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Havelland Richart-Hof wird im Frühjahr fertig
Lokales Havelland Richart-Hof wird im Frühjahr fertig
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21:11 23.01.2018
Im künftigen Veranstaltungsraum im Obergeschoss: Sigrid von der Heiden im Gespräch mit Martin Polenzky vom Büro Hell, der die Elektroplanung im Haus vorgenommen hat. Quelle: Andreas Kaatz (3)
Nauen

Es riecht nach frischer Farbe. Die Wände sind gestrichen, ebenso die Hölzer der Fachwerkkonstruktion in der ehemaligen Scheune. Und die säulenförmigen Metallstützen im Erdgeschoss haben vor Kurzem an Stelle der roten Oberfläche ein Anthrazit verpasst bekommen. Nach dem historischen Vorbild. So passt es auch gut zu den hellen Wänden. Der Fußboden kam schon vor Weihnachten rein – besteht im Erdgeschoss aus Spaltklinkern. Oben hingegen ist Parkett, was anderes wäre dort nicht in Frage gekommen. „Wir wollen mit echten Naturmaterialien arbeiten – so wie es auch früher war“, sagt Sigrid von der Heiden vom Sanierungsträger Stadtkontor. Ihr Fazit zum bisherigen Bautenstand: „Das sieht richtig schön aus.“

Noch wird es aber ein wenig dauern, bis das Haus an der Gartenstraße für die Öffentlichkeit zugänglich ist – auch wenn der Tresen für die Touristeninformation im Erdgeschoss schon an seinem Platz steht. „Wir wollen bis Mitte/Ende Mai mit dem Gesamtprojekt durch sein“, blickt Sigrid von der Heiden voraus. Danach soll das Objekt bezogen werden. „Für Ende Juni haben wir dann eine feierliche Eröffnung geplant“, kündigt Vizebürgermeisterin Marion Grigoleit an.

Der Richart-Hof wird größtenteils barrierefrei sein. Dafür sorgt unter anderem der Fahrstuhl im Scheunengebäude, der die Gäste neben der Treppe zum Veranstaltungsraum hochfährt. Aber auch sonst wurde darauf geachtet, dass es keine Stolperfallen gibt. Dies betrifft beispielsweise auch den Eingang vom Hof aus. Dieser soll nämlich künftig eine Ziegelflachschicht erhalten, die dann auf einer Ebene an den Fußboden im Erdgeschoss anschließt.

Auf Details wurde aber auch darüber hinaus geachtet. So sind im Obergeschoss keinesfalls moderne Lichtschalter zu finden, sondern Drehschalter, die jenen aus den 1930er-Jahren nachgebildet sind. Sie wurden auf die jahrhundertealten Balken montiert, denn der Großteil der Fachwerkhölzer konnte – zumindest in der Scheune – erhalten bleiben. Dass Neues auf Altes trifft, das gilt auch für die Beleuchtung. LED-Lampen sorgen für Helligkeit.

Dies jedoch konnte man vom Vorderhaus an der Neue Straße nicht behaupten. Das war so marode, dass es abgetragen werden musste. Danach war zehn Wochen Stillstand, bis die Genehmigung für den geänderten Bauantrag vorlag. Seither geht es auch dort voran, praktisch entsteht ein Neubau.

Später wird das Kulturbüro dort seinen Platz haben, das von der Galerie am Blauen Haus in das einstige Wohngebäude zieht. Ausstellungen finden künftig ebenfalls im Richart-Hof statt. Zudem erhalten die Nauener Heimatfreunde Räume, unter anderem fürs historische Stadtarchiv. Ein Teil der Sammlung von historischen Geräten, die Hans-Joachim Richart mit viel Liebe einst zusammengetragen hat, soll ebenfalls im Hof Platz finden und gezeigt werden – teilweise in den beiden Nebengebäuden des Hofes. Die alte Kochmaschine steht künftig im Vorderhaus und zeugt von der damaligen Wohnsituation. Und über dem Hoftor an der Seite wird außen der Schriftzug „Richart-Hof“ auf den früheren Besitzer hinweisen.

Ursprünglich sollte das Vorhaben einschließlich Fördermitteln 1,4 Millionen Euro kosten. Aufgrund von Zusatzarbeiten ist es aber etwas teurer geworden als geplant. So musste nicht nur das ehemalige Wohnhaus abgerissen und neu aufgebaut werden, sondern auch im Obergeschoss des Nebengebäudes die Wand zur Straße hin abgetragen und neu gemauert werden. Sie war zu dünn, wäre irgendwann eingefallen. Auch die Dachbalken in dem ehemaligen Stallgebäude mussten komplett erneuert werden.

Marion Grigoleit geht von rund 100 000 Euro aus, die das Projekt mehr kostet. „Wir können dies allerdings mit einer höheren Förderung kompensieren. Teilweise wird auch die Ausstattung gefördert“, sagt sie. So bliebe es bei Eigenmitteln der Stadt von rund 450 000 Euro.

Von Andreas Kaatz

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