Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rhinow 200 Gäste verfolgen Mondfinsternis
Lokales Havelland Rhinow 200 Gäste verfolgen Mondfinsternis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:15 29.07.2018
Rund 200 Gäste wollten im Sternenpark die totale Mondfinsternis erleben. Quelle: Uwe Hoffmann
Parey

In der Nacht vom Freitag zum Samstag kamen rund 200 Gäste aus der Region, aber auch aus den Nachbarkreisen, um ein Jahrhundertereignis zu erleben. Der Natur- und Sternenpark Westhavelland mit seiner Beobachtungsstation „Sternenblick Parey“ lud zur Beobachtung der totalen Mondfinsternis ein.

Viele Anfragen

„Obwohl auch Berliner Sternwarten zur Beobachtung einladen, hatten wir den Tag über schon viele telefonische Anfragen von Berlinern. viele kamen auch“, so Naturparkleiterin Ilona Langgemach. Naturparkmitarbeiter Thomas Becker hatte das Event der totalen, und längsten Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts gründlich vorbereitet.

Thoma Becker mit einem der vier Teleskope. Quelle: Uwe Hoffmann

Vier Teleskope waren aufgebaut. Ab 19 Uhr nahm Thomas Becker die ersten Gäste in einem Vortrag auf eine Reise durch das Sonnensystem mit. Im Vortrag „Finsternisse aller Art“ konnten die 70 Zuhörer mit vielen beeindruckenden Fotos nicht nur Phänomene wie Mond- und Sonnenfinsternisse erleben, sondern auch Planetentransite vor der Sonne. Viele der Fotos stammen dabei von Becker selbst. „Astronomische Phänomene faszinieren mich“, sagt Becker. „Gerade die Beobachtung der Nordlichter lässt mich nicht mehr los. Ich bin davon ‚infiziert’.“

Blutmond über dem Sternenpark. Quelle: Uwe Hoffmann

Die totale Mondfinsternis, bei der Mond in den Kernschatten der Erde eintaucht und während der totalen Phase als rötliche Scheibe am Nachthimmel erscheint, war über Deutschland ab 21.01 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zu beobachten. Da ging der Mond auf. In den Kernschatten trat der Mond aber bereits schon ab 20.24 Uhr ein.

Top-Service

Aber auch nach Mondaufgang verdeckten Wolken den Blick. „Ich habe noch etwas Hoffnung“, so Ilona Langgemach, die mit ihren Mitarbeitern für die Gäste Bratwürste grillte, Schmalzstullen anbot oder für den Nachschub gekühlter Getränke sorgte. Gegen 21.50 Uhr dann Aufatmen unter den Sternenhimmel-Fans aus Nah und Fern: Die rötliche Mondscheibe war erstmals schwach am Horizont zu sehen. Allerdings nur eine reichliche halbe Stunde. Dann schoben sich wieder Wolken davor.

Das Interesse an dem Vortrag war auch sehr groß. Quelle: Uwe Hoffmann

Dafür sah man den Mars, als rötlichen Punkten unterhalb des Mondes und weiter Richtung Süden auch den Saturn und den Jupiter als kleine leuchtende Punkte. So sorgte der Überflug der Raumstation ISS zwischenzeitlich für ein kleines Beobachtungserlebnis. Aber ab 22.45 Uhr wurde es am Himmel wieder klarer. Der Mond, als rötliche Scheibe während der totalen Phase der Finsternis bot einen atemberaubenden einmaligen Blick.

Die totale Finsternis dauerte 103 Minuten. Ab 23.13 Uhr trat der Mond wieder aus dem Kernschatten der Erde heraus und von links nach rechts wurde die rötliche Mondscheibe wieder hell. Danach war zeigte sich der Mond langsam wieder im gewohnten Licht.

Der Mond tritt aus dem Erdschatten. Quelle: Uwe Hoffmann

Unter den Gästen waren auch zwei Astrofans aus Rolfsen bei Lüneburg. „Wir haben das Angebot durch die Internet-Suche gefunden und sind extra deswegen vier Stunden mit dem Auto angereist“, erzählt Hartmut Schrepfer. „Soweit wir die Möglichkeit haben, fahren wir immer wieder zur Beobachtung von Phänomenen am Sternenhimmel.“ Nun wollen sie eventuell vom 14. bis 16. September zum Astro-Treffen nach Gülpe kommen.

Die nächsten Termine

Zum „Erlebnis Dunkelheit“ mit kindgerechter Nachtwanderung lädt der „Sternenblick Parey“ erneut am 3. August, ab 23 Uhr, und am 17. August, ab 22 Uhr, ein. Zur langen Nacht der Perseiden lädt Naturparkführerin Marion Werner am 10./11./12. August, jeweils ab 21.30 Uhr, nach Strodehne ein. Auch das Naturparkzentrum in Milow lädt am 11. August, ab 21 Uhr, zur „Sternenschnuppennacht“ ein.

Von Uwe Hoffmann

Direkt am Havelufer feierten die Strodehner mit Gästen ihr Havelfest. Besonders viel Applaus gab es für ein buntes Programm am Nachmittag. Am Abend wurde zur Musik von DJ Carsten Büttner getanzt.

29.07.2018

Depressionen – eine Volkskrankheit. Wie man mit diesem Leiden offen umgeht, das kann man auf der Mut-Tour lernen. Die Teilnehmer paddelten am Donnerstag von Rathenow nach Strodehne.

26.07.2018

Für den Sportplatz an der Hohennauener Grundschule gibt es Pläne mit dem Ziel eines Um- und Neubaues. Amtsdirektor Aasmann stellte die Idee dem Leiter der Staatskanzlei, Martin Gorholt, vor.

26.07.2018