Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rhinow Senioren-WG mit 13 Plätzen
Lokales Havelland Rhinow Senioren-WG mit 13 Plätzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:06 10.05.2018
Petra Friedrich zeigt in ihrer Seniorenwohngemeinschaft „Ländchen Rhinow“ dem havelländischen Landrat Roger Lewandowski und dem Rhinower Bürgermeister Stefan Schneider eine Gemeinschaftseinrichtung. Quelle: Norbert Stein
Anzeige
Rhinow

Rund 5800 Menschen lebten vor 25 Jahren im Amt Rhinow. 2018 sind des in der Kleinstadt Rhinow und den umliegenden Dörfern noch knapp 4700 Einwohner. Vor allem jüngere Menschen sind in den 1990er Jahren weggegangen, weil sie woanders Arbeit bekommen haben. Inzwischen gibt es auch im Havelland wieder mehr und gute Arbeitsplätze. Doch die Zahl der Rückkehrer hält sich im ländlich geprägten Rhinower Raum in überschaubaren Grenzen. Die Entwicklung hat demografische Auswirkungen, zumal die Menschen erfreulicherweise immer älter werden. So ist heute jeder vierte bis fünfte Einwohner der Kleinstadt Rhinow 65 Jahre und älter. Im gesamten Amt leben über 1000 Menschen in dieser Altersgruppe.

Der Wunsch, in der gewohnten Umgebung zu bleiben

Älteren Menschen fällt es zunehmend schwer, eigene Grundstücke zu unterhalten und tägliche Hausarbeiten zu erledigen. Bürgermeister Stefan Schneider ist im regen Austausch mit Senioren, die im Städtchen leben. Er erfährt dabei, dass die Senioren gerne in Rhinow leben und auch bleiben möchten. Sie wollen ihren Lebensabend in gewohnter Umgebung gestalten. „So ist es. Sehr viele ältere Menschen haben diesen Wunsch“, erklärte Petra Friedrich, Geschäftsführerin der Seniorenwohngemeinschaft „Ländchen Rhinow“, dem havelländischen Landrat Roger Lewandowski jüngst bei einem Besuch der Einrichtung. Die Betreuung älterer Menschen ist für sie Beruf und Berufung.

Wohngemeinschaften für Senioren

Eine Senioren-WG funktioniert wie eine normale Wohngemeinschaft. Die Bewohner haben einen eigenen Wohnbereich (Zimmer oder Wohnung) und teilen sich Gemeinschaftsräume (Küche, Bad, Wohnzimmer) mit den anderen Bewohnern. Der Unterschied zur normalen WG: Die Bewohner werden betreut – in der Regel rund um die Uhr.

In Premnitz hat die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG) bereits vor Jahren ein Senioren-WG für Demenzkranke eingerichtet.

In Rathenow plant die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR) zwei ähnliche Projekte: In der Fehrbelliner Straße und in der Forststraße sollen im Erdgeschoss neu zu errichtender Wohnblocks Wohngemeinschaften für Menschen mit dementiellen Erkrankungen eingerichtet werden.

Petra Friedrich wohnt in Rhinow und betreut seit 22 Jahren ältere Menschen in der Kleinstadt und Umgebung mit einer häuslichen Krankenpflege. Doch dabei ist es nicht geblieben. Weil ältere Menschen immer wieder den Wunsch nach einem betreuten Wohnen äußerten, fasste sie im Jahr 2000 einen Entschluss. Sie kaufte das zuvor geschlossene Hotel „Zum Mühlenberg“ und investierte in Um- und Ausbau, ließ Wohnungen und Gemeinschaftsräume einrichten.

Aus dem ehemaligen Hotel wurde so die Seniorenwohngemeinschaft „Ländchen Rhinow“ mit zunächst acht Betreuungsplätzen. 2012 konnte Petra Friedrich die Einrichtung eröffnen und ein Jahr danach auch eine Tagespflege. Die Einrichtung war in kurzer Zeit ausgelastet, und so folgte vor drei Jahren ein Erweiterungsbau für eine zweite Wohngemeinschaft.

Ständig neue Anfragen

„Die Bewohner werden in den Alltag einbezogen. Sie helfen beim Kochen, schälen Kartoffeln oder verbringen gemeinsam die Freizeit“, berichtete Petra Friedrich dem Landrat, der bei seinem Besuch von Amtsdirektor Jens Aasmann begleitet wurde. 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat die Unternehmerin mittlerweile in Lohn und Brot – für die Seniorenwohngemeinschaften, die Tagespflege und die häusliche Krankenpflege. Und Roger Lewandowski erfuhr von einem weiteren Vorhaben, weil die Kapazität des Hauses trotz Erweiterung den Bedarf nicht decken kann.

„Es gibt immer wieder Anfragen nach Plätzen in der Seniorenwohngemeinschaft“, erklärte Petra Friedrich, warum sie nun abermals investieren wird in ein weiteres Vorhaben, das sie gemeinsam mit der Havelländischen Service- und Immobiliengesellschaft WSI realisieren wird. Die WSI ist Eigentümerin der Wohnblöcke in der Straße der Jugend.

In diesen Block in der Straße der Jugend wird die Senioren-WG einziehen. Quelle: Norbert Stein

Der Block in der Straße der Jugend 11 und die Wohnungen im Obergeschoss 12 sollen zu seniorengerechten Wohngemeinschaften einschließlich Gemeinschaftsräumen und Fahrtstuhlaufzug hergerichtet werden. Zehn Wohnungen werden für betreutes Wohnen behindertengerecht umgebaut, erklärt Melanie Kolbatsch, kaufmännische Leiterin der WSI.

Insgesamt 13 Plätze für betreutes Wohnen sollen geschaffen werden. Das Vorhaben, von dem sich die WSI auch eine Senkung ihrer Leerstandquote erhofft, ist derzeit in der Planung. Sind die Planungen abgeschlossen und alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt, sollen die Umbauarbeiten zügig erledigt werden. „Im Februar des kommenden Jahres sollte alles fertig sein“, sagt der Amtsdirektor.

Petra Friedrich wird für die neue Einrichtung in der Straße der Jugend zehn gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte einstellen.

Von Norbert Stein

Im Stall der Agrargenossenschaft Hohennauen in Witzke werden zwei Uckermärker Rinder schick gemacht für den großen Auftritt. Auf der Brala in Paaren/Glien nehmen sie an einer Bundeswertung teil.

08.05.2018

Seit Jahren kämpfen die Bewohner von Kleßen-Görne um einen besseren Mobilfunkempfang. Nun wurde ihre Klage erhört. Die Telekom hat angekündigt, wird zwei Sendemasten errichten zu lassen.

07.05.2018

Schüler der havelländischen Kunst- und Musikschule Rathenow haben vor 120 Zuhörern in der Kirche Wassersuppe musiziert. Die Spenden des Benefizkonzertes kommen dem Erhalt der Kirche zugute.

07.05.2018
Anzeige