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Havelland Richtfest mit Pauken und Trompeten
Lokales Havelland Richtfest mit Pauken und Trompeten
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16:12 13.10.2017
Richtspruch und Musik vom Jugendblasorchester auf dem Dach des neuen Hauses an der Falkenseer Bahnstraße. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Die künftigen Mieter waren tonangebend: Das Jugendblasorchester der Kreismusikschule spielte vom Dach des neuen Geschäfts- und Bürohauses, das am Falkenseer Bahnhof entsteht. Die jungen Musiker musizierten Freitag zum Richtfest des Hauses, das von der Familie Sabine und Michael Ziesecke gebaut wird.

Die Kunst- und Musikschule Havelland wird einer der Mieter des neuen Hauses sein. Dann wird nicht mehr auf dem Dach gespielt, sondern in neuen Probenräumen und im Saal. Im April 2018 könnte es soweit sein.

Wo mehr als 100 Jahre die Schlosserei Ziesecke stand, entsteht für mehr als 8 Millionen Euro ein neues Geschäftshaus. Darin wird auch die Musikschule Havelland einziehen. Zum Richtfest hievten die jungen Musiker ihre Instrumente aufs Dach.

Am Freitag wurde mit fast 100 Gästen Richtfest für den mehr als 8 Millionen Euro teuren Bau gefeiert. Finanziert wird das Vorhaben von der MBS. Vorstandsmitglied Uwe Borges lobte den Sachverstand und „die unglaubliche Leidenschaft und entwaffnende Menschlichkeit“ von Michael Ziesecke und dessen Frau Sabine. Aber natürlich haben Banker auch andere Kriterien, und so war einer der Gründe, die für das Projekt sprachen, die Sicherheit von zwei großen Ankermietern.

Die kommen aus dem Landkreis Havelland. In das neue 77 Meter lange Haus werden das Jobcenter und die Musikschule einziehen. Landrat Roger Lewandowski (CDU) lobte am Freitag den Mut von Zieseckes für dieses Projekt. „Dieses Richtfest ist ein wichtiges Ereignis für diese Stadt“, sagte er und erinnerte an die Zeit, als er selbst noch als Abgeordneter in der Falkenseer Stadtverordnetenversammlung saß: „Ich weiß noch, wie schwer es war, Investoren für das Zentrum von Falkensee zu finden.“

Da habe sich inzwischen viel getan, auch weil die Stadt selbst viel gemacht hat – im Straßenbau, mit Bürgeramt und Stadthalle sind Impulse gesetzt worden. „Wir fahren jetzt die Ernte ein“, sagte Falkensees Baudezernent Thomas Zylla (CDU) und verwies auf Dinge, die über einen langen Zeitraum gewachsen sind. Ein Prozess wurde angestoßen. „Wir wünschen uns, dass auch noch an der Bahnanbindung gearbeitet wird“, sagte der Vizebürgermeister.

Die Kommune hat mit Bebauungsplänen auch Grundlagen für die Entwicklung im Zentrum geschaffen. „Hier ist der schwierige Weg der Bodenumlegung gegangen worden, um nutzbare Grundstücke zu bekommen“, sagte Thomas Zylla zu dem Neubau.

„Ja, es mussten einige Hürden genommen werden“, gestand Bauherrin Sabine Ziesecke, „und das Umlegungsverfahren hätte das Projekt fast zum Scheitern gebracht.“ Aber das sind die Mühen der Vergangenheit. Jetzt ist der Bau an der Nordseite des Falkenseer Bahnhofs nicht mehr aufzuhalten. Michael Ziesecke erinnerte kurz an die Ausgangslage des Projektes: Die mehr als 100 Jahre alte Schlosserei auf dem Hinterhof und ein Imbiss an der Sparkasse standen damals an der Bahnstraße. Jetzt entsteht hier ein großes Haus mit vier Etagen, das für Falkensee so etwas wie ein Entree darstellt.

Architekt Uwe Mangold hat es entworfen. „Vor allem soll es ein Haus sein, wo sich die Menschen begegnen können“, beschrieb Michael Ziesecke seine Vision. Die Musikschule und ihr Saal gehören ebenso dazu wie Arztpraxen, ein Gemüseladen, ein Eisladen und ein Geschäft der Falkenseer Fleischerei Gädecke.

Von Marlies Schnaibel

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