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Rhinow Sternengucker begeistert vom Astrotreff
Lokales Havelland Rhinow Sternengucker begeistert vom Astrotreff
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15:16 16.09.2018
Mathias Peiser aus Berlin war auch in diesem Jahr wieder zum Westhavelländer Astrotreff gekommen und brachte auf dem Sportplatz sein Fernrohr in Stellung. Quelle: FotoS: Norbert Stein
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Gülpe

Die Stellplätze waren komplett ausgebucht. 65 Hobbyastronome sorgten am Wochenende mit großen Teleskopen für beeindruckende Atmosphäre beim achten Westhavelländischen Astrotreff auf dem Sportplatz in Gülpe.

Einige waren bereits Mitte der Woche zum Sterne gucken angereist. Die meisten kamen Freitagabend in das Haveldorf im Amt Rhinow.

Mathias Peiser gehört mittlerweile zu den Stammgästen. Der Hobbyastronom aus Berlin war zum sechsten Mal dabei. „Ich schätze die Dunkelheit und die Einsamkeit“, erklärte Peiser beim Aufbau seines Teleskops.

Gülpe biete beides, einen dunklen Nachthimmel als Voraussetzung zum Sterne beobachten und eine von Astronomen bevorzugte ruhige und dennoch angenehme Atmosphäre.

„Zwillingsbäume mit Sternen“ war ein in der Ausstellung gezeigtes Foto. Quelle: Norbert Stein

Auch Norbert Venst aus Berlin mit Sommergrundstück in Havelberg ist die familiäre Atmosphäre mit Hobbyastronomen aus Osnabrück, Hamburg, Sachsen- Anhalt, Berlin und anderen deutschen Regionen wichtig. Er schätze zudem die Havellandschaft: „Ein richtiges Naturparadies zum Erholen.“

Während die Astronomen Freitagabend auf dem Sportplatz die Fernrohre in Stellung brachten, startete Thomas Becker von der Naturparkverwaltung Westhavelland um 23 Uhr mit 30 Teilnehmern zur Sternenwanderung am Gülper See.

Der Himmel war anfangs bewölkt, öffnete sich dann aber für eine Stunde und bot gute Bedingungen. Die Nachtwanderer sahen am Himmel den Großen Wagen, den Schwan, die Milchstraße und Sternhaufen. Die Wanderung war Freitag und Samstag ausgebucht.

Während Thomas Becker (l.) Andreas Hänel und Jens Aasmann fachsimpeln schaut Ilona Langgemach schon einmal durchs Fernrohr. Quelle: Norbert Stein

Jens Aasmann (SPD), Rhinows Amtsdirektor und Vorsitzender des Fördervereins Sternenpark Westhavelland, hatte bereits Freitagnachmittag mit Ilona Langgemach, Leiterin der Naturparkverwaltung, das Astrotreffen eröffnet.

Organisiert wurde es maßgeblich vom Verein Kunst und Kultur Havelland, dem Förderverein Feuerwehr Gülpe und der Naturwacht. Die Gastgeber ehrten Tom Radziwill und Christoph Prochotta als Gewinner des diesjährigen Fotowettbewerbs.

Eine Auswahl der eingesandten Bilder konnten die Besucher sich anschauen und dabei über Motive für eine Postkarte abstimmen. Eine weitere Ausstellung informierte über den Natur- und Sternenpark.

Sibylle Schroer vom Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei hielt einen Vortag zum Thema Lichtverschmutzung. Wie jedes Jahr war Andreas Hänel vom Planetarium Osnabrück zum Astrotreff gekommen.

Der Wissenschaftler hat maßgeblichen Anteil daran, dass die Internationale Vereinigung Dark Sky 2004 den Naturpark Westhavelland als ersten Deutschen Sternenpark anerkannte. Hänel bescheinigte dem Sternenpark eine gute Entwicklung und verwies auf andere Regionen, die mittlerweile Sternenpark sind oder um die Anerkennung ringen.

Von Norbert Stein

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