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Ribbecker Schlossrestaurant wieder offen

Nach Brandschaden Ribbecker Schlossrestaurant wieder offen

Im April schockte ein Brand im Ribbecker Schloss das Havelland. Schlimmeres konnte verhindert werden, aber Teile des Restaurants waren zerstört. Heute kann das Haus wieder öffnen und in die Sommersaison starten.

Ribbeck Theodor-Fontane-Straße 10 52.62557 12.75284
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Willkommen: Restaurantchefin und Serviceleiter erwarten die Gäste.

Ribbeck. Ein bisschen Birne ist immer – das Restaurant des Ribbecker Schlosses hat seit heute wieder geöffnet. Der Schock und die Schäden des Brandes vom 14. April sind überwunden. Wer hier gerne Gebratene Kalbsleber Ribbecker Art mit sautierten Birnen gegessen hat, der kann den Ribbeck-Klassiker ab heute wieder genießen.

Alles Birne im  Restaurant des Schlosses Ribbeck,

Alles Birne im Restaurant des Schlosses Ribbeck,

Quelle: Marlies Schnaibel

Frank Wasser, Geschäftsführer der Schloss Ribbeck GmbH, dankte am Freitagabend in einer kleinen Feierstunde allen, die das Haus wieder hergestellt haben. Die Feuerwehr hatte in der Brandnacht schnell reagiert und Schlimmeres verhindert. Tagelang hatten im Anschluss Männer in weißen Schutzanzügen den Ruß aus dem Gastraum, aus der Küche, aus Kaminzimmer, Treppenflur und Foyer entfernt. „Es gab ein gutes Timing zwischen Verwaltung und Restaurant, so dass alles schneller geschafft wurde als ursprünglich gedacht“, lobte Wasser. Die Höhe des Schadens und des Einnahmeverlustes konnte er noch nicht beziffern. „Die kriminaltechnischen Untersuchungen laufen noch“, sagte der Geschäftsführer. In der Brandnacht hatte es einen technischen Defekt an einer Kühlvitrine für Getränke gegeben, der dann das Feuer ausgelöst hatte.

„Das war ein Schock“, gestand Restaurantleiterin Ivonne Mertens. „Alle Gläser waren schwarz, das Geschirr, das Besteck.“ All das musste erneuert werden. An der Stelle des Brandherdes steht inzwischen eine neue Vitrine, aber nur eine für Kuchen, die nachts ausgeschaltet wird. Der Wein wird künftig an anderer Stelle auf die richtige Temperatur gebracht. Im Restaurant mit seinen 40 Sitzplätzen sind Teile des Dielenfußboden erneuert worden, das Regal an der Nordseite des Raumen wurde entfernt, die Wand ist jetzt dunkelrot gestrichen und greift die Gestaltung es Raumes auf. „Über eine künstlerische Gestaltung der Fläche werden wir in Ruhe entscheiden“, sagte Frank Wasser. Auch die Lampen in dem Raum sollen erneuert werden. Mit der Architektin ist außerdem über Veränderungen im Foyer gesprochen worden, etwa durch das Aufstellen von Vitrinen. Das Kaminzimmer bleibt in seiner Gestaltung erhalten.

Das Restaurant ist vorerst jeweils von Freitag bis Sonntag geöffnet, ab Mitte Juni dann auch wieder werktags. Küchenleiter Enrico Schulz ist froh, endlich wieder das zu machen, was er am besten kann: mit seinem Team zu kochen. „Auf der Karte bleiben die Ribbeck-Klassiker bestehen“, sagte er und verweist auf Ochsenschwanzsuppe, gebratenen Zander, pochierte Ribbecker Landeier oder Gülper Schweinefleisch. Hinzu kommt eine leichte Sommerküche, in der zur Zeit der Spargel den Ton angibt. Für den Herbst sind Wild-Wochen geplant.

Während der letzten Wochen hatten die Mitarbeiter unter besonderen Bedingungen gearbeitet. Durch einen aus Folien errichteten Tunnel hatten sie die Küche erreicht. Heute dürften das achtköpfige Küchen- und Serviceteam alle Hände voll zu tun haben, dann laden die Havelländischen Musikfestspiele zum Open-Air-Konzert vor dem Schloss. Hunderte Besucher werden erwartet. Eine Hochzeit wird auch noch gefeiert.

Von Marlies Schnaibel

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