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180.000-Euro-Anbau nimmt Formen an

Grütz 180.000-Euro-Anbau nimmt Formen an

Seit Jahren fordern die Grützer Feuerwehrleute eine Erweiterung ihres viel zu kleinen Gerätehauses. Nun endlich wurden die Bitten erhört – für insgesamt 180.000 Euro wird ein Anbau errichtet. Der akute Platzmangel ist damit Geschichte. Am Freitagnachmittag war Richtfest.

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Ewald Kühne, langjähriger Ortswehrführer, schlägt den Nagel ein, Zimmermann Sebastian Schäfer amüsiert sich.

Quelle: Markus Kniebeler

Grütz. Wie wichtig es ist, einen langen Atem zu haben, davon können die Grützer Feuerwehrleute ein Lied singen. Vor gut zehn Jahren machten sie die Vertreter der Stadt Rathenow darauf aufmerksam, dass das Feuerwehrgerätehaus dringend eine Erweiterung brauche. Am Freitagnachmittag, nach einem Jahrzehnt der Absagen und Vertröstungen, wurde nun tatsächlich Richtfest gefeiert.

Ewald Kühne, der 25 Jahre lang die Grützer Ortsfeuerwehr leitete, bevor er sein Amt im vergangenen Jahr an Rainer Brüch übergab, kam die Ehre zu, den symbolischen Nagel in den Dachstuhl zu treiben. Er tat dies in drei Schlägen (plus x), kritisch beobachtet von Zimmermann Sebastian Schäfer. Kühne war es gewesen, der vor zehn Jahren die Mitglieder des Rathenower Bauausschusses nach Grütz eingeladen hatte, um sie auf die Enge im Gerätehaus aufmerksam zu machen. Locker gelassen hat Kühne seitdem nicht mehr. „Das war ein dickes Brett, das wir da bohren mussten“, sagte er am Freitag. „Aber unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt.“

Die Enge, die den Wehrleuten in den vergangenen Jahren das Einsatzleben schwer machte, ist also bald Geschichte. Und dass die Bedingungen wirklich miserabel waren, hat auch nie jemand bestritten. Bei jenem Besuch vor zehn Jahren machten sich die Mitglieder des Rathenower Bauausschusses ein Bild von der Misere. Nachdem sich alle an dem Einsatzwagen vorbei ins Freie gequetscht hatten, zweifelte niemand mehr die Klage über den Platzmangel an. Doch wegen der chronisch angespannten Haushaltslage der Stadt Rathenow wurden die Grützer immer wieder vertröstet. Aber nun endlich wird gebaut.

Das neue Gerätehaushaus grenzt unmittelbar an das alte. 180 000 Euro investiert die Stadt in den Neubau. Im September begannen die Arbeiten. Der Rohbau steht, und das Dach ist dicht. Im kommenden Jahr steht der Innenausbau auf dem Programm.

Nach der Inbetriebnahme des neuen Gebäudes, in dem der Einsatzwagen untergestellt wird, kann das alte Haus genutzt werden, um Geräte zu lagern und Schränke aufzustellen. Der Schulungsraum muss dann nicht mehr als Umkleide herhalten, sondern dient dann nur noch als Versammlungsort. Übrigens ist das neue Gerätehaus so bemessen, dass – sollte es denn mal nötig werden – auch ein größeres Einsatzfahrzeug als das jetzige untergestellt werden kann.

Von Markus Kniebeler

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