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Richtfest am Akazienhof

Falkensee Richtfest am Akazienhof

Fast 200 neue Wohnungen werden durch die DCS Immobilien im Falkenseer Stadtzentrum gebaut. Am Freitag war Richtfest für eine Anlage am Akazienhof, in der 144 Wohnungen entstehen werden. Weitere Bauten sind auf einem Nachbargrundstück geplant.

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Ziemlich familiär: Cornelius und Constantin Scheidges (Mitte) mit Familie und Mitarbeitern.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Ewig wurde diskutiert, jetzt wird zügig gebaut: Am Akazienhof entsteht eine neue Wohnanlage, am Freitag wurde Richtfest gefeiert.

Mit „alles läuft gut“ hatte Bauherr Cornelius Scheidges seine kleine Rede zum Richtfest begonnen. Die Firma DCS Immobilien baut auf dem Akazienhof eine Anlage aus mehreren drei- und viergeschossigen Häusern. 144 Wohnungen werden hier entstehen. 50 weitere kommen auf einem Nachbargrundstück in Richtung Bahnhofstraße hinzu. Scheidges Firma hat die Fläche, auf der das ehemalige Wolff’sche Gehöft stand, von Helma-Bau gekauft „Dafür müssen nun Baupläne angepasst und zum Teil neu aufgestellt werden“, sagte Architekt Constantin Scheidges, der Sohn des Bauherren.

Drei- und Viergeschosser stehen auf dem Innenhof

Drei- und Viergeschosser stehen auf dem Innenhof.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Die Anlage am Akazienhof ist dagegen schon in ihren ganzen Ausmaßen erkennbar. Langgezogene Blöcke bilden einen Innenhof, in dem ab der nächsten Woche die Tiefgarage fertiggestellt werden soll. Der Innenausbau hat in zwei Gebäuden schon begonnen. „Im Juni nächsten Jahres werden die Häuser bezugsfertig sein“, sagte der Bauherr. Es geht zügig voran bei dem Projekt. „Die ganze Zusammenarbeit mit der Stadt ist reibungslos und schnell“, sagte Cornelius Scheidges. „davon träumen wir in Berlin.“ Bürgermeister Heiko Müller (SPD) und Baudezernent Thomas Zylla (CDU) gehörten zu denen, die sich beim Richtfest vom Fortgang der Arbeiten überzeugten. „Das Projekt wird die Innenstadt beleben, so war das Anliegen, das wir verfolgt haben“, sagte Heiko Müller. Er freue sich über das Engagement von privaten Investoren in der Innenstadt, nachdem viele Jahre wenig passiert war. Die Kommune hat mit ihrem Einsatz für das Bürgeramt und die Stadthalle die Entwicklung mit angestoßen.

Bei der neuen Wohnanlage liegen für einhundert Wohnungen schon Reservierungen und Vor-Mietverträge vor. „Gefragt sind vor allem die kleineren Wohnungen“, sagte Constantin Scheidges. So mancher von den neuen Mietern streicht schon mal am Wochenende über die Baustelle, um mehr über seine künftige Wohnung zu erfahren, haben die Bauarbeiter beobachtet.

Mit dem Bauvorhaben am Akazienhof kommt eine Dauerdebatte zum Abschluss. Über den Bebauungsplan F4 wurde seit Anfang der 90er-Jahre gestritten. Bauvorhaben wurden begonnen, aber nur in Teilen umgesetzt. So waren an der Akazienstraße einige Ein- und Zweifamilienhäuser entstanden, der Innenbereich jedoch lag lange brach. Als jetzt Pläne für eine massive Bebauung auftauchten, wehrten sich die Anwohner dagegen. Sie monierten die Höhe der Häuser, die die kleinen Häuser in den Schatten stellt. Unter ihrem Protest sind Teile der Entwürfe geändert worden, so steht in unmittelbarer Nachbarschaft zu den bereits bestehenden Häusern nur noch ein dreigeschossiger Block.

Noch nicht ganz ausgestritten ist der Verlauf eines geplanten Radweges, der vom Einkaufsmarkt über den Akazienhof führen soll. Zur Bahnhofstraße wird es keine Straßenverbindung, sondern nur einen Weg für Fußgänger und Radfahrer geben.

Von Marlies Schnaibel

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