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Rhinow Bundesminister weiht Mobilfunkmast ein
Lokales Havelland Rhinow Bundesminister weiht Mobilfunkmast ein
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17:49 11.07.2018
Andreas Scheuer, Sebastian Steinecke, Joachim Tessenow, Dagmar Ziegler, Dierk Homeyer und Walter Goldenits (von links) nehmen den Funkmast in Betrieb. Quelle: Norbert Stein
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Görne

Rainer Schulze schaut gespannt auf sein Handy. „Endlich volle Balken, die Verbindung ist gut“, sagt der Görner Einwohner am Mittwochnachmittag und lächelt. Auch Sabine Thiedig vom Schloss Kleßen ist froh, dass sie und ihre Gäste endlich ohne Probleme mobil telefonieren können. Der 11. Juli 2018 wird in die Ortschroniken von Kleßen und Görne als „Tag des Mobilfunks“ eingehen.

Mit Handy oder Smartphone telefonieren, Nachrichten verschicken und empfangen ist in der heutigen Zeit eigentlich eine Selbstverständlichkeit. In der Gemeinde Kleßen-Görne war das bislang aber nicht möglich. Die Gemeinde lag in einem Funkloch. Jetzt nicht mehr. Die Deutsche Telekom hat in den letzten Wochen in Kleßen und Görne zwei 25 Meter hohe mobile Funkmasten aufgestellt.

Das Interesse an der Einweihung war groß. Quelle: Norbert Stein

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer (CSU), kam nach Görne und nahm den Funkmast an der Lindenstraße gemeinsam mit dem Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland, Walter Goldenits, und dem Bürgermeister der Gemeinde, Joachim Tessenow, in Betrieb. Das starke Medieninteresse an dem Problem der 360 Einwohner zählenden Gemeinde, nicht mobil telefonieren zu können, sei ihm nicht entgangen, erklärte der Bundesminister. Ein Dorf ohne Netz dürfte es nicht mehr geben.

Andreas Scheuer wandte sich Joachim Tessenow zu und sagte: „Herr Bürgermeister, ich melde Vollzug!“ Kleßen-Görne sei der Auftakt zur Versorgung weiterer kleiner Dörfer mit Mobilfunk, er nannte eine bundesweit 98-prozentige Abdeckung bis 2020 als Ziel. Joachim Tessenow strahlte vor Glück mit der Sonne um die Wette und bekannte: „Unser Kampf hat sich gelohnt.“

Der Minister musste den Medienvertretern viele Fragen beantworten. Quelle: Norbert Stein

Bürgermeister, Gemeindevertreter, Ortsbeiräte und viele Einwohner waren in den letzten Jahren nicht müde geworden. Sie kämpften für die Mobilfunkversorgung ihrer Dörfer und wurden dabei von Amtsdirektor Jens Aasmann und den Bürgermeistern der Gemeinden des Ländchens Rhinow unterstützt. Sie holten Bundes- und Landespolitiker nach Kleßen-Görne und erklärten ihnen das Problem. Sie schrieben Briefe an alle großen Mobilfunkanbieter mit der Forderung, endlich für Abhilfe zu sorgen. Sie bekamen immer abschlägige Antworten.

In einer dünn besiedelten Region wie Kleßen-Görne sei für sie eine Investition in Mobilfunk nicht wirtschaftlich, bekamen sie von den Unternehmen erklärt. Die Telekom stellte eine Investition nach 2020 in Aussicht. Im Frühjahr dieses Jahres kam die Wende. „Wir haben der Gemeinde und dem Amt Rhinow in den zurückliegenden Jahren immer wieder eingeräumt, dass sich an den Plänen in Bezug auf unser Mobilfunknetz Änderungen ergeben können“, teilte die Telekom mit, in Kleßen und Görne zunächst mobile Funkmasten aufzustellen, die mittelfristig durch stationäre Einrichtungen ersetzt werden. In gerade einmal zehn Wochen ist die Ankündigung zur Realität geworden.

Nun ist der Funkmast endlich da. Bürgermeister Joachim Tessenow ist froh. Quelle: Norbert Stein

Von den Politikern, die die Gemeinde im Ringen um eine Lösung unterstützten, waren am Mittwoch die Bundestagsabgeordneten Sebastian Steinecke (CDU) und Dagmar Ziegler (SPD) sowie der Landtagsabgeordnete Dierk Homeyer (CDU) nach Görne gekommen. Sie lobten das gemeinsame und nun erfolgreiche Ringen um eine Lösung.

Von Norbert Stein

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