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Havelland Rohrbruch legt die Bahnhofstraße lahm
Lokales Havelland Rohrbruch legt die Bahnhofstraße lahm
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17:42 12.06.2017
Die Bruchstelle. Quelle: Danilo Hafer
Dallgow-Döberitz

Bereits seit Sonntag ist die Bahnhofstraße in Dallgow-Döberitz auf Höhe der Germanenstraße voll gesperrt. Grund ist der Rohrbruch einer rund 20 Jahre alten Abwasserdruckleitung. „An dieser Stelle läuft das Rohr sozusagen spitz zu und dort haben sich Gase gesammelt, die das Rohr auf Dauer zerfressen haben“, erklärt Günter Fredrich, Geschäftsführer der Osthavelländischen Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH (OWA).

Die Schwefelgase entstehen, wenn das Abwasserrohr kein Wasser führt, was immer mal wieder vorkommen könne. „Da die Rohre meist nicht genug Eigengefälle haben, wird das Wasser durch Pumpwerke transportiert, die auch mal abgestellt werden“, so Fredrich. Die aus diesem Schwefelgas entstehende Säure zerfresse dann das gusseiserne Rohr.

Um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, wird die OWA nun nicht nur die schadhafte Stelle austauschen, sondern das Rohr auf einer Läge von rund 100 Metern erneuern. „Wir wissen nicht wie das Rohr insgesamt aussieht, da ist es sicherer, ein großes Stück zu tauschen“, so Fredrich. Das neue Rohr werde dann auch aus einem speziellen Kunststoff bestehen, bei dem die Schwefelgase kein Problem mehr darstellen.

Bis dahin bleibt die Bahnhofstraße allerdings wohl weiter gesperrt und die Anwohner müssen sich auf einige Beeinträchtigungen einstellen. „Neben den Verkehrsbeeinträchtigungen kann es auch zu Geruchsbelästigungen kommen“, sagt der OWA-Geschäftsführer und bittet um Verständnis. „Wir geben unser Bestes und ich hoffe, dass wir in vier Wochen fertig sind“ so Fredrich. Für die Bauarbeiten müsse zunächst eine Firma gefunden werden und hier sei die Auslastung derzeit so gut, dass an eine Lösung von heute auf morgen nicht zu denken ist. Die Toilette kann in den betroffenen Haushalten aber trotzdem benutzt werden. Das Abwasser wird nun über andere Leitungen nach Falkensee und weiter ins Klärwerk Wansdorf geführt. Dies sei jedoch kein Dauerzustand. „Der Druck auf der anderen Leitung ist jetzt bei Stoßzeiten natürlich viel zu hoch“, erklärt Günter Fredrich. Die Kosten für die Instandsetzung könnten sich auf rund 80000 Euro belaufen.

Gemeldet wurde der Rohrbruch am Sonntag gegen 12.25 Uhr von mehreren Anwohnern. Sofort machte sich ein Mitarbeiter einer Vertragsfirma auf den Weg. „Der Kollege war bis 2 Uhr nachts vor Ort“, erklärt Günter Fredrich. Rund 1200 Menschen waren von der Havarie betroffen. Solche Vorfälle treten aber nur selten auf, erklärt Siegmund Rus, Abteilungsleiter Abwasser. „Trinkwasserrohre sind viel anfälliger, weil sie viel älter sind als die Abwasserleitungen.“

Von Danilo Hafer

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