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Havelland Grusel mit gut gelaunten bösen Geistern
Lokales Havelland Grusel mit gut gelaunten bösen Geistern
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00:36 01.11.2015
Diese vermutlich geschminkte junge Dame ist vor einem Jahr in Milow ein echter Hingucker gewesen. Quelle: Ralf Oehme
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Milow

Hexen, Henker, Hässlichkeiten. Manche Menschen feiern gerne Halloween, die Nacht vor Allerheiligen, mit dem Erscheinen von bösen Geistern. „Süßes oder Saures!“ lautet dann die Forderung von Kindern, die von Haus zu Haus ziehen und unter Androhung von Unannehmlichkeiten nach Süßigkeiten fahnden. An einigen Orten gibt es Partys. Das bei Weitem größte Spektakel dieser Art in der Region gibt es seit wenigen Jahren in Milow. Treibende Kraft ist dabei die örtliche Feuerwehr. Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr als 1000 Besucher gezählt worden und die Veranstalter gehen davon aus, dass dieses Jahr ein neuer Geister-Rekord aufgestellt wird. Gruseln ist das Gebot, aber bei allem Erschrecken soll der Spaß an der Sache die Hauptsache bleiben. Kinder sollen sich freuen können.

2012 hat die Freiwillige Feuerwehr Milow die Organisation übernommen

„Unser Interesse ist die Gemeinschaft und das Dorfleben“, sagt Ralf Oehme, der Ortswehrführer. Die Milower Feuerwehr habe schon immer viel mit Kindern gemacht – und vor drei Jahren sei dann zur üblichen Feuerwehr-Nachwuchsarbeit die Party vor Allerheiligen hinzu gekommen. 2009 sei in Milow die Tradition von Halloween-Feierlichkeiten begründet worden, erzählt Ralf Oehme. Als alles einzuschlafen drohte, habe dann 2012 die Freiwillige Feuerwehr die Verantwortung übernommen. Im ersten Jahr habe man noch auf dem Feuerwehrgelände an der Schulstraße bereits 250 Gäste gezählt, berichtet er. Schon ein Jahr später habe sich die Zahl fast verdoppelt. „Es war einfach Wahnsinn!“, findet Ralf Oehme. Weil das Feuerwehrgelände zu klein wurde, zog das Spektakel 2014 zur Milower Schule um. Doch war der Geister-Zustrom so heftig, dass die Getränke knapp geworden sind. Bei 1000 Besuchern hörten die Organisatoren auf zu zählen.

Programmhöhepunkte in Milow

17 Uhr: Beginn des Umzugs „Zombie-Walk“ an der Feuerwehr.

18 Uhr: Verbrennung einer 5 Meter großen Hexenpuppe aus Stroh.

20 Uhr: Ehrung der besten Kostüme im Altersbereich U 16.

21 Uhr: Feuershow für Kinder.

22 Uhr: Feuershow für Erwachsene.

22.30 Uhr: Ehrung der besten Kostüme bei den Erwachsenen.

„Ja, wir hatten Probleme mit der Versorgung“, gibt Ralf Oehme angesichts der unerwarteten Massen zu, aber er verspricht: „Dieses Jahr sind wir vorbereitet.“ Die Organisationsleitung liegt in den Händen eines Dreierteams, zu dem neben ihm selbst noch Kerstin Hoffmann und Jens Trittel gehören. Vieles regelt die Feuerwehr, aber auch zahlreiche andere Helfer sind mit im Boot. Sage und schreibe 75 Aktive sind dieses Jahr an der Organisation beteiligt. Es geht los um 17 Uhr mit dem traditionellen Umzug an der Feuerwehr. Angeführt von drei Gruselwagen und schaurig-schönen Licht- und Toneffekten geht es über Schulstraße, Bahnhofstraße, Kreuzstraße und Bahndamm zur Schule. Auf die Kinder wartet dort der beliebte Gruselwald, der noch mal vergrößert worden ist. Es kann getanzt werden und das Ende der Party kommt um Mitternacht. Eine gute Nachricht gibt es zum Schluss: Das Wetter soll gar nicht gruselig werden.

Von Bernd Geske

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