“ privat.

800 Quadratmeter sind als Grünfläche mit Bäumen vorgesehen. Für 400 Quadratmeter sieht das Konzept eine Mischfläche vor, bebaut mit einer großzügigen Drei-Seiten-Hausanlage und Nebengebäuden. Der südliche Seitenflügel vom Haus soll als erstes gebaut werden. Ihren Umzug nach Rhinow haben Johannes Wolf von Goddenthow und seine Frau Anna für Ende 2017 oder Anfang 2018 vorgesehen.

Von Norbert Stein

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