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Rhinow Wohnhäuser statt Gartenabfall
Lokales Havelland Rhinow Wohnhäuser statt Gartenabfall
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16:37 14.03.2019
Die gemeindeeigene Fläche am Schwalbenweg in Wolsier wird immer wieder zu illegalen Entsorgung vom Baumschnitt und Gartenabfällen genutzt. Quelle: Norbert Stein
Wolsier

Der Hinweis ist eindeutig. „Bitte keinen Müll entsorgen“, steht auf Schildern am Schwalbenweg in Wolsier geschrieben. Die Praxis sieht anders aus. Der illegale Abladeplatz wächst. Immer wieder werden Baumschnitt, Gartenabfälle auf der hinter dem Dorf am Schwalbenweg gelegenen Fläche geworfen.

Ein Bebauungsplan

Die Gemeinde Havelaue ist Eigentümerin. Sie möchte die rund 7000 Quadratmeter große Fläche mit einem halbfertigen Rohhau für einen Kindergarten aus der Wendezeit zum Wohngebiet entwickeln. Ein Bebauungsplan wäre dafür die Voraussetzung.

Das kommunale Ansinnen findet in der Bevölkerung nicht nur Sympathien. Die Gemeinde möge Abstand nehmen von dem Vorhaben, erklärte eine Einwohnerin aus dem Dorf den Gemeindevertretern von Havelaue. Anstelle eines Bebauungsplanes erstellen zu lassen, sollten die Gemeindevertreter die Fläche zum kommunalen Entsorgungsplatz erklären, schlug die Einwohnerin den Abgeordneten vor.

Michael Mirschel leitet das Ordnungsamt. Quelle: N. Stein

Die Dorfbewohner könnten dann auf dem Platz legal Baumschnitt und Gartenabfälle entsorgen. Eine andere Möglichkeit gäbe es dafür in Wolsier nicht, sagte die Frau.

„Einen kommunalen Entsorgungsplatz zur privaten Nutzung gebe es in keiner Gemeinde des Amtes Rhinow und wird es auch nicht geben“, sagt Ordnungsamtsleiter Michael Mirschel und erteilt dem Vorschlag eine klare Absage. „Gartenabfälle gehören ordnungsgemäß entsorgt, entweder auf einen eignen Kompost oder zu dafür vorgesehene Annahmestellen der Abfallentsorger“, so Mirschel. Gartenabfälle in Wald und Flur zu entsorgen sei illegal und Wolsier sei kein Einzelbeispiel, betont der Ordnungsamtsleiter mit Blick auf den nahenden Frühling- Seiner Erfahrung nach nehmen diese Müll-solche Delikte in der gesamten Region nun wieder zu, was auch Jägern oder Waldbesitzer beklagen.

Wohin mit dem Abfall?

Steht die Sonne wieder länger am Himmel, lockt es die Klein- und Hobbygärtner ins Freie. In den Gärten werden Bäume und Hecken beschnitten, Laub von den Beeten genommen und der Rasen geharkt. Doch wohin mit den ganzen Abfällen?

Verbrennen ist nicht zulässig. „Die Verordnung über die Entsorgung von kompostierbaren Abfällen und pflanzlichen Abfällen verbietet das Verbrennen außerhalb von Abfallentsorgungsanlagen“, erklärt der Ordnungsamtsleiter. Verbrennen von Abfällen sei kein Gebrauchsfeuer.

Gartenabfälle dürfen auch nicht im Wald entsorgt werden. Quelle: Anne Knappe

Wird die Feuerwehr alarmiert, kann das für den Verursacher teuer werden. So ein Einsatz könne Mirschel zufolge zwischen 150 und 500 Euro kosten, zuzüglich der Kosten für das Verfahren der Ordnungsbehörde.

Auch die Entsorgung im Wald ist nicht statthaft und bei weitem kein Kavaliersdelikt. Jede Fläche hat einen Eigentümer, der möchte nicht den Müll anderer wegräumen. „Ich glaube, manche Leute haben immer noch nicht gemerkt, dass es kein Volkseigentum mehr gibt, denn auch die Gemeinden haben privates Eigentum, welches nicht missbraucht werden darf“. So sagt es Ordnungsamtsleiter Michael Mirschel. Jeder sei selbst für seine Abfälle verantwortlich.

Von Norbert Stein

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