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Rhinow Einsatz für die Artenvielfalt
Lokales Havelland Rhinow Einsatz für die Artenvielfalt
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16:55 07.11.2018
Christian Unselt (re.), Vorsitzender der Nabu-Stiftung, und Rocco Buchta, Organisator der Havel-Renaturierung, im Gespräch. Quelle: Norbert Stein
Havelland

Der Herbst lockt auch in diesem Jahr wieder viele Besucher an den Gülper See. Von der Bockwindmühle in Prietzen aus wandern sie auf einem Naturlehrpfad und beobachten dabei tausende Gänse, Kraniche und andere Vogelarten. Der Gülper See ist als bedeutsamer Vogelrastplatz international bekannt und wird als solcher von Naturfreunden sehr geschätzt. Der 660 Hektar große See bietet den Besuchern einzigartige Naturschauspiele.

Die Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe werde sich auch weiterhin für den Schutz des Gülper Sees und seines Umlandes engagieren, sagte deren Vorsitzender Christian Unselt am Montag. Unselt war nach Strodehne gekommen, um dem Naturpark Westhavelland eine Bruthilfe für Flussseeschwalben zu übergeben, die auf dem Gewässer zwischen Prietzen, Strodehne und Gülpe installiert werden soll. (MAZ berichtete)

Seit dem Jahr 2010 ist die Nabu- Stiftung Eigentümerin des Gülper Sees und von Feuchtgrünland, Röhricht und Weidengebüsch im unmittelbaren Umland. Als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung ausgewiesen wurden der Gülper See und Teile der Niederungen bereits im Jahr 1978.

Dass in diesem Jahr nach längerer Abwesenheit erstmals wieder der sehr selten gewordene Kampfläufer im Naturpark Westhavelland gesichtet wurde, ist für Christian Unselt und Rocco Buchta, den Leiter des Nabu-Projektbüros Renaturierung Untere Havel, ein Beispiel für den Erfolg des Engagements der Nabu-Stiftung in der Region.

Viele Zugvögel rasten im Westhavelland – vor allem am Gülper See. Dafü, dass dies so bleibt, engagiert sich die Nabu-Stiftung. Quelle: Norbert Stein

In 13 Naturschutzgebieten in der weiten Landschaft der Unteren Havelniederung hat die Nabu- Stiftung Flächen aus dem ehemaligen volkseigenen Vermögen der DDR übernommen. Die Bewirtschaftung der Naturschutzflächen ist auf die Bewahrung der Artenvielfalt in Fauna und Flora ausgerichtet. So werden beispielsweise die großen stiftungseigenen Erlenbrüche des Naturschutzgebietes „Pritzerber Laake“ als Heimat des Seeadlers völlig aus der Nutzung genommen.

Das Grünland in den Naturschutzgebieten entlang der Untereren Havel bewirtschaften weitgehend Landwirte aus der Region unter naturschutzfachlichen Auflagen. Was erlaubt und was nicht erlaubt ist, wann Wiesen gemäht werden dürfen und welche weiteren Einschränkungen gelten, ist in Verträgen geregelt.

Deren Einhaltung und Umsetzung ist für die Landwirte nicht immer einfach und sorgt mitunter auch für Konflikte mit dem Naturschutz, zum Beispiel wenn sich große Scharen von Gänsen über Saatflächen hermachen. Allerdings gehören größere Reibereien zwischen Landwirten und Naturschützern mittlerweile der Vergangenheit an.

Ihre in Nähe zur Havel gelegenen Wiesen und Uferflächen stellt die Nabu-Stiftung für das Gewässerrandstreifenprojekt Untere Havel, besser bekannt als Havel-Renaturierung, zur Verfügung.

Von Norbert Stein

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