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Rhinow Kirchenorgel soll saniert werden
Lokales Havelland Rhinow Kirchenorgel soll saniert werden
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13:08 11.02.2019
Ernst Dietrich Wille (r.) bei der Scheckübergabe an Monika Pickenhahn und Gerhard Stackebrandt vom Förderverein. Quelle: Norbert Stein
Hohennauen

Auch Musikinstrumente kommen in die Jahre. Wie etwa die Orgel der Hohennauener Kirche. Das im Jahr 1738 von einem unbekannten Meister geschaffene barocke Orgelgehäuse birgt seit 1906 ein pneumatisches Instrument mit zehn Registern auf zwei Manualen und Pedal, erbaut von Alexander Schuke aus Potsdam.

1986 wurde die Orgel das letzte Mal instand gesetzt. Nun steht eine umfangreiche Sanierung an. Der 2009 gegründete Förderverein Kirche Hohennauen hat dafür mit den Vorbereitungen begonnen. Im 1. Weltkrieg wurden aus der Orgel die großen Pfeifen aus Zinn ausgebaut, für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen und durch schwere Zinkpfeifen ersetzt. Von den insgesamt 530 Pfeifen sind 250 bis 300 aus Zink. Sie sollen wieder gegen Zinnpfeifen ausgetauscht werden.

Hoffnung auf Spender und Sponsoren

Rund 75 000 Euro sind für die Sanierung der Orgel aufzubringen. Der Förderverein hat Fördermittel beantragt, die Chancen für eine Bewilligung stehen nicht schlecht. Allerdings muss der Verein aus eigener Kraft rund 10 000 Euro beisteuern. Gelingen soll dies mit Hilfe von Sponsoren und Spenden.

Der Anfang ist auch schon gemacht. Ernst Dietrich Wille, Kirchenältester in Hohennauen und Mitglied im Förderverein, hat im Namen seiner Familie 500 Euro für die Orgelsanierung gegeben. Übergeben hat er die Spende der Vorsitzenden des Fördervereins, Monika Pickenhahn, im Turm der Dorfkirche.

Orgelpfeifen mit Widmung

Der Förderverein hat für Spender die Möglichkeit geschaffen, historische Originalpfeifen der Orgel zu erwerben oder reservieren zu lassen. Der Preis richtet sich nach der Größe der Pfeife, beginnend mit 50 Euro. Unterstützer können auch Pate einer Orgelpfeife werden. Für eine 50 Euro-Spende wird dann ihr Name auf einer Messingtafel an der Orgel gut sichtbar angebracht.

Mitglieder der Rathenower Werkstätten haben Quelle: Norbert Stein

Die Orgel ist nach der Sanierung von Kirchturmkreuz und kleiner Kirchenglocke bereits das dritte Vorhaben, das der Förderverein in Angriff nimmt – zusätzlich zur derzeitig laufenden Sanierung der Kirche. Die Arbeiten am Turm sind bereits abgeschlossen. Auch das Kirchendach ist neu eingedeckt, bedarf aber noch zusätzlicher Arbeiten.

In den vergangenen Wochen wurden die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt getroffen. Das Kirchenschiff wird trocken gelegt und saniert, das Kircheninnere erneuert. Dafür wurde die Kirche ausgeräumt. Die Rathenower Werkstätten haben dabei tatkräftig geholfen. Der Altar, die Orgel und weiteres Inventar wurden eingehaust.  

Von Norbert Stein

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