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Richtete der Vater die Waffe gegen den Sohn?

Priort Richtete der Vater die Waffe gegen den Sohn?

Erschoss der 41-Jährige Daniel H. seinen 16-jährigen Sohn und dann sich selbst? Freunde und Kollegen sind fassungslos. Für die Familie stellt sich weiter die Frage nach dem Warum. Immerhin konnte Riesenschnauzer Alex, der den Tod seiner Herrchen mit ansehen musste, nach Hause zurückkehren.

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Galt als vorbildlich und unauffällig: Der 41-Jährige privat.

Quelle: privat

Priort/Elstal. Unauffällig, in die Gesellschaft integriert und hilfsbereit – so beschreiben Freunde und Bekannte den am Ostermontag in seinem Ford Ka aufgefundenen Daniel H. (41). Gemeinsam mit seinem 16-jährigen Sohn Maxim soll der Elstaler noch am Gründonnerstag beim Osterfeuer in Elstal gewesen und dort mit einem Dritten in Streit geraten sein. Wenige Tage später fanden Passanten Vater und Sohn leblos in ihrem Kleinwagen neben der Landstraße zwischen Priort und Kartzow. Und nach wie vor gibt der Tod der beiden Männer Rätsel auf.

Bericht der Gerichtsmedizin wird abgewartet

Nach Informationen einer Berliner Zeitung soll der 41-Jährige eine Waffe zuerst gegen seinen Sohn und anschließend gegen sich selbst gerichtet haben. Die Waffe sei im Auto gefunden worden. Das konnte die Potsdamer Staatsanwaltschaft am Mittwoch nicht bestätigen, Anzeichen von Fremdeinwirkungen habe es jedoch nicht gegeben. „Wir müssen den Bericht der Gerichtsmedizin abwarten“, so Christoph Lange, Sprecher der Staatsanwaltschaft. „Auch über den Zusammenhang mit der Schlägerei haben wir keine eindeutigen Erkenntnisse. Bislang liegt zumindest keine Anzeige wegen einer Körperverletzung vor“, so Lange weiter.

In diesem Auto wurden Vater und Sohn gefunden

In diesem Auto wurden Vater und Sohn gefunden

Quelle: Julian Stähle

Mitglied im Schützenverein

„Ich verstehe das alles nicht“, sagt Helmut Gille, Vorsitzender der Nauener Schützengilde, der Daniel H. seit 2010 angehörte. Der 41-jährige Mitarbeiter der Hohen Neuendorfer Stadtverwaltung (Oberhavel) sei bereits vor seiner Zeit bei der Nauener Gilde Mitglied in einem Schützenverein gewesen, hatte zudem eine Waffenbesitzkarte. „Er half auf Veranstaltungen mit, kam regelmäßig zum Training und nahm an Wettbewerben teil. Er verhielt sich verantwortungsvoll und brachte sogar seinen Sohn Maxim zu einem Schnupperkurs mit – auch er hatte Interesse am Schießsport“, so Gille weiter. Der 16-Jährige sei zudem jahrelang aktiv im SV Wustermark gewesen, habe dort seit seinem Zuzug nach Elstal vor einigen Jahren Kampfsport gemacht, erinnert sich sein ehemaliger Trainer.„Ich kenne ihn seit seiner Kindheit. Er war nie auffällig, ein guter Schüler und kam regelmäßig zum Training.“

Riesenschnauzer Alex konnte am Mittwoch nach Hause zurückkehren

Riesenschnauzer Alex konnte am Mittwoch nach Hause zurückkehren.

Quelle: Marlies Schnaibel

Unauffällig habe sich auch der zweifache Familienvater Daniel H. verhalten. Veränderungen habe zumindest Helmut Gille in letzter Zeit nicht bemerkt. Auch die regelmäßigen Übungsstunden mit Riesenschnauzer Alex habe er wie gewohnt absolviert. „Er hat organisiert, dass er mit seinem Hundeverein auf dem Gelände der Schützengilde trainieren kann. Im Hundesport war er engagiert“, sagt Gille.

Riesenschnauzer ist überm Berg

Riesenschnauzer Alex, der sich am Ostermontag mit im Auto befand und Verletzungen im Bauchbereich aufwies, ist unterdessen auf dem Weg der Besserung. Er wurde am Mittwoch aus dem Tierheim Falkensee, wo er seit Ostermontag untergebracht war, abgeholt und ist nun zurück Zuhause. Den Hund abzugeben sei für H.s Ehefrau nie eine Option gewesen, weiß eine Freundin der Familie, bei der die Verbliebene derzeit untergekommen ist.

Die Nachricht über den Tod des Kollegen, erreichte die Mitarbeiter der Hohen Neuendorfer Verwaltung am Dienstag. „Wir sind alle bestürzt. Auf die Mitarbeiter, die mit dem Kollegen direkt zusammengearbeitet haben, wurde besonders Rücksicht genommen“, informiert Stadtsprecherin Susanne Kübler.

Von Laura Sander

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