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Rhinower Waldwege müssen warten

Sanierung nach Rückeschäden Rhinower Waldwege müssen warten

Ob Rhinow für die Instandsetzung von Waldwegen Fördermittel beantragt ist ungewiss. Die Entscheidung haben die Stadtverordneten nach einer ausführlichen Diskussion am Donnerstagabend auf einer ihrer nächsten Sitzungen vertagt

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Bürgermeister Stefan würde die Instandsetzung von Waldwegen vorerst nicht ins Programm nehmen.

Quelle: Norbert Stein

Rhinow. Ob Rhinow für die Instandsetzung von Waldwegen Fördermittel beantragt ist ungewiss. Die Entscheidung haben die Stadtverordneten nach einer ausführlichen Diskussion am Donnerstagabend auf einer ihrer nächsten Sitzungen vertagt. Das Land Brandenburg fördert die Instandsetzung von Waldwegen für den Brandschutz.

Bis zu 100 000 Euro stehen zur Verfügung

Bis zu 100 000 Euro können Kommunen in diesem Jahr dafür beim Land- und Forstwirtschaftsministerium beantragen. Eingesetzt werden soll das Geld für Waldwege, die notwendig sind damit Feuerwehren im Ernstfall ungehindert zum Einsatzort gelangen. Viele dieser Wege sind zumeist infolge von Holztransporten zerfahren und müssen wieder hergerichtet werden für einen jederzeit nötig werdenden Einsatz der Feuerwehren.

Zuerst sind die Straßen dran

Die Aussprache in der Rhinower SVV machte jedoch klar, dass eine Mehrheit dagegen ist, Geld für Waldwege auszugeben. In der Stadt gebe es einen großen Bedarf hat Straßen zu reparieren. Da könne er keinem Einwohner klarmachen, dass zuerst die Waldwege gemacht werden, sagte Bürgermeister Stefan Schneider. Für ihn gibt es aber noch einen anderen Grund gegen die Zuschüsse des Landes zu plädieren:

Es sind auch Eigenanteile nötig

Das Land fördert zwar 100prozentig die Instandsetzung der Waldwege, aber die zuvor notwendige Planung lediglich mit 20 Prozent. Für die Planung müsste die Stadt rund 19 000 Euro aus der eigenen Haushaltskasse aufbringen. Für die Instandsetzung der Waldwege seien in erster Linie die verantworlich, die die Schäden verursacht haben, meinten Heinz Wollermann und Marco Piske. Weitere Abgeordnete äußerten sich ähnlich.

Sanierte Wege sind gut für die Feuerwehr

Henry Klare als amtierender Wehrführer in Rhinow und Herbert Torno hingegen plädierten für die Instandsetzung von Waldwegen mit Hilfe von Fördermitteln. „Intakte Wege sind für die Feuerwehren sind wichtig“, sagte Herbert Torno in Erinnerung an einen großen Waldbrand Anfang der 1990er Jahre. Ein wesentlicher Knackpunkt für viele Abgeordnete ist die Unterhaltung der Waldwege, zu der sich die Stadt nach erfolgter Instandsetzung für zwölf Jahre verpflichten müsste. Bevor die Abgeordneten diskutierten hatte Hartmut Badtke der Instandsetzung eine klare Absage erteilt. „Ausgebaute Wege bringen mehr Fahrzeuge und Müll in den Wald“, erklärte der Waldbesitzer und Vorsitzende der Hegegemeinschaft Rhinower Ländchen. Auch Schwarzstorch, Seeadler, Rotwild und weitere Waldtiere würden unnötig beunruhigt, sagte er. Er gab den Rat, mit dem Hinweis mit Waldeigentümern zu sprechen, um Holztransporte zeitlich zu begrenzen.

Vorerst keine Entscheidung

Entschieden haben die Stadtverordnete noch nicht, weil zu den in Abstimmung mit der Forstverwaltung zur Instandsetzung vorgeschlagenen Waldwegen auch solche gehören, die über mehrere Gemeindegemarkungen führen. So hat die Gemeinde Gollenberg die Instandsetzung des Alten Schönholzer Weges beschlossen, der auch über Gemarkungen der Stadt Rhinow und der Gemeinden Havelaue und Seeblick führt.

Sollten sich alle Gemeinden für die Instandsetzung des Alten Schönholzer Weges entscheiden, wollten die Rhinower Stadtverordneten eine Beteiligung ihrerseits nicht ausschließen.

Von Norbert Stein

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