Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Rhinower Stadtverordnete beschließen Haushalt
Lokales Havelland Rhinower Stadtverordnete beschließen Haushalt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 14.03.2016
Bürgermeister Stefan Schneider. Quelle: N. Stein
Anzeige
Rhinow

Die Stadtverordneten von Rhinow haben den kommunalen Haushalt festgelegt. Ellen Schütt, Kämmerin in der Amtsverwaltung, machte den Stadtverordneten das Kompliment, mit Geld verantwortlich wirtschaften zu können, auch wenn in dem von ihnen am Donnerstagabend einstimmig beschlossenen Haushalt noch eine Lücke klafft.

100 800 Euro mussten aus der kommunalen Rücklage in den Etat fließen, um das Minus zwischen Einnahmen und geplanten 1,96 Millionen Euro Ausgaben im Ergebnishaushalt auszugleichen. Hätte der Landkreis seine Umlage für die Gemeinden nicht gegenüber 2015 um zwei Prozent erhöht, würde das Defizit deutlich geringer ausfallen. 50 000 Euro muss die Kleinstadt für die erhöhte Umlage an den Landkreis überweisen. Unterm Strich gerechnet, schrumpft das Sparschwein der Kleinstadt zum Jahresende 2016 auf etwa 176 800 Euro zusammen.

Bürgerliches Engagement wird von Kämmerin gelobt

Es gab schon Zeiten, in denen die Stadtverordneten im Jahreshaushalten ein Minus von mehr als 200 000 Euro ausgleichen mussten aus der unaufhörlich schrumpfenden Rücklage.

Positiv bewertet Ellen Schütt auch das bürgerliche Engagement: Den Lilienthalplatz in Rhinow pflegen die Anwohner. Laub entsorgen können sie in aufgestellten Boxen. Das hilft, in der Stadtkasse Geld zu sparen. Riesige Summen sind es sicherlich nicht. Aber bekanntlich macht „Kleinvieh auch Mist“, den die Kämmerin in Geld aufwiegen kann.

Das Geld ist dennoch auch 2016 knapp in der Rhinower Haushaltskasse. „Wir können uns bei weiten nicht alle Wünsche leisten“, erklärte Bürgermeister Stefan Schneider. Stillstand in der Entwicklung der Kleinstadt ist die Folge jedoch nicht. 577 200 Euro stehen im Haushalt für Investitionen zur Verfügung. In der Grundschule sollen Elektroleitungen und der Treppenaufgang erneuert werden.

Kita in Rhinow. Quelle: Stein

Auch an der Fassade ist einiges zu machen. Insgesamt sind für die Sanierungsarbeiten in der Grundschule 200 000 Euro eingeplant. Für 150 000 Euro wurden Fördermittelanträge gestellt. Im Haushalt eingeplant sind 5000 Euro zur Planung eines Kita-Anbaus zur Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze. In die Sanierung von Sanitäranlagen der Turnhalle sollen mit Unterstützung von finanziellen Mitteln aus dem „Goldenen Plan Havelland“ 15 000 Euro fließen. Am Montag beginnt der zweite Bauabschnitt des Gehwegs der Werner-Seelenbinder-Straße. Der Kostenpunkt: 160 000 Euro, einschließlich Förderung.

Friedhof und Ortsteil Kietz bekommen Geld

Die Reihengrabanlage auf dem Friedhof kostet der Stadt 20 000 Euro. Auch dieses Vorhaben soll 2016 realisiert werden. Den Sportverein unterstützt die Stadt mit 10 000 Euro. Der Heimatverein bekommt 3500 Euro für seine Arbeit und weitere 1500 Euro für die Feierlichkeiten 800 Jahre Rhinow. Im Haushalt sind außerdem 5000 Euro für einen historischen Bilderpfad in der Stadt eingeplant, ebenfalls ein Beitrag zum diesjährigen Stadtjubiläum. Der Ortsteil Kietz bekommt 200 Euro für die Ausrichtung eines Spielplatzfestes.

Von Norbert Stein

Havelland Brandenburgische Frauenwoche - Marwa mag Kopftuch, Maram eher nicht

Schreibt es der islamische Glaube tatsächlich vor, dass Frauen ein Kopftuch tragen? Die beiden Kabbani-Schwestern aus Syrien, die mit ihrer Familie seit zwei Jahren in Rathenow leben, haben unterschiedliche Meinungen dazu. Marwa mag das Kopftuch und trägt es jeden Tag. Ihre Schwester Maram dagegen sagt: „Ich möchte nicht.“

11.03.2016
Havelland Protest auf Rathenows Straßen - Wieder zwei Demos am Dienstag in Rathenow

Rund 1000 Menschen waren am 5. März in Rathenow auf die Straße gegangen. Die eine Hälfte aus Angst vor Islamisierung und Hass auf Fremde, die andere aus Protest gegen diesen Hass und aus Angst vor einem Rechtsruck in der Gesellschaft. Ein Ende der Kundgebungen in der havelländischen Kreisstadt ist noch immer nicht in Sicht.

14.03.2016

Dieter Musold vom Verein zur Förderung, Pflege und Erhaltung der optischen Traditionen in Rathenow hielt am Donnerstag im Kulturzentrum einen Vortrag über die Geschichte der Brillenglasfertigung. Das Datum 10. März war bewusst gewählt, weil am 10. März 1801 der Rathenower Johann Heinrich August Duncker das Patent für seine Vielschleifmaschine bekam.

14.03.2016
Anzeige