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Rhinow Martin Goehse ist Chef der Feuerwehr Kleßen-Görne
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18:05 05.02.2019
Martin Goehse (Mitte) ist der neue Chef der Ortsfeuerwehr Kleßen.Görne. Quelle: Norbert Stein
Kleßen-Görne

An der Spitze der Ortsfeuerwehr von Kleßen-Görne wurde ein gut vorbereiteter Wechsel vollzogen. Martin Goehse (35) ist nunmehr Ortswehrführer und damit der oberste Feuerwehrmann in seiner Heimatgemeinde. Übernommen hat er das Ehrenamt von Uwe Thormann, der von Amtsbrandmeister Michael Mirschel auf einer Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rhinow Ende vergangenen Jahres als langjähriger und erfolgreicher Ortswehrführer verabschiedet worden war. Thormann bleibt aber Mitglied der Ortsfeuerwehr.

Gut eingearbeitet

Martin Goehse war zuvor Thormanns Stellvertreter. Der Hauptlöschmeister wird nun im März an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt einen Qualifizierungslehrgang für seine neue Aufgabe absolvieren. Mitglied der Feuerwehr wurde er bereits im Alter von 16 Jahren. Es war für ihn eine Selbstverständlichkeit, zumal er in der eigenen Familie ein sehr gutes Vorbild hatte. Sein Opa, Friedhelm Schulze, war viele Jahre Wehrführer in Gülpe.

Kleßen und Görne haben seit drei Jahren eine gemeinsame Ortsfeuerwehr. Martin Goehse (l.) ist neuer Ortswehrführer. Quelle: Norbert Stein

Die Leitung der Ortsfeuerwehr zu übernehmen bedeute, sich der Verantwortung zu stellen, sagt Martin Goehse. Bange davor ist ihm nicht. Er sieht die Aufgabe zuversichtlich. „Wir sind eine intakte Truppe von 18 aktiven Kameraden, jeweils etwa zur Hälfe aus Kleßen und Görne“, sagt der neue Ortswehrführer, der mit Hartmut Spiering und Wolfgang Reitz aus Görne zwei gestandene Stellvertreter an seine Seite hat.

Viel Erfahrung

Beide Männer sind bereits über 40 Jahre Mitglied der Feuerwehr, kennen die Region und haben schon oft ihre Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft bewiesen. Der Ortswehrführer wohnt in Kleßen, die beiden Stellvertreter in Görne. Damit sind beide Dörfer in der Ortswehrführung vertreten.

Seit der Kommunalreform im Jahr 2003 sind Kleßen und Görne eine Gemeinde. Seit drei Jahren hat die Gemeinde eine gemeinsame Ortsfeuerwehr. Ende 2015 stand die Ortsfeuerwehr Görne vor Personalproblemen. Also musste etwas geschehen. Es gab zwei Möglichkeiten: Auflösung oder Zusammenschluss. Beide Ortsfeuerwehren entschieden sich für den Zusammenschluss, der am 5. Februar 2016 vollzogen wurde.

Das Feuerwehrgerätehaus in Görne Quelle: Norbert Stein

Es gab zunächst noch einige Unsicherheiten auf dem Weg zu einem neuen Abschnitt in der Feuerwehrgeschichte. „Aber der Zusammenschluss hat gut funktioniert“, sagen Hartmut Spierling und Wolfgang Reitz rückblickend. „Heute sind wir eine intakte Gemeinschaft“, betonen der Ortswehrführer und seine Stellvertreter übereinstimmend. In beiden Dörfern ist ein Fahrzeug stationiert, mit denen die Kleßener und Görner Kameraden bei Alarm ausrücken können und sich dann am Einsatzort zu einem Trupp vereinen.

Zusammenwirken ist wichtig

Die Ausbildung und Dienste erfolgen gemeinsam, einmal im Monat und zumeist in Kleßen. Zusammen besuchen die Wehrleute den gemeinsamen Ausbildungstag der Ortsfeuerwehren des Amtes Rhinow. Das Zusammenwirken sei wichtig, sagt Wolfgang Reitz. Eine Ortsfeuerwehr allein könne tagsüber kaum noch die volle Einsatzbereitschaft absichern, weil viele Kameraden auswärts arbeiten. Die Suche nach neuen Mitgliedern, ein neues Einsatzfahrzeug und eine bessere Fahrzeughalle in Kleßen sind Vorhaben für die Zukunft.

Jubiläum in diesem Jahr

Ein besonderes Ereignis steht zudem bevor. In Görne gibt es seit 100 Jahren eine Feuerwehr. Gefeiert wird das Jubiläum im Sommer, gemeinsam mit den Ortswehren des Amtes Rhinow, Gästen, Umzug und Spaßwettkämpfen. „ Den Besuchern werden wir auch unsere gut erhaltene Handdruckspitze aus dem Gründungsjahr 1916 vorführen“, sagt Hartmut Spiering. Und besonders freuen würde er sich, wenn man vor den Oldtimer wieder zwei Pferde einspannt.

Von Norbert Stein

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