Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Rhinow bekommt Geld aus Hochwasserfonds
Lokales Havelland Rhinow bekommt Geld aus Hochwasserfonds
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:12 04.04.2018
Die neue Betonbrücke über die Dosse bei Strodehne gehört zu den wichtigsten Vorhaben die mit Hilfe der Förderung zur Beseitigen infrastruktureller Hochwasserschäden realisiert werden konnte. Quelle: Norbert Stein
Anzeige
Rhinow

Die Wassermassen haben Dämme und Straßen weggespült, Häuser zerstört, Ernten vernichtet. Auch nach drei Jahren sind diese Bilder vom Hochwasser im Juni 2013 noch vielen Menschen an Elbe und Havel gegenwärtig. Um die Elbe vom Hochwasser zu entlasten, wurden damals im Amt Rhinow die Havel-Polder geflutet und dafür Deiche geöffnet. So konnte noch Schlimmeres verhindert werden. Doch das Hochwasser hinterließ erhebliche Schäden.

Damit Dörfer und Städte zukünftig vor Hochwasser besser geschützt sind, werden bei Fischbeck und Tangermünde an der Elbe die Deiche ausgebaut. Auch der Deich am Mühlenrhin bei Rhinow wurde letztes Jahr verstärkt. Es ist aber noch mehr geschehen. Das Amt Rhinow erhielt vom Land Brandenburg aus einem Sonderfonds 4,3 Millionen Euro zur Beseitigung von Hochwasserschäden. Mit Hilfe des Geldes konnten über 30 Projekte umgesetzt werden.

Als letztes Vorhaben wurde der Landwirtschaftsweg am Schöpfwerk Parey ausgebessert. „Damit sind alle Maßnahmen umgesetzt “, erklärt Birgit Schmidtke, Leiterin der Bauverwaltung des Amtes Rhinow, zum Abschluss der Bauarbeiten, die im Herbst 2014 mit ersten vorbereitenden Arbeiten begannen. Zunächst aber prüfte das Land jede Einzelmaßnahme.

Problem bereitet noch die Friedrichstraße. Bis Ende August sollen die Baumängel beseitigt sein. Quelle: Norbert Stein

Der Bau einer neuen Betonbrücke über die Dosse in das Poldergebiet Flöthgraben bei Strodehne als Ersatz für eine alte marode Holzbrücke schlug allein mit rund einer Million Euro zu Buche und ist damit das teuerste Vorhaben. Die Betonbrücke von 58,50 Meter Spannweite benötigen Landwirte, um auf den Flächen im Poldergebiet wirtschaften zu können. Wichtig ist sie aber auch für den Hochwasserschutz und den Tourismus.

Saniert und oder ausgebessert werden konnten mit Hilfe der Förderung mehrere auch touristisch genutzte Landwirtschaftswege, wie der Twerlweg bei Strodehne und der Weg am Großen Graben in der Gemarkung Spaatz-Wolsier. Auch die von Lastkraftwagen verursachten Pflasterschäden auf dem Backofenberg in der Strodehner Dorfmitte wurden behoben. Die Lastwagen hatten während der Flut Sand transportiert, mit dem der Deich aufgeschüttet wurde. Saniert und ausgebessert wurden zudem mehre Wasserbauwerke und Durchlässe.

Problem bereitet noch die Friedrichstraße in der Großen Grabenniederung, in der Gemarkung Spaatz-Hohennauen. Schon einige Wochen nach Abschluss der Arbeiten musste der 1,8 Kilometer lange Landwirtschaftsweg im Frühjahr 2014 wieder gesperrt werden, weil der Untergrund nicht fachgemäß ausgebaut wurde und die Pflastersteine nun nicht fest liegen. Derzeit ist die Baufirma dabei, die Schäden zu beheben. Ende August, rechtzeitig zu Beginn der Maisernte, sollen der Bauamtsleiterin zufolge diese Ausbesserungsarbeiten abgeschlossen und die Friedrichstraße wieder befahrbar sein.

Von Norbert Stein

Im Mai hatte der Bundes-Agrarminister 100 Millionen Euro Soforthilfe für Milchbauern in Deutschland angekündigt. Bisher ist bei den Betrieben im Havelland aber kein Geld angekommen. Die Lage spitzt sich zu.

02.08.2016

Die Zahl der rechts motivierten Straftaten hat sich im Bereich des Polizeirevieres Rathenow zwischen 2015 und 2015 verdoppelt. Links motivierte Straftaten fielen 2015 gar nicht ins Gewicht. In diesem Jahr wurden bis April schon zehn rechts motivierte Taten erfasst. Gemessen an der Zahl aller Straftaten im Revierbereich Rathenow spielen aber andere Delikte die Hauptrolle.

02.08.2016

Geht es öffentlich um die Kreisgebietsreform, haben derzeit vor allem die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte, die Deutungshoheit. Die Verwaltungschefs von Cottbus, Brandenburg an der Havel und Frankfurt/Oder wollen sich nicht einkreisen lassen. Allerdings sind auch die Landkreise wenig begeistert.

02.08.2016
Anzeige