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Rhinow 800 Jahre altes Gotteshaus wird Konzertsaal
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19:09 28.08.2018
Guido Quadfasel (l.) und Matthias Schlüter (M.) zeigen Guido Böhm die Spaatzer Kirche. Hier werden die Havelländischen Musikfestspiele am 16. September ein Konzert ausrichten. Quelle: Christin Schmidt
Spaatz

Schloss Klessen und Schloss Nennhausen gehören seit Jahren dazu, ebenso die Schinkelkirche in Petzow oder die Burg Ziesar. Nun reiht sich auch die Spaatzer Dorfkirche ein in die lange Liste der Veranstaltungsorte der Havelländischen Musikfestspiele.

Guido Quadfasel (l.) und Matthias Schlüter (M.) zeigen Guido Böhm die Spaatzer Kirche. Hier werden die Havelländischen Musikfestspiele am 16. September ein Konzert ausrichten

Der Stolz steht Guido Quadfasel ins Gesicht geschrieben. Natürlich freut sich der gebürtige Spaatzer und Bürgermeister der Gemeinde Havelaue (CDU), dass das Gotteshaus seines Heimatdorfes als Spielort der Veranstaltungsreihe auserkoren wurde.

Hier werden am Sonntag, dem 16. September um 16 Uhr die Sopranistin Sonja Walter und die Pianistin Christina Hanke-Bleidorn das Publikum mit dem Programm „Schlösser, die im Monde liegen – Operettenzauber von Lincke bis Lehár“ zu einem beschwingten Nachmittag einladen.

Die Kirche in Spaatz wird zum Konzertsaal. Die Havelländischen Musikfestspiele richten hier erstmals ein Konzert aus. Quelle: Christin Schmidt

Dass dieses Konzert in Spaatz stattfinden kann, ist einem glücklichen Zufall zu verdanken. Im vergangenen Jahr wurde die Brandenburger Landpartie mit einem Festgottesdienst in der Dorfkirche eröffnet.

„Auf Anfrage des Geschäftsführers des Kreisbauernverbands Havelland, Johannes Funke, hatten wir für dieses Ereignis Musiker gebucht. Dadurch entdeckten wir erst die Kirche als Spielstätte und verguckten uns in diesen Ort“, erzählt Guido Böhm, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Musikfestspiele.

Am Montag besuchte er Spaatz und ließ sich von Guido Quadfasel und Matthias Schlüter, Mitglied im Gemeindekirchenrat, durch das Gotteshaus führen. „Wenn wir zwischen die Bänke noch Stühle stellen haben hier einhundert Menschen Platz“, erklärt Schlüter.

Karten für das Konzert in der Spaatzer Kirche

Am Sonntag, 16. September, sind Sonja Walter (Sopran) und Christina Hanke-Bleidorn (Piano) zu Gast in der Spaatzer Kirche.

Die Musikerinnen präsentieren ein Operettenprogramm.

Die Karten kosten im Vorverkauf 14 und an der Abendkasse 16 Euro.

Reservierung unter 033237/85963, per E-Mail: karten@havellaendische-musikfestspiele.de oder online auf: www.havellaendische-musikfestspiele.de

Vor dem prächtigen Alter, der seit 1647 den Kirchenraum schmückt, hätte sogar schon ein 14-köpfiges Streicherensemble musiziert. Es muss ein sehr gemütliches Konzert gewesen sein. Dieses Mal werden sich nur zwei Musikerinnen den Platz teilen.

Die beiden Spaatzer hoffen natürlich, dass ihre Kirche am 16. September voll wird. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn die kleine Feldsteinkirche ist bekannt und lockt zahlreiche Besucher an, wie eine mit zig Fähnchen gespickte Deutschlandkarte am Eingang verrät. Im Gästebuch finden sich sogar Eintragungen von Menschen aus Australien und Südafrika, die einen Abstecher in die Kirche gemacht haben.

Möglich ist das, weil die Spaatzer ihre Kirche in der Zeit vom 1. April bis zum 30. Oktober täglich öffnen. „Wir hatten vor vier Jahren zunächst einen Versuch gestartet, der war so erfolgreich, dass wir nun seit drei Jahren unsere Kirche sieben Monate im Jahr öffnen“, erzählt Guido Quadfasel.

Einmal im Monat findet hier ein Gottesdienst statt. Zudem lädt der vor zwei Jahren gegründete Heimatverein zu Veranstaltungen ein. Dessen Mitglieder unterstützen auch das Konzert am 16. September. Neben der Musik sind interessierte Gäste auch zu einer Führung durch das Gotteshaus eingeladen.

Sogar einen Sektempfang bereiten die Gastgeber vor. Eingeladen ist unter anderem Hanna Seefeld, Kantorin im Ruhestand. Wer weiß, vielleicht wird sie an diesem Nachmittag sogar die Lütkemüller-Orgel zum Klingen bringen.

Wenn sich die Spaatzer Kirche als Spielstätte bewährt, könnte sie auch im Spielplan der Musikfestspiele 2019 stehen, verrät Guido Böhm.

Von Christin Schmidt

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