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Rhinow Amtsausschuss beschließt Tourismus-Leitlinie
Lokales Havelland Rhinow Amtsausschuss beschließt Tourismus-Leitlinie
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17:47 09.07.2018
Veranstaltung auf dem Kolonistenhof Großderschau. Touristen nutzen dieses Angebot. Quelle: foto: Norbert Stein
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Rhinow

Die Gemeindevertreter der Dörfer im Amt Rhinow haben in den letzten Monaten zur touristischen Entwicklung der Region beraten. Die Ergebnisse sind in ein Positionspapier eingeflossen. Dieses wurde nun vom Amtsausschuss als Leitlinie für die weitere Arbeit des Amtes Rhinow in Sachen Tourismus beschlossen.

Basis ist auszubauen

Amtsdirektor Jens Aasmann sieht dafür eine solide Basis, die erhalten und ausgebaut werden muss. Das Lilienthal-Centrum und die Lady Agnes in Stölln, der Kolonistenhof Großderschau, das Spielzeugmuseum Kleßen und der Sternenpark Westhavelland sind dafür Beispiele, wie auch der Hohennauener See mit Bootstourismus, das Musikfestival Antaris, die Kunst-Biennale in Neuwerder und die Renaturierung der Unteren Havel.

Immer beliebt: Eisenbahnspieltag im Spielzeugmuseum Kleßen. Quelle: Norbert Stein

Zudem verfügt die Region über ein gut ausgeschildertes Radwegenetz. Auch Angebote mit Tieren, wie der Eselhof Wolsier und der Straußenhof Großderschau, Malkurse in der Kreativoase und der Hof der Stille in Gülpe, die Botantische Botschaft und der Wasserwanderstützpunkt in Strodehne locken Touristen in das Ländchen Rhinow.

Hier wird übernachtet

Übernachten können die Besucher zumeist in kleinen Pensionen und in Privatunterkünften mit bis zu zehn Betten oder auf den Campingplatz Hohennauen. Einige Anbieter sorgen mit dem Motto „Schlafen unterm Sternenhimmel“ auch für ungewöhnliche und zugleich reizvolle Übernachtungsmöglichkeiten. Die Nutzung des Biwakplatzes in Gülpe mit Angeboten für Sternebeobachter ist vorgesehen und kommt dem Trend nach Naturerlebnissen, Entschleunigung und Gesundheitsbewusstsein entgegen. Solche Angebote sollen in nächster Zeit gemeinsam mit privaten Anbietern weiterentwickelt werden.

Kreis soll Programm weiterführen

Der Tourismus stützt und schafft Arbeitsplätze in den Bereichen Übernachtung, Gastronomie und Bootsverleih. Für die touristischen Einrichtungen engagieren sich zumeist Vereine. „Ehrenamt kann viel leisten, ist aber auch auf Unterstützung angewiesen“, so der Amtsdirektor. Wichtig ist dem Amtsausschusses Rhinow deshalb die Weiterführung des 100-Stellenprogramms seitens des Landkreises Havelland.

Die Traditionsgeschäfte „Zum 1. Flieger“  in Stölln wurde nach der Buga geschlossen. Quelle: Nirbert Stein

Die Gastronomie im Ländchen Rhinow hat Lücken. Tagesgaststätten gibt es Hohennauen, Stölln und Strodehne. Der Aufbau von zusätzlicher, ganzjährig betriebener Gastronomie in den kleineren Dörfern ist in näherer Zukunft nicht zu erwarten. Punktuelle Lösungen könnten Verpflegungsstellen sein. Das Amt wird dafür die Einrichtung von Verkaufspavillons mit Automaten an geeigneten Stellen – möglichst in der Nähe von touristischen Einrichtungen – prüfen.

Neues Bus-Konzept

Verbesserungswürdig ist die Einbindung von Strodehne, Stölln, Gülpe und weiter Dörfer in den ÖPNV. Insbesondere an Wochenenden, so wie es auch der Entwurf eines neuen Bus-Konzeptes des Landkreises vorsieht. Guido Quadfasel, Bürgermeister Havelaue, sagt zudem, die regionalen Angebote müssten besser vernetzt werden. Der Amtsausschuss möchte mit dem Tourismusverein Westhavelland und dem Tourismusverband Havelland zusammenarbeiten. Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Matthias Kühn, hat Unterstützung zugesagt.

Eine privat organisierte Tourismusinformation ist in der Pension „Am Dorfanger“ in Hohennauen geplant.

Von Norbert Stein

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