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Rhinow Die größten Sturmschäden sind beseitigt
Lokales Havelland Rhinow Die größten Sturmschäden sind beseitigt
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17:11 13.07.2018
Die Waldwege um Rhinow sind wieder schön. Quelle: Norbert Stein
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Rhinow

Stefan Schneider ist auf dem Weg in das Birkenwäldchen, als eine Sirene die Feuerwehr alarmiert. Der Bürgermeister kehrt um und fährt mit dem Auto zur Feuerwache. Er ist Feuerwehrmann und rückt mit aus zu dem Einsatz in einer Nachbargemeinde.

Großes Areal

Im Birkenwäldchen ist der Bürgermeister öfters. Die Stadt Rhinow bemüht sich, das zwischen der Bundesstraße 102 und der ehemaligen Bahnstrecke sieben Hektar große Areal wieder herzurichten für Spaziergänger und Erholungssuchende.

Bis in den 1960er Jahre war das Birkenwäldchen für die Rhinower und Besucher aus den umliegenden Dörfern ein beliebter Freizeittreff mit Ausflugsgaststätte, Kegelbahn und Veranstaltungen. Die Ausflugsgaststätte wurde geschlossen und das Birkenwäldchen verwilderte.

Zunehmend verwildert

Robuste Baumarten wie Robinien, verdrängten zunehmend die Birken. So blieb nur der Name Birkenwäldchen übrig. Viele Einwohner hatten dafür kein Verständnis und so wuchs die Unzufriedenheit in der Kleinstadt. Die Rhinower wollten weiter spazieren gehen in „ihrem“ Birkenwäldchen . Doch da war kaum noch ein Durchkommen im Dickicht von Sträuchern, Gestrüpp und Bäumen. Vor etwa acht Jahren unternahm die Stadt erste Bemühungen wieder Ordnung zu schaffen im ehemaligen Freizeitpark.

Ein Konzept zur Wiederbelebung des Freizeitparks wurde entworfen, konnte aber nicht umgesetzt werden, weil die Stadt dafür kein Geld hat. Vergangenes Jahr im Herbst verwüsteten Stürme das Birkenwäldchen und versetzten dem Bemühen zur Reaktivierung des Naherholungsgebietes einen herben Rückschlag.

Bürgermeister Stefan Schneider im „Birkenwäldchen“. Quelle: Norbert Stein

Das Ordnungsamt sperrte den Wald – es wäre zu gefährlich gewesen, hineinzugehen. Über 100 vom Sturm beschädigte oder umgeknickte Bäume wurden in den letzten Monaten aus dem Birkenwäldchen geräumt. „Die Aufräumarbeiten sind gut vorangekommen“, sagte der Bürgermeister auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Die Abgeordneten hatten zuvor das Birkenwäldchen besichtigt, das jetzt wieder geöffnet ist.

Vier Eingänge führen zu Hauptwegen, auf denen Erholungssuchende wieder durch das Birkenwäldchen spazieren können. Die Nebenwege bleiben gesperrt. Hinweisschilder sollen Spaziergänger auf Gefahren aufmerksam machen. Umgesetzt werden soll die Idee von Enrico Ilzhöfer, an den Eingängen Wegekarten anzubringen. Eckhard Wilke machte einen weiteren Vorschlag: „Wir sollten an den Eingängen Tafeln mit historischen Informationen aufstellen und somit den historischen Bilderpfad der Stadt bis zum Birkenwäldchen erweitern.“

Kämmerei soll prüfen

Ob dafür das nötige Geld aus der Stadtkasse übrig ist, soll nun die Kämmerei des Amtes prüfen.Vielleicht lassen sich aber auch Sponsoren für das Projekt begeistern.

Ein Wunschtraum bleiben hingegen vorerst der Grünstreifen an der Bundesstraße 102 und ein Caravan-Stellplatz am hinteren Rand des Birkenwäldchens. Das kann sich die Stadt in den nächsten Jahren finanziell nicht leisten.

Von Norbert Stein

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