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Rhinow Ein Fest zu Ehren des ersten Fliegers
Lokales Havelland Rhinow Ein Fest zu Ehren des ersten Fliegers
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20:16 12.08.2018
Mark Senges (l.) erklärt Besuchern des Otto Lilienthal Festes das Schulsegelflugzeug seines Vereins. Quelle: Norbert Stein
Stölln

Farbenfrohe Lenkdrachen sorgten am Samstag für ein optisches Highlight am Himmel über dem Gollenberg und erinnerten daran, dass Otto Lilienthal hier dem Traum vom Fliegen näher kam.

Dem Flugpionier zu Ehren feierten die Stöllner ihr „Otto Lilienthal Fest, das wieder der gleichnamige Stöllner Verein organisiert hatte.

Auf der mit Gehwegplatten zur Bundesgartenschau 2015 abgelegten Ellipse flanierten Besucher. Sie besichtigen die Fliegerausstellung in der IL62 und genossen die entspannte Atmosphäre mit musikalischer Unterhaltung und Aktionsständen.

Vor dem Fliegerpark scharte Mark Senges Besucher um sich und erklärte ihnen das Schulsegelfugzeug des Flugsportvereins „Otto Lilienthal“. Seine Zuhörer wollten unter anderem wissen, wie so ein Segelflugzeug fliegt und aus welchem Material es ist. Wer mochte, konnte sogar zum Probesitzen einsteigen.

Stölln feierte am Samstag auf dem Gollenberg das 47. Otto Lilienthal Fest. Quelle: Norbert Stein

Mark Senges erzählte leidenschaftlich vom Segelfliegen. Aufgewachsen in Stölln ist der Gollenberg für den 47-Jährigen Heimat. Wenngleich er heute in Berlin wohnt und arbeitet, dem Stöllner Flugsportverein und dem Gollenberg ist er treu geblieben. Hier hat er als Junge das Segelfliegen gelernt.

Bevor die Silly-Cover-Band und die Gruppe ICE-Cream die Besucher mit „Jugendliebe“ und anderen Lidern unterhielt, eröffnete Horst Schwenzer das 47. Stöllner „Otto-Fest“. Anschließend plauderte der Vorsitzende des Otto Lilienthal Vereins mit Hans-Joachim Schemel. Der Berliner war zum ersten Mal beim einem Fest auf dem Gollenberg dabei.

Gekommen ist er, um jenen Flugkapitän zu treffen, der im Oktober die IL62 auf dem Gollenberg sicher zur Landung brachte. Es ist Heinz-Dieter Kallbach. Mit dem Stammbesucher des Festes verbindet ihm eine alte lockere Bekanntschaft.

Stölln feierte am Samstag auf dem Gollenberg das 47. Otto Lilienthal Fest. Hans - Joachim Schemel (r.) und Heinz - Dieter Kallbach plaudern mit Horst Schwenzer über ihre Brief- und Posterinnerungen. Quelle: Norbert Stein

Hans-Joachim Schemel war einmal Generalkonsul der DDR in Kairo und Tripolis und als solcher auch für den Brief- und Postverkehr zuständig. Oft wurde er von Kallbach mit einer IL62 transportiert. Nach der Wende arbeitete Schemel im Bundeswirtschaftsministerium und war dabei auch für den Posttransport Berlin-Bonn der Bundesbehörden zuständig.

Auch da kreuzten sich seine Wege wieder mit dem Flugkapitän Kallbach und so hatten sich beide am Samstag viel zu erzählen aus alten Zeiten. Zwischendurch musste Kallbach aber des öfteren für Besucher sein Buch „Mayday über Saragossa“ signieren.

Begonnen hatte das Fest traditionell mit einer Kranzniederlegung am Lilienthal-Denkmal auf dem Gollenberg. Heinz-Dieter Kallbach würdigte dabei Lilienthals Verdienste als Flugpionier, Wissenschaftler, sozialen Wirtschaftsmann und Kulturschaffenden.

Sybille Heling – sie war 1989 Bürgermeisterin in Stölln – erinnerte an die Landung der IL-62 auf dem Gollenberg und Horst Schwenzer ans Vereinsengagement zur Wahrung des Lilienthal-Vermächtnisses.

Das Denkmal steht an der Stelle auf dem Gollenberg, an der Otto Lilienthal am 9. August 1896 von einer Sonnenboje erfasst wurde und abstürzte. An den Folgen des Unfalls ist der Flugpionier einen Tag später gestorben.

Von Norbert Stein

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