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Rhinow Pflanznachmittag auf der Streuobstwiese
Lokales Havelland Rhinow Pflanznachmittag auf der Streuobstwiese
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15:59 29.10.2018
 „Apfelpapst“ Eckart Brandt ( r.) pflanzte  mit Helfern des Vereins Gesund in die Zukunft auf der Spaatzer Streuobstwiese  45 Bäume. . Quelle: Norbert Stein
Spaatz

Alte Apfelsorten sind Eckart Brandts Leidenschaft. Mehr als 300 Sorten beherbergt er in seinem „Boomgarten Park“ im Alten Land bei Hamburg. Der Mann mit lockigem, vollem Haarschopf widmet sich seit 1985 alten Apfelsorten und kümmert sich auch um andere Obstsorten.

Sein umfangreiches Wissen und sein Engagement haben ihm in Fankreisen die Beinamen „Apfelpapst“ eingebracht. Am Samstag war der deutschlandweit geschätzte Pomologe im Havelland. Auf der Streuobstwiese des Vereins Gesund in die Zukunft in Spaatz pflanzte er mit Helfern aus dem Dorf und der Umgebung 45 Apfel,- Pflaumen,- Quitten- und Kirschbäume.

Mit der Bürgerstiftung

„Alte Obstbäume gehören zum Kulturgut“, sagte Eckart Brandt auf der 3,8 Hektar großen Streuobstwiese. Er und die Bürgerstiftung Rathenow hatten jeweils zur Hälfte die drei bis sechs Jahre alten Bäume gespendet und somit die Pflanzaktion ermöglicht. Evelin Schulz und Werner Galys von der Bürgerstiftung waren nach Spaatz gekommen, um beim Pflanzen der Bäume zu helfen.

Eine Streuobstwiese anzulegen sei ein lohnenswertes Projekt, sagten sie, und die Bürgerstiftung gebe deshalb gerne Unterstützung. Das sieht auch der „Apfelpapst“ so. Ende 2018 hatte Christine Herda, die Vorsitzende des Vereins Gesund in die Zukunft, Eckart Brandt angerufen und gefragt ob er sich vorstellen könnte, eine neue Streuobstwiese im Havelland zu unterstützen.

Reinhard Pfeifer kümmerte sich um die Pflanzerde. Quelle: Norbert Stein

Wo genau, wollte er wissen. In Spaatz lautete die Antwort. Und siehe da: Eckart Brandt willigte sofort ein und sagte, dass er gerne nach Spaatz kommen werde. Nach 300 Kilometer Anfahrt, klärte er am Samstag zum Arbeitsbeginn auf der Streuobstwiese die rund 35 Helfer erst einmal auf.

Er sei mit seiner Mutter früher öfter in Spaatz gewesen, erzählte Brandt . Das erste Mal vor rund 50 Jahren. Seine Mutter habe in Spaatz eine Bekannte besucht und er habe sie begleitet. Spaatz hatte er als ein „graues“ und eintöniges Dorf in Erinnerung. „Es sich gewandelt und ist nun ein schönes Dorf“, sagte Brandt.

Evelin Schulz und  Werner Galys von der Bürgerstiftung Rathenow auf der Streuobstwiese. Quelle: Norbert Stein

Dann wartete die Arbeit. Die Helfer setzten die Obstbäume in zuvor mit einem Minibagger ausgehobene Löcher. In Schubkarren wurde Erde herbeigeschafft. Anschließend wurden die Bäume gewässert. Nach fünf Stunden war alles geschafft und die Helfer saßen noch ein Weilchen bei Kaffee, Kuchen und Obst gemütlich zusammen.

Vor einem Jahr ging es los

Bei einem Herbstfest im Oktober 2017 waren bereits 20 Obstbäume gepflanzt worden. So sind es nun insgesamt 65 Bäume auf der Streuobstwiese. Es ist aber noch Platz, auch für zwei Brunnen zum Wässern der Anpflanzungen. Kunstvoll gestaltete Bänke und ein Unterstand laden zum Verweilen ein.

„Die Streuobstwiese soll ein Treffpunkt sein – eine Wiese, auf der sich die Menschen umringt von Obstbäumen wohlfühlen“, sagt Christine Herda. Entwickeln sich die Bäume gut, können sie in einigen Jahren reichlich Früchte tragen. Das Obst möchte der Verein vor allem Kindereinrichtungen zu Gute kommen lassen.

Von Norbert Stein

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