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Rhinow startet mit neuem Bauhof

Entwicklungsgesellschaft aufgelöst Rhinow startet mit neuem Bauhof

Das Amt Rhinow startet mit einem neu eingerichteten Bauhof in das Jahr 2016. Der Bauhof übernimmt die Aufgaben der bisherigen Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (Abeg) „Ländchen Rhinow“ GmbH. Die im Jahr 1994 von den Gemeinden des Amtes Rhinow gegründete kommunale Gesellschaft ist aufgelöst.

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Der Bahnhof in Rhinow.

Quelle: N. Stein

Rhinow. Das Amt Rhinow startet mit einem neu eingerichteten Bauhof in das Jahr 2016. Der Bauhof übernimmt die Aufgaben der bisherigen Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (Abeg) „Ländchen Rhinow“ GmbH. Die im Jahr 1994 von den Gemeinden des Amtes Rhinow gegründete kommunale Gesellschaft ist aufgelöst. „Die Abeg ist mit dem 1. Januar eine Gesellschaft in Liquidation“, erklärt Amtsdirektor Jens Aasmann den Verfahrensstand.

Das Amt hat für die Einrichtung eines Bauhofes von der Abeg Mitarbeiter übernommen. Außerdem hat das Amt Arbeitsmittel und Fahrzeuge erworben. Nicht mehr benötigte oder einsetzbare Technik wird mit der Liquidation veräußert oder ausgesondert.

„Gesellschaft in Liquidation“

Für den Bauhof beschäftigt das Amt zwei Mitarbeiter. Ein Vorarbeiter wird voraussichtlich zum 1. Februar eingestellt. Die zuvor von der Abeg betreuten Hausmeister für die Grundschulen Hohennauen und Rhinow sind nun ebenfalls als Mitarbeiter dem Bauhof zugeordnet. Die Gemeinden Seeblick, Gollenberg und Großderschau beschäftigen zudem weiterhin jeweils einen eigenen Gemeindearbeiter. Das bei der Abeg beschäftigte Personal für den Jugendclub Rhinow wurde von der Stadt Rhinow übernommen.

Zu den vom Bauhof in den Gemeinden des Amtes zu erledigenden Aufgaben gehören Grünpflege, Baumschnitt, Reparaturen und weitere Arbeiten. Von der Abeg ausgeführte Arbeiten für Begräbnisse wurden an private Unternehmen vergeben. Ebenfalls von einem privaten Unternehmen weiter ausgeführt wird der Winterdienst im Amt Rhinow.

Immer wieder in unruhigen Gewässern

Die Arbeits- und Entwicklungsgesellschaft Rhinow wurde mit Gründung des Amtes Rhinow aus der Taufe gehoben. Dahinter stand schon damals der Gedanke, die Gemeinden des Amtes effizienter mit verschiedenen Dienstleistungen aus einer Hand zu betreuen.

Zur Abeg gehörten verschiedene Unternehmen, die Stadt Rhinow brachte ihren Bauhof ein. Daneben gab es noch eine Großküche in Hohennauen.

Die Großküche ist inzwischen ausgegliedert. Zuvor hatte die Abeg auch die MAE-Arbeitskräfte im Zuge der Hartz IV Reform übernommen, später kümmerten sich Mitarbeiter auch um einen Campingplatz

Besonders schwierig war die Lage um das Jahr 2000, als die Gesellschaft tief in die roten Zahlen rutschte - man habe auf die falschen Berater gehört, hieß es.

Noch im Jahr 2009 hatte der damals amtierende und inzwischen verstorbene Amtsdirektor Gerd Jendretzky erklärt, im Amt Rhinow wolle man nicht „zum Bauhof zurück“ Genau das passiert nun.

Nachdem die Abeg das Wirtschaftsjahr 2014 mit einem finanziellen Minus von 40 000 Euro abgeschlossen hatte, richtete der Amtsausschuss zur Untersuchung der wirtschaftlichen Wirksamkeit der Gesellschaft eine Arbeitsgruppe ein.

40.000 Euro Minus

Im Ergebnis ihrer Arbeit unterbreitete das Gremium unter Leitung von Jens Aasmann den Kommunen Havelaue, Gollenberg, Kleßen- Görne und Rhinow als Gesellschafter den Vorschlag die Abeg wegen Unwirtschaftlichkeit aufzulösen. Die Arbeitsgruppe war zu der Erkenntnis gekommen, dass die Gründung der Abeg und ihre Führung als GmbH für die Erledigung von Bauhofarbeiten und als Beschäftigungsgesellschaft für Arbeitsmarktmaßnahmen sowie touristische Aufgaben über viele Jahre ein vernünftiges Konstrukt war. Ihre einstigen Vorteile würde aber in der heutigen Zeit für einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb nicht mehr wirken.

An dieser Einschätzung änderte auch ein sich für 2015 abzeichnendes besseres Finanzergebnis nichts. Die Gemeinden beschlossen die Auflösung der Abeg. Der Amtsdirektor rechnet mit einem Liquidationsabschluss, der es gestattet, den Gemeinden ihre in die Abeg eingezahlten Gesellschafteranteile von insgesamt 24 700 Euro zu erstatten.

Von Norbert Stein

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