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Havelland Ritterspektakel zum 760-jährigen Ortsbestehen
Lokales Havelland Ritterspektakel zum 760-jährigen Ortsbestehen
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06:52 29.08.2016
Die Historiengruppe „Tiuteiva“ führte im Buschower Park historische Kämpfe vor. Quelle: Norbert Stein
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Buschow

Klaus Bahrs hatte die Plätze mit dem besten Überblick. Abwechselnd stieg er auf vier Hochsitze und blies von dort aus am Samstag seine Trompete beim „Ritterspektakel“ auf dem Festplatz im Buschower Park. Der Trompeter spielte „Preußens Gloria“, „Hoch auf dem gelben Wagen“ und natürlich die „Märkische Heide“. Er blies auch verschiedene Fanfaren, mit denen er den Beginn und das Ende von historischen Vorführungen verkündete. „Wenn Buschow feiert, dann mache ich selbstverständlich mit“, erklärte Klaus Bahrs, warum er mit seiner Trompete von Hochsitz zu Hochsitz zog und so das Fest in seinem Heimatdorf bereicherte.

1256 zusammen mit Ritter Johannes de Buschow erstmals erwähnt

Das Ritterspektakel auf dem Festplatz hatte einen handfesten historischen Hintergrund. Im Jahre 1256 wurde das Dorf im Zusammenhang mit Ritter Johannes de Buschow erstmals urkundlich erwähnt. Dem Ritter zur Erinnerung feierten am Samstag auf dem Festplatz die Besucher das Jubiläum „760 Jahre Buschow“. Bei hochsommerlichen Temperaturen boten die Bäume im Park den Besuchern zum Glück einen angenehmen Schatten. Auf dem Festplatz schlenderten sie vorbei an einem Pferdewagen mit mittelalterlichen Folterinstrumenten. Die Kinder konnten auf einer Strohburg toben.

In einem Zelt saßen Männer in gemütlicher Runde an einem hölzernen Tisch. Sie trugen historische Gewänder, hatten Schwerter, Lanzen und Schilder dabei. Die Geschichte, die die Männer auf dem Festplatz nachstellten, handelte von der ersten urkundliche Erwähnung Buschows bis weiter zurück in die havelländische Historie. „Wir pflegen die Geschichte der Semnonen“, erklärte Sven Lorch den Besuchern. Er ist der Chef der Historien-Gruppe „Tiuteiva“, der 15 Havelländer angehören.

Gruppe „Tiuteiva“ zeigt historische Kämpfe mit Schwert und Schild

Um 100 nach Christus hatten die Semnonen ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder von der böhmischen Grenze bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe. Auf dem Festplatz in Buschow führten acht Männer der Gruppe „Tiuteiva“ mit Schwertern und Schilden historische Kämpfe vor. Besiegt wurden schließlich zum Spaß der Besucher von einem kleinen Jungen, der am Ende alle Kämpfer zu Fall brachte. Am Abend gab es zu den Schaukämpfen noch eine Feuershow mit anschließendem Feuerwerk.

Kulinarisch stärken konnten sich die Besucher und Wettkämpfer mit Gulaschsuppe, Kasselerpfanne, Grillhaxen oder Pellkartoffeln mit Quark. Unterstützt wurden die Organisatoren bei der Ausrichtung des Festes „1256 - zurück ins Mittelalter“ von den Mitgliedern der der Ortsfeuerwehr Barnewitz.

Von Norbert Stein

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