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Havelland Richtfest am Seniorenpflegezentrum Premnitz
Lokales Havelland Richtfest am Seniorenpflegezentrum Premnitz
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00:30 08.11.2015
Ansprachen am Rohbau, von links Polier Michael Doßmann, Architekt Jörn Pötting, WPZ-Chefin Rosita Teufert und Bürgermeister Roy Wallenta. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Das Seniorenpflegezentrum an der Heimstraße in Premnitz wird erweitert und umgestaltet. Das kreisweit tätige Wohn- und Pflegezentrum Havelland (WPZ) lässt mit einem Investitionsaufwand von 3,2 Millionen Euro einen Anbau errichten, mit dem dort die Kapazität der Plätze von 75 auf 93 erhöht und die gesamte Einrichtung deutlich moderner wird. Am Mittwochnachmittag ist dort das Richtfest gewesen. WPZ-Geschäftsführerin Rosita Teufert wies darauf hin, dass diese Feier eher im kleinen Kreis begangen wird. Nach Fertigstellung des gesamten Projektes solle dann im dritten Quartal 2016 die Einweihungsfeier größer aufgezogen werden.

WPZ-Geschäftsführerin Rosita Teufert schlug die obligatorischen Nägel ein. Quelle: Bernd Geske

Rosita Teufert teilte in ihrer Ansprache mit, dass das WPZ in den letzten zwei Jahren neben dem Vorhaben in Premnitz noch ein zweites großes Bauprojekt umgesetzt hat. Am 29. Oktober sei das neue Seniorenpflegezentrum in Nauen in Betrieb genommen worden. Die drei Standorte in Rathenow, Premnitz und Nauen zusammen genommen, verfüge das WPZ jetzt über 586 Pflegeplätze, 18 Kurzzeit-Pflegeplätze, zehn Langzeitplätze und 18 Tagespflegeplätze. Damit sei es der größte Anbieter einer vollstationären Pflege im Landkreis Havelland. Wenn 2017 in Premnitz der Neubau für das Gesundheitszentrum fertig sei, kündigte sie an, werde dort eine Tagespflege mit einziehen. Nicht zuletzt soll noch in Wustermark ein neues Seniorenpflegezentrum gebaut werden, das 2021 zur Verfügung stehen soll.

Das Wohn- und Pflegezentrum Havelland

Das Wohn- und Pflegezentrum Havelland (WPZ) ist ein Unternehmen der Havelland-Kliniken-Unternehmensgruppe.

Im Jahr 2014 verbuchte das WPZ einen Umsatz von fast 16 Millionen Euro und es hat gegenwärtig 430 Beschäftigte.

Die großen Einrichtungen des WPZ sind die Seniorenpflegezentren (SPZ) am Fontanepark und im Stadtforst Rathenow mit 223 bzw. 205 Plätzen. Neben dem Haus Premnitz mit bald 93 Plätzen gibt es noch ein SPZ in Nauen mit 69 Plätzen.

Der Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos) sprach von seiner großen Freude über das Bauprojekt und nannte den Anbau ein „tolles Gebäude“. Er erinnerte daran, dass der Landkreis Havelland, die Havelland-Kliniken-Unternehmensgruppe und die Stadt im Frühjahr 2014 mehrere Verträge abgeschlossen hatten, um die medizinische Versorgung und die soziale Betreuung von Premnitz zukunftsfähig zu machen. Ein Element der Vereinbarungen sei das nun laufende Bauvorhaben am Seniorenhilfezentrum. Ein weiterer Bestandteil sei ein neues Gesundheitszentrum im Stadtzentrum, dessen Grundsteinlegung im nächsten Jahr stattfinden werde. „Wir haben in Premnitz dafür den Bedarf“, betonte Roy Wallenta, „wir sind eine älter werdende Gesellschaft.“

Um den Anbau an der Südseite des Seniorenhilfezentrums errichten zu können, ist dort der vormals vorhandene Flachbau abgerissen worden. Der neue Dreigeschosser wird so gestaltet, dass er mit dem schon vorhandenen, ebenfalls dreigeschossigen Bestandsbau ein einheitliches Ensemble bildet. Diese beiden großen Blöcke werden durch einen neuen Verbindungsbau über den Hof auf allen drei Etagen miteinander verknüpft.

Da oben hängt sie, die Richtkrone. Quelle: Bernd Geske

Der zuständige Architekt Jörn Pötting hat bei früherer Gelegenheit auf inhaltliche Besonderheiten des Vorhabens hingewiesen. Dessen „Highlight“ sei die neue Kantine, die auf Beschluss des WPZ auch weiterhin für Besucher von außen offen bleiben solle. Als „Schaufenster“ für das künftige Seniorenpflegezentrum werde der neue Haupteingang dienen, der in die Ostseite des Anbaus kommt. Im neuen Foyer werde ständig eine Arbeitskraft anwesend sein, um als Ansprechpartner für alle Fragen zu dienen. Vorgesehen sei dort ein Leseraum für Bewohner und Besucher, in dem sich auch zwei Computer-Arbeitsplätze befinden sollen. Ins Erdgeschoss des Anbaus kommt zudem die neue Küche. In jedem der zwei neuen Obergeschosse sollen sich je neun Einzelzimmer für die Patienten befinden.

Von Bernd Geske

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